Vernissage, 02. Oktober, ab 19 Uhr

Ausstellung, 03. Oktober – 24. Oktober 2020

Die Ausstellung „Break a leg!“ verwandelt den Raum für drastische Maßnahmen in ein experimentelles Theater. Die großformatigen Bilder erheben sich vor dem Betrachter wie Bühnen, auf denen man die Künstlichkeit räumlicher Konstruktionen sowie des menschlichen Verhaltens reflektiert. Wir alle inszenieren uns heutzutage blitzschnell in unterschiedlichen Rollen und haben gewissermaßen eine Sammlung von persönlichen Masken. Die Werke von Ivana de Vivanco setzen sich zwischen Malerei und Theater mit dieser bühnenhaften Kondition unserer aktuellen Gesellschaft auseinander.

Opening, 2 October, starts at 7 p.m.

Exhibition, 03 October – 24 October 2020

In the exhibition “Break a leg!” the Raum für drastische Maßnahmen will be transformed into an experimental theater. Large paintings pop up in front of the viewer like stages on which the artificiality of spacial constructions and human behaviour are deliberated. Nowadays, all of us have an assortment of personal masks with which we are quick to stage ourselves into various roles. The works of Ivana de Vivanco oscillate between theater and painting to examine this staged condition of our current society.

3. November 2020, ab 19 Uhr

Der 3. November ist ein entscheidender Tag für die Amerikaner und für die ganze Welt.

Bleibt ein Mann an der Macht, der umstrittener nicht sein könnte? Trump: Ein Agitator in jeglicher Hinsicht, ein Nar-zisst, ein Geschäftsmann, ein Politiker, ein Präsident? Der Grafiker Sven Lindhorst-Emme liest am Tag der US-Präsidentschaftswahl aus seinem neu erschienenen Buch „Overtrump“ (deutsch übertrumpfen). Das von ihm gestaltete Buch ist eine Zitatesammlung an Gesagtem eines Mannes, der gerne noch mächtiger wäre als sein umgangssprachlicher Titel „Mächtigster Mann der Welt“ sowieso schon prognostiziert. Am Ende des Abends gibt es entweder Grund zum Feiern, oder Material für ein kommendes Buch über eine Person, dessen gesellschaftliche Akzeptanz in seinem Handeln und Tun nur schwer bis gar nicht nachvollziehbar ist

3 November 2020, starts at 7 p.m.

November 3rd is a decisive day for the Americans and for the whole world. Will a man remain in power who could not be more controversial? Trump: An agitator in every sense, a narcissist, a businessman, a politician, a president? On the day of the U.S. presidential election, graphic designer Sven Lindhorst-Emme reads from his newly published book “Overtrump”. The book he designed is a collection of quotations from a man who would like to be even more powerful than the colloquial title “Most Powerful Man in the World ” already predicts. At the end of the evening, there will be either reason to celebrate, or material for an upcoming book about a person whose social acceptance in his actions and doings is difficult if not impossible to understand.

Vernissage, 14. November 2020, ab 19 Uhr

Ausstellung, 15. November – 05. Dezember 2020

Ein Raum für drastische Maßnahmen. Drastisch drängt sich uns, verstärkt durch die momentane Situation, die Frage nach unserem Verhältnis zu Räumen auf. Ein Raum bietet Schutz, kann aber gleichzeitig einengen oder abschotten. Kurzum, der Raum wird zur Reibungsfläche, zur buchstäblichen Grenze, an die man kommt. Diese Grenzen werden momentan nicht nur körperlich, sondern auch psychisch erfahrbar:

Das Fehlen jeglicher Körperlichkeit im digitalen Raum stellt unsere Psyche auf eine harte Probe. Zugunsten der Überstrapazierung der Denkzentrale, erfährt der restliche Teil unserer Körper durch fehlenden Kontakt zu anderen Menschen und generelle eingeschränkte Bewegungsfreiheit eine radikale Entziehungskur. Die Sehn-sucht nach realen Erlebnissen wächst, wir wollen wieder aktiv etwas erleben, nicht nur passive Beobachter*Innen vor einem Bildschirm sein. Unsere Handlungen sollen wieder ein sichtbares Ergebnis zeigen, das mehr ist, als das Klicken zur nächsten Netflix-Staffel.

Simple Gesten der Körperlichkeit, der Körperbezogenheit werden zu drastischen Maßnahmen der Befreiung. Wir wollen den Besucher*Innen eine unmittelbare, individuelle Erfahrungsmöglichkeit und Konfrontation mit dem Raum ermöglichen, Grenzen aufzeigen und einreißen, aufgestaute Energie freisetzen. Eine Art Katharsis, die ein gedankliches Abschließen und einen Neuanfang möglich machen soll.

Opening, 14 November, starts at 7 p.m.

exhibition, 15 November — 5 December 2020

A room for drastic measures, emphasized by the current situation, we are drastically forced to question our relationship to rooms. A room provides shelter, but it can also strangulate or isolate. In essence, rooms turn into a source of friction, we are literally up against a wall. Presently, these boundaries are not only felt physically, but also psychologically:

The absence of bodily sensations in the digital space is seriously testing our psyche. Extensively straining the brain, the rest of our body experiences a radical withdrawal, from missing contact with others and an overall restricted mobility. The yearning for real experiences swells, we want to actively experience something, not just be passive observers behind a screen. We want our actions to have real outcomes, ones that are more than just clicks to the next season on Netflix.

Simple physical gestures like touch turn into drastic measures of liberation. We want to enable the visitors to have an immediate, individual experience, a confrontation with the space, to expose and tear down boundaries, to release unvented energy. A kind of catharsis, that allows for mental conclusion and new beginnings.

12. Dezember 2020, Einlass ab 18 Uhr/ Versteigerung ab 20 Uhr

Zum Jahresende bestreitet der Raum für drastische Maßnahmen wieder eine Kunstversteigerung. Hier könnt Ihr originale Gemälde, Fotografien, Drucke, Skulpturen und manches mehr, von diversen Künstler*in-nen vergangener Ausstellungen ersteigern. Alle Erlöse fließen an die Künstler*innen sowie in die Erhaltung des Raums.

12 December entry at 6p.m./ auction starts at 8 p.m.

At the end of the year, the Raum für drastische Maßnahmen will once again host an art auction. Here, you can bid on original paintings, photographs, prints, sculptures and and other goodies by several artists from our past exhibitions. All revenues go towards supporting the artists and our project space.