Franca Franz
Soft Crash

Malerei / Zeichnung / Objekte

Eröffnung 8. Oktober 2021 ab 19 Uhr, Eröffnungsrede von Katrin Sperry

Ausstellung 9. – 30. Oktober 2021

Gespräch/Moderation mit Anna Schade 23. Oktober 2021, 19 Uhr

Die Ausstellung Soft Crash spielt mit der Wechselwirkung von Anspannung und Entspannung,
die als Alb- und Eindrücke Spuren in uns hinterlässt.
Durch das (re-) konstruieren von (Traum-) Erinnerungen begibt sich Franca Franz mit ihren
Malereien, Zeichnungen und Objekten auf die Suche nach Momenten, in denen sich die
Innenwelt in der Außenwelt spiegelt und vice versa.

Workshop für Kinder, „Traummalerei“, 24. Oktober 2021, 13 – 14:30 Uhr / „Traumgeschichten dichten“, 15:30 – 17 Uhr im Rahmen des Kinder Kultur Monat www.kinderkulturmonat.de

Franca Franz
Titel: Soft Crash

Paintings / Drawings / Objects

Opening, 8. October 2021 starts 7 p.m., Opening speech by Katrin Sperry

Exhibition 9. – 30. October 2021

talk/moderation with Anna Schade 23. October 2021, 7 p.m.

The exhibition Soft Crash plays with the interaction between tension and easing, which both
leave traces in us in the form of impressions or nightmares.
By (re-)constructing (dream-)memories, Franca Franz uses her paintings, drawings and objects
to search for moments in which our inner world finds its reflection in the outer world and vice
versa.

workshop for children, „Traummalerei“, 24 October 2021, 1 – 2:30 p.m. / „Traumgeschichten dichten“, 3:30 – 5 p.m. as part as the Children’s Culture Month www.kinderkulturmonat.de

Regina Kelaita
Fugue State

Fotografie / Video

Eröffnung. 12. November 2021, Ausstellung 13. November – 4. Dezember 2021

Auf langen, unbestimmten Wanderungen durch die Stadt fotografiert Regina Kelaita Banalitäten
unserer alltäglichen Umgebung.
Während ihre Fotografien visuelle Wiedersprüche, die Ausnahme oder den Zufall sehen lassen,
sammelt sie für ihre Animationen Wiederholungen, die Muster und Rhythmen der Stadt.
Mit ihren Arbeiten rüttelt sie spielerisch an unserer Wahrnehmung des Gewohnten, legt eine
Absurdität, Poesie und Komik offen und deckt dabei versteckte Beziehungen auf. So ist sie, in
den vom Menschen hinterlassenen Spuren, auf der Suche nach unserer kollektiven Identität.

Regina Kelaita
Fugue State

Photography / Video

Opening, 12. November 2021 starts at 7 p.m., Exhibition, 12. November – 4. December 2021

On long, aimless walks through the urban landscape, Regina Kelaita takes pictures of banalities
found in our everyday surroundings.
While her photography concentrates on visual contradictions, oddities and coincidences, her
animations are collections of repetitions, the patterns and rhythms of the city.
Her work playfully pokes at our perception of the ordinary, humorously revealing the absurd and
the poetic while uncovering unseen connections. Surveying the traces of the human experience,
in search of our collective identity.

Attaque(e)r le visible

Experimentalfilmreihe – monatlich von März bis Dezember 2021

kuratiert von Lawinia Rate

Attaque(e)r le visible ist eine Experimentalfilmplattform für Projektionen, Treffen, Gespräche, Buchpräsentationen und Vorträge. Sowohl ältere Experimentalfilme als auch die aktuellsten Entwicklungen des Genres finden hier einen Platz. Attaque(e)r le visible widmet sich Filmen, die die Konsistenz und den Illusionismus des klassischen Spielfilms durch bewusste Verweise auf seine technische Eingebundenheit, seine Inkohärenz und auf die Materialität des Films stören. Gezeigt werden Arbeiten, die sich durch die Verweigerung stereotyper Bilder und linearer Narration kritisch gegenüber ihrer Mitwelt, normativen Sichtbarkeiten, Formen und Körpern positionieren. Kurz, es geht um Filme, die Selbstverständlichkeiten nicht trauen, um Filme, für die das Wort „normalerweise“ nicht existiert.

Nach Stationen in Paris, Kassel und Köln findet Attaque(e)r le visible in Kollaboration mit dem Raum fürdrastische Maßnahmen nun seine Fortsetzung in Berlin. Die Reihe besteht in diesem Jahr aus zwei Teilen, Körperliche Interventionen und dem Videofest. In monatlichen Projektionen zeigt Körperliche Interventionen ab Mai Experimentalfilme aus den 60er, 70er und 80er Jahren. „Körper“ wird hier im weiteren Sinne verstanden. Es geht nicht lediglich um den menschlichen Körper, sondern ebenfalls um den Körper des Films, seine Materialität, seine photochemikalische Hülle sowie um die Herstellung von Filmen in Kollektiven. Das an zwei Wochenenden stattfindende Videofest wendet sich neueren Tendenzen im Experiment in Film und Video zu.

Programm:

Videofest #1
27. – 28. März 2021 – keine Eröffnung / ab 12:00 / non-stop im Schaufenster

Coronabedingt findet Videofest #1 ohne Eröffnung und nur im Schaufenster
statt. Die Projektion läuft ab dem 27.03. um 12:00 Uhr bis zum 28.03.
um 22:00 Uhr ohne Unterbrechung und kann von draußen angeschaut werden.

Đejmi Hadrović – Apartment 102, Österreich 2019, digital, 3:40 Min.

Julie Hart – Entität, BRD 2020, digital, 5:12 Min.

Ho Waishan – Lemon Tree, Hong Kong 2019, digital, 1:48 Min.

Narges Kalhor – LovoGary, BRD 2016, 35 mm, 4:06 Min.

Leyla Rodriguez – Optimistic Cover, BRD 2015, digital, 4:34 Min.

Juli Saragosa – Urban Caustic, BRD 2002, 16 mm/video, 7:46 Min.

Körperliche Interventionen #1 – Berliner Experimentalfilme der 80er Jahre

4. Mai ab 20:00 Uhr

Körperlich

Monika Funke Stern

Die Filme werden online vom 4. Mai bis 5. Mai 24:00 Uhr und im Schaufenster am 4. Mai 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr zugänglich sein.

Unding Undine, BRD 1981, 16 mm, 15 Min

Zum Glück gibt‘s kein Patent, BRD 1985, 16 mm u. 35 mm, 14 Min.

Frankensteins töchter, BRD 2016, U-Matic, 6 Min.

Monika Funke Stern ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. In ihren Filmen tauchen oft Figuren aus bekannten Mythen und Sagen auf. Allerdings spielen diese nach ihrer eigenen Regie, sodass sie kaum wiederzuerkennen sind. Immer wieder unternimmt Funke Stern eine kritische und kluge Auseinandersetzung mit dem Bekannten und Gewohnten, indem sie alte Geschichten neu montiert. Nicht weniger oft erfindet sie Handlungen, aber nie ohne Anspielungen auf das zeitgenössische Geschehen. Funke Stern ist nicht nur in der Erzählung mutig, sie experimentiert auch mit den technischen Mitteln, so springt sie zwischen 16 mm, Video und, bereits sehr früh, Computeranimation. In ihrer Praxis ist sie an keine Technik gebunden, sondern – so ihr Ruf in der Szene – sie eignet sich begierig neue Techniken an.

Online Projektion und Schaufensterprojektion (der Link wird hier am 4. Mai veröffentlicht)

Körperliche Interventionen #1

8.-13. Juni 2021

Dagie Brundert und Gabriele Kahnert

Super-8-Filme der 80er Jahre

Es war Liebe auf den ersten Blick: Dagie Brundert, Gabriele Kahnert und die Super-8-Kamera. Ihre Wege kreuzten sich gegen 1987, als Dagie und Gabriele an der HdK studierten, eine Zeit, in der Super-8 insbesondere in Berlin Konjunktur hatte. Ein charakteristisches Merkmal ihrer Filme ist ihre Länge – oder besser gesagt ihre Kürze. Die extremsten Beispiele sind keine Minute lang [!] Dagie und Gabriele drehten stets schnell und mit wenig finanziellem Aufwand, aber hinter jedem Film steht immer eine große Geschichte, zum Beispiel eine unglückliche Liebe, Sehnsucht oder das Schwimmen im Salatwasser. Das Duo hält nichts von aufgeblasener Ernsthaftigkeit und auch nichts von einer tadellosen filmischen Form – dafür ist das Leben doch viel zu kurz. Mit viel Humor, Punk und Gelassenheit zogen sie mit ihrer Super-8-Kamera durch die Gegend.  Wie das Leben so ist, nichts hält für immer. So haben sich auch Dagies und Gabrieles Wege in den 90er Jahren getrennt. Dagie wendete sich dann Animationsfilmen zu und Gabriele machte zunächst weiter Super-8-Filme, bevor sie schließlich zur Fotografie wechselte.

Die Projektion findet in den Kellerräumen in Form einer Installation statt. Nach voriger Terminvereinbarung unter contact@attaqueerlevisible.com kann sie vom 8. bis zum 13. Juni zwischen 16 und 19 Uhr besucht werden.

Achtung, der Kellerraum ist leider nicht barrierefrei zugänglich.

Attention, the basement room is unfortunately not barrier-free accessible.

körperliche interventionen #2

27. Juli, 19:30 Uhr

Aus heiterem Himmel • 1982 • 110 min • 16mm
Regie: Marie-Susanne Ebert, Claudia Schilinski, Ingrid Oppermann,
Renate Sami, Anke Oehme, Ebba Jahn, Monika Funke-Stern, Barbara Kasper und Angi Welz-Rommel
Produktion: Literarisches Colloquium BerlinGästinnen: Anke Oehme, Angi Welz-Rommel, Renate Sami, Monika Funke-Stern


DIE VORFÜHRUNG FINDET IM ORIGINAL 16-mm-FORMAT STATT!

Vor etwa 40 Jahren arbeiteten 9 Künstlerinnen zusammen an einem Episodenfilm namens Aus heiterem Himmel. Der Anlass dieser kollektiven Betätigung war ihr gemeinsamer Wille, während des Kalten Kriegs ein Zeichen gegen die atomare Bedrohung zu setzen. Jede der Beteiligten stellte eine der 9 Episoden her. Zwar hatte jede Episode eine einzige Autorin, doch entstanden die Filme kollektiv, indem sich die Mitglieder gegenseitig zur Verfügung standen und einander halfen. Thematisch umkreisen die Filme die Situation aus ganz verschiedenen, manchmal sehr persönlichen, Perspektiven.


Titel der einzelnen Episoden: 1. „Die Nachbarn“, 2. „Exercises“, 3. „Erzählt wird“, 4. „Frieden – Ich bestehe darauf“, 5. „Neue Heimat“, 6. „Schon wieder duschen“, 7. „Platzangst“, 8. „Im Ernstfall nicht verfügbar“, 9. „Die Schutzfolie“.

Lawinia Rate ist freie Kuratorin und Autorin. In ihrer kuratorischen Tätigkeit interessiert sie sich für kritische Kunst, die soziale und politische Fragen nicht scheut und den Mut hat, über die eigene Wirksamkeit und ihre Werkzeuge zu reflektieren. Sie vertraut auf die Stärke der Kollaboration, woraus beispielsweise Ausstellungen wie „Imagining the Body“ (Fringe Festival, London, 2015), „Jen Liu: Pink Detachement“ (Somos Galerie, Berlin, 2016) oder „Interleaved Space“ (Vorspiel Transmediale/Vierte Welt, Berlin 2018, 2019, 2020) hervorgegangen sind. Lawinia Rates Schwerpunkt ist der Experimentalfilm. Sie ist Autorin mehrerer Filmreihen und -programme, beispielsweise für das IFFF DortmundIKöln. 2015 initiierte sie die Experimentalfilmplattform Attaque(e)r le visible.

Attaque(e)r le visible

Experimental Film Programme – Monthly from March to December 2021

curated by Lawinia Rate

Attaque(e)r le visible is an experimental film platform for projections, meetings, talks, book presentations and lectures. Older experimental films as well as the most recent developments of the genre find a place here. Attaque(e)r le visible is dedicated to films which perturb the consistency and illusionism of the classical film by consciously referring to the technical embeddedness of the film, its incoherence and materiality. The works on display are marked by refusing stereotypical images and linear narration, their critical position towards the co-world, normative visibilities, forms and bodies. In short, it is about films which do not trust the self-evident, and for which the word ’normally‘ does not exist.

After stops in Paris, Kassel and Cologne, Attaque(e)r le visible now continues in Berlin in collaboration with the Raum für drastische Maßnahmen. The series consists of two parts, Corporal Interventions and a Videofest. The main theme of the monthly film programme Corporal Interventions is the body, which is understood here in a broader sense. It is not only about the human body, but also about the body of film, its materiality, its photochemical envelope, and the working on films in collectives. In this connection Attaque(e)r le visible looks back at the experimental film history of the 60s, 70s and 80s in Germany. The Videofest, which takes place on two weekends, focuses current tendencies in experimental film and video.

Videofest #1
27–28 March 2021

no opening / starts at noon / non-stop window projection

Đejmi Hadrović – Apartment 102, Austria 2019, digital, 3:40 min.

Julie Hart – Entität, BRD 2020, digital, 5:12 min.

Ho Waishan – Lemon Tree, Hong Kong 2019, digital, 1:48 min.

Narges Kalhor – LovoGary, BRD 2016, 35 mm, 4:06 min.

Leyla Rodriguez – Optimistic Cover, BRD 2015, digital, 4:34 min.

Juli Saragosa – Urban Caustic, BRD 2002, 16 mm/video, 7:46 min.

Corporal Interventions #1 – Berlin Experimental Films from the 80s

4 May, 7 p.m.

Bodily

Monika Funke Stern

Unding Undine, BRD 1981, 16 mm, 15 min.

Zum Glück gibt‘s kein Patent, BRD 1985, 16 mm u. 35 mm, 14 min.

Frankensteins Töchter, BRD 2016, U-Matic, 6 min.

Monika Funke Stern is a passionate storyteller. Figures from well-known myths and legends often appear in her films. However, they play according to her own direction so that they are hardly recognizable. Again and again, Funke Stern carries out critical and clever examinations of the known and the familiar by remounting old stories. No less often she invents plots, but never withoutallusions to contemporary events. Funke Stern is not only bold in her storytelling, she also experiments with technical means, jumping between 16 mm, video and computer animation. In her practice she is not bound to any technique, but—according to her reputation in the scene—she eagerly appropriates new technologies

online and window screening (the link to the films will appear here on 4 May)

Corporal Interventions #1

8-13 June 2021

Dagie Brundert und Gabriele Kahnert

Super 8 Films form the 80‘s

It was love at first sight: Dagie Brundert, Gabriele Kahnert and the Super 8 camera. Their paths crossed around 1987, when Dagie and Gabriele were studying at the HdK, a time when Super 8 was booming, especially in Berlin. A characteristic feature of their films is their length – or rather their brevity. The most extreme examples are not even a minute long [!] Dagie and Gabriele always shot quickly and with little financial effort, but behind each film there is always a great story, for example, an unhappy love, longing or swimming in salad water. The duo thinks nothing of pompous seriousness and also nothing of an impeccable cinematic form – life is much too short for that. With a lot of humor, punk and serenity, they roamed around with their Super 8 camera. As life is, nothing lasts forever. So also Dagie’s and Gabriele’s ways parted in the 90s. Dagie then turned to animated films and Gabriele continued making Super 8 films before finally switching to photography.

The projection will take place in the basement room. After making an appointment in advance at contact@attaqueerlevisible.com, the projection can be visited from June 8 to 13 between 4 and 7 pm.

Attention, the basement room is unfortunately not barrier-free accessible.

körperliche Interventionen #2

27 July, 7:30 pm

Aus heiterem Himmel (OUT OF THE BLUE) • 1982 • 110 min • 16mm
Directed by Marie-Susanne Ebert, Claudia Schilinski, Ingrid Oppermann, Renate Sami, Anke Oehme, Ebba Jahn, Monika Funke-Stern, Barbara Kasper, and Angi Welz-Rommel
Production: Literarisches Colloquium BerlinGuests: Anke Oehme, Angi Welz-Rommel, Renate Sami, Monika Funke-Stern


PROJECTION in 16 mm!

About 40 years ago, 9 female artists collaborated in an episodic film called Aus heiterem Himmel (OUT OF THE BLUE). With this collective activity they expressed their common will to make a statement against the nuclear threat during the Cold War.

Lawinia Rate is an independent curator and writer. In her curatorial work, she is interested in critical art that engages with social and political issues and has the courage to reflect on its own effects and means.
She relies on the strength of collaboration, from which exhibitions such as „Imagining the Body“ (Fringe Festival, London, 2015), „Jen Liu: Pink Detachement“ (Somos Galerie, Berlin, 2016) or „Interleaved Space“ (Vorspiel Transmediale/Vierte Welt, Berlin 2018, 2019, 2020) emerged. Lawinia Rate’s special focus is on experimental film. She is the author of several film programmes and retrospectives, for example, for the IFFF DortmundIKöln. In 2015 she founded the experimental film platform Attaque(e)r le visible.

https://www.facebook.com/attaqueerlevisible