Vernissage, 14. November 2020, ab 19 Uhr

Ausstellung, 15. November – 05. Dezember 2020

Ein Raum für drastische Maßnahmen. Drastisch drängt sich uns, verstärkt durch die momentane Situation, die Frage nach unserem Verhältnis zu Räumen auf. Ein Raum bietet Schutz, kann aber gleichzeitig einengen oder abschotten. Kurzum, der Raum wird zur Reibungsfläche, zur buchstäblichen Grenze, an die man kommt. Diese Grenzen werden momentan nicht nur körperlich, sondern auch psychisch erfahrbar:

Das Fehlen jeglicher Körperlichkeit im digitalen Raum stellt unsere Psyche auf eine harte Probe. Zugunsten der Überstrapazierung der Denkzentrale, erfährt der restliche Teil unserer Körper durch fehlenden Kontakt zu anderen Menschen und generelle eingeschränkte Bewegungsfreiheit eine radikale Entziehungskur. Die Sehn-sucht nach realen Erlebnissen wächst, wir wollen wieder aktiv etwas erleben, nicht nur passive Beobachter*Innen vor einem Bildschirm sein. Unsere Handlungen sollen wieder ein sichtbares Ergebnis zeigen, das mehr ist, als das Klicken zur nächsten Netflix-Staffel.

Simple Gesten der Körperlichkeit, der Körperbezogenheit werden zu drastischen Maßnahmen der Befreiung. Wir wollen den Besucher*Innen eine unmittelbare, individuelle Erfahrungsmöglichkeit und Konfrontation mit dem Raum ermöglichen, Grenzen aufzeigen und einreißen, aufgestaute Energie freisetzen. Eine Art Katharsis, die ein gedankliches Abschließen und einen Neuanfang möglich machen soll.

Opening, 14 November, starts at 7 p.m.

exhibition, 15 November — 5 December 2020

A room for drastic measures, emphasized by the current situation, we are drastically forced to question our relationship to rooms. A room provides shelter, but it can also strangulate or isolate. In essence, rooms turn into a source of friction, we are literally up against a wall. Presently, these boundaries are not only felt physically, but also psychologically:

The absence of bodily sensations in the digital space is seriously testing our psyche. Extensively straining the brain, the rest of our body experiences a radical withdrawal, from missing contact with others and an overall restricted mobility. The yearning for real experiences swells, we want to actively experience something, not just be passive observers behind a screen. We want our actions to have real outcomes, ones that are more than just clicks to the next season on Netflix.

Simple physical gestures like touch turn into drastic measures of liberation. We want to enable the visitors to have an immediate, individual experience, a confrontation with the space, to expose and tear down boundaries, to release unvented energy. A kind of catharsis, that allows for mental conclusion and new beginnings.

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