Ausstellung: 14. März – 04. April 2020

Die Ausstellung ist bis auf weiteres verlängert.

13. März 2020 Vernissage ab 19 Uhr

Die fotografische Arbeit „Shebeen Queens“ widmet sich dem soziokulturellem Phänomen der illegalen Barkultur des südlichen Afrikas und deren zumeist weiblichen Besitzerinnen – den sogenannten Shebeen Queens. Das Wort „Shebeen“ kommt vom irischen ’sibin‘ und bezeichnet eine Bar, in der alkoholische Getränke ohne Lizenz ausgeschenkt werden. Hervorgebracht durch Kolonialpolitik und Apartheid dienten diese Orte zunächst der aus dem öffentlichen Raum zurückgedrängten indigenen Bevölkerung als Zuflucht. Aus den Wohnzimmern der Townships heraus verbreiteten sie sich und wuchsen im Schatten der Illegalität zu kommerziellen Bars und Orten der Subkultur heran.

Die Serie „Shebeen Queens“ stellt dabei die starken Frauen hinter diesen Lokalen in den Fokus, die in den Townships von Südafrika und Namibia zu den Shebeen Queens geworden sind – selbstbestimmte Entrepreneurinnen, die in einer weitestgehend patriarchal geprägten Gesellschaft als wichtige Stützen der Gemeinschaft fungieren. Entgegen gängiger Stereotype, wonach die Shebeens nur zwielichtige Pubs seien, in denen die Armen ihren kargen Lohn vertrinken und Kriminalität an der Tagesordnung ist, zeigt die Arbeit eine ganz andere Seite auf: Es sind dies nicht zuletzt auch Orte, an denen Frauen sich schwierigster Bedingungen zum Trotz ein eigenes Geschäft aufbauen und somit ihre Familien versorgen.

In den Fotos taucht Julia Runge in die Lebenswelt dieser Orte ein – sucht dabei aber nicht die rauschhaften Momente im Gewirr des Nachtlebens, sondern erzählt viel mehr aus der Sicht des Beobachters analog und entschleunigt, leise und vertraulich von diesen Orten und ihren Besitzerinnen – und ermöglicht dadurch eine neue Perspektive auf zeitgenössische Phänomene innerhalb der dortigen Gesellschaft, auch und gerade in einer Zeit, in der Deutschland seine Kolonialvergangenheit noch einmal aufs Neue aufarbeitet.

Die Ausstellung „Shebeen Queens“ soll multikünstlerisch und multikulturell aufgebaut werden und dabei insbesondere auch die namibische Gemeinschaft einbeziehen. Konkret heißt dies, dass u. a. singende, musizierende, schreibende und mitdiskutierende Namibierinnen und Namibier, die in Berlin und Brandenburg leben, mitwirken werden.

www.juliarunge.com

Julia Runge
Shebeen Queens

exhibition: 14. March – 04. April 2020

The exhibition is open until further notice.

13. March 2020 Opening from 7 p.m.

The work „Shebeen Queens“ is dedicated to the bar culture of Namibia and its predominantly female owners – the Shebeen Queens. The word „shebeen“ comes from the Irish “síbín” and connotes a bar where alcoholic drinks are served without a license. In response to colonial politics and apartheid, these places initially served as a refuge for indigenous people, who were persecuted in the public sphere. These bars, which first started in township living rooms, spread and grew in the shadow of illegality to become commercial bars and subcultural hubs.

The project „Shebeen Queens” focuses on the female entrepreneurs who have been able to assert themselves as strong, emancipated women, who act as important pillars of the community in a largely patriarchal society.

Today, the image of the shebeens remain an ambivalent figure for a wide-range of social manifestations. While shebeens are places of emancipation and subculture, their environments also channel alcoholism and crime. But these are also places where women, despite the most difficult conditions, are able to set up their own businesses and provide for their families.

In her photos, Julia Runge immerse herself in the world of these places and – from the viewpoint of an observer – tells analogous and decelerated, quite and confidential stories about these places and their owners. In pursuing this project, she hopes to enable a new way of seeing the contemporary experiences of shebeen culture and phenomena within the local society, particularly in light of Germany’s renewed effort to examine its colonial past.

The exhibition „Shebeen Queens“ is to be structured in a multicultural and multi-artistic way and in particular involve the Namibian community. In concrete terms, this means that Namibians living in Berlin and Brandenburg who sing, make music and write will be involved.

Fotos: Sedlar & Wolff

Emmanuelle Wilhelm – Das Dazwischen

Vernissage: Donnerstag 11.07.2019 ab 19:00 Uhr / weitere Besichtigungstermine nach Absprache

Ausstellungsdauer: 12.07. bis 21.07.2019

Emmanuelle Wilhelm zeigt in der Ausstellung, ‚Das Dazwischen‘, Arbeiten, die sich hauptsächlich mit dem Dialog ihrer Figuren beschäftigen. Etwas Neues entsteht wenn Figuren in einer Beziehung zueinander stehen. Eben etwas Dazwischen, etwas Unsichtbares, etwas Unbenennbares. Die Figuren sind collagenhaft in eine Umgebung gesetzt, die jedoch nicht als räumliche Verortung dienen soll, sonder vielmehr dieses Dazwischen oder das Unsichtbare sichtbar werden lässt.
Die klein – bis mittelformatigen Ölgemälde zeigen ein Spannungsspiel zwischen Gegenständlichkeit & Abstraktion, zwischen detailliert ausgeführtem Handwerk und grobem, schnellem Farbauftrag, zwischen sinistren Szenen und schillernder Farbgebung.

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Lesung 6

6. Lesung im Raum für drastische Maßnahmen.

Sa., 9. März 2019 Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr

Mit:
Michael Brake
Florian Hesselbarth
Alexander Sieg
Thomas Korn
Fabian Frischmann & Stefan Schwinghammer



zum 3. – Kunstversteigerung

15. Dezember 2018 – 20 Uhr

Als abschließende Aktion 2018 veranstaltet der Raum für drastische Maßnahmen wieder eine
Kunstauktion. Hier könnt ihr Originale, Prints und Editionen von diversen Künstler*innen ersteigern, die u.A. in diesem Jahr bei uns ausgestellt haben.
Alle Erlöse fliessen direkt an die Künstler und in die Erhaltung des Raums.
Alle Positionen sind vorab digital zu besichtigen.

Teilnehmende Künstler*innen:

Renke Brandt, Regina Kelaita, Florian Hesselbarth, Nora Lina Merten, Sven Lindhorst-Emme, Anaïs Edely, Katharina Langer, Nora Frohmann, Finja Sander, Chrisse Kunst, Wolfgang Ranft, NCL, Karmen Kraft, Jens-Ole Remmers, Wilfrid Grössel, Patrick Brandt, Ludger Näkel, Barbara Proschak, Moritz Hüttner, Nora Ströbel / Kai Behrendt, Lisa Ballmann, Mona Broschar, Franka Franz, Bea Landsbek, Mario Weinberg …

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Ludger Näkel – Soirée

Ludger Näkel putzt…

Freitag 5. Oktober mit Jokaa und Branco Brancowitsch, 19:00
Samstag 6.Oktober mit Shakur und Branco Brancowitsch, 19:00
Sonntag 7. Oktober 12:00 bis 18:00, Künstlergespräch um 16:00
Die künstlerischen Arbeiten befassen sich mit skulpturalen Elementen und einer eigenen Formensprache der Malerei innerhalb des Raumes. Sie sind Interaktion.
In seiner Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsraum wird er erstmalig durch Sound unterstützt. Während in seinen bisherigen Interaktionen Klang eine Begleiterscheinung seiner Arbeit war, wird der von drei Musikern bereitgestellte Sound ein selbstständiger Teil der Interaktion – eine Erweiterung seines künstlerischen Schaffens.
Das performative Setup lädt zur Interaktion ein. Der Künstler ist anwesend.
The art works deal with sculptural elements and an individual
formal language of painting within the space. They are interaction.
In his exploration of the exhibition space, he is for the first time supported by sound. While in his previous interactions sound was a side effect of his work, in this set up the sound provided by several musicians becomes an independent part of the interaction – an extension of his artistic work.
The performative setup invites to interact. The artist will be present.

Edition Daphne & Present Books präsentieren: BOX 3 UND 4

Edition Daphne & Present Books laden ein.

Release Party: Freitag 12.10.2018 – 19 Uhr  / Ausstellung & Live Tatooing: Samstag 13.10.2018 – 12 bis 18 Uhr

Oben wie unten wird es voll, in etwa so voll wie die zwei Boxen die an diesem Abend
im Raum für drastische Maßnahmen präsentiert werden. Zwei liebevoll kuratierte
Editionen – eine gefüllt mit Dingen die unter die Haut gehen und die andere mit
Aktionen die den ein oder anderen aus der Haut fahren lassen.
Es wird ein feuchtfröhlicher Abend begleitet von mehr als einem Duzend Künstlern die
zwischen Klarnamen und dem Pseudonym vom Pseudonym schwanken.

Wer rechtzeitig kommt findet sicherlich noch einen Platz zwischen all dem Tumult
und mit etwas Glück auch noch einer der auf 25 limitierten Boxen (mal zwei – aka Box drei  und vier)

Am Samstag kann man sich von AUDI_100 und Janek Tatoo in der Ausstellung tätowieren lassen – FLASH ONLY.

Mit ein paar Namen PRALLen wir dann am Ende doch noch – vor Ort:

Audi100, HaHaFuck, Stefan Wartenberg, Ogtok, Nils Goldrund, Janek Tattoo, Johanna Olk,
Shem, Annemarie Krause, Joachim Spurloser, Sandra Rummler …

Edition Daphne & Present Books
Box drei und vier, Auflage von jeweils 25, Berlin 2018