Dilan Capan & Tobias Kappel – ich sehe was, was du nicht liest

ich sehe was,was du nicht liest

Die Allgegenwart der Bilder, Schwinde[l]nde Wörter, Formation von Information, sehen-lesen, fühlen-lesen, Bildsprachenwahrheit — 

In ihrem Ausstellungsprojekt „ich sehe was, was du nicht liest“ visualisieren Dilan Zuhal Capan & Tobias Kappel Gedanken zu und durch ihr jeweils bevorzugtes, künstlerisches Medium (Sprache/ Bild). Ausgangssituation ist die gegenwärtige Verschiebung des Lesens sowie Erzeugens von Information bedingt durch massenhaft konsumierte Bilder, Algorithmen und dem Internet als Resonanzraum im Allgemeinen.

Im Raum für drastische Maßnahmen wollen die beiden in Berlin lebenden Künstler*innen einen Dialog zwischen Bildern und Wörtern schaffen, der einen Freiraum aus Gedanken, Situationen und Emotionen herstellt, in dem keine Absoluten Aussagen formuliert werden. Inhaltliche Grundlage für die entweder gemeinsam oder autark präsentierten Arbeiten sind gleichermaßen eigene Gefühle zu sowie Fakten der politischen und gesellschaftlichen Realität ihrer Generation.

Siehst du, während du liest?
Liest du überhaupt, oder siehst du nur?
Sehe ich das, was du siehst?
Sehen wir etwas, das du nicht liest oder liest du vielleicht etwas,
das wir gar nicht gesehen haben?

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Dilan Zuhal Capan, *1992, Lyrik/ darstellende & bildende Kunst.

Sie studierte Modedesign bei Prof. Martina Glomb, absolvierte ein postgraduales Praktikum bei Vivienne Westwood Ltd in London und war zuletzt Stipendiatin beim Theatertreffen-Blog 2019.

Tobias Kappel, *1987, beschäftigt sich vor allem mit Übersetzungsprozessen von Bildern.

Er studierte u. a. bei Jörg Sasse, war DAAD-Stipendiat (New York), wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet und bei C/O Berlin gezeigt.

Vernissage am Donnerstag, den 20.06., ab 19 Uhr

Öffnungszeiten: FR 21.06. 14-19 Uhr, SA 22.06. 14-19 Uhr, MI 26.06. 14-19 Uhr, DO 27.06. 14-19 Uhr

Finissage am Freitag, den 28.06., ab 19 Uhr

Paul Wick – Composizioni Lavandini

Ausstellungseröffnung am 1.6.2019 um 19 Uhr

Ausstellungszeitraum vom 2.6.2019 bis 4.6.2019

Öffnungszeiten: Täglich 17 bis 21 Uhr

compositions for taps and bathtubs

Ein Waschbecken funktioniert so: Der Druck kommt von oben. Das Wasser berührt kurz das Becken und dann geht’s durch einen Siphon nach unten.Der Siphon sorgt dafür dass das Abwasser nicht nach oben stinkt. 
Man wäscht sich die Hände und man macht sie wieder dreckig.Dann wäscht man sie wieder und so weiter.Und wenn man ein Mikrofon vor die Lautsprecher stellt,dann quietscht der Lautsprecher und damit das nicht nervt,muss man das Mikrofon bewegen
Gezeigt wird eine raumgreifende Komposition und kybernetische Instrumente.

Paul Wick, geb. 1995, studiert an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg als Teil der Projektklasse fürDynamische Akustische Forschung (DAF) bei Jan St. Werner und in der Klasse für Grafik Design und Visuelle Kommunikation.

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Schabernakel mit NCL


Produktion: 9.-17.Mai 2019
Show: 18.Mai 2019 – ab 18 Uhr


Angelehnt an die 1weekpaintings(2012) wird der Raum zum offenen Atelier und Experimentierfeld umgeformt. Bildfindungs- und Entstehungsprozesse werden somit wieder aktiv beeinflusst.
Für angewandte Transzendenz und aktiven Nihilismus.
Gegen Kunst als Ikonen des Neoliberalismus und gesellschaftliche Divergenz.

Alle Befunde der Aktion werden am 18.Mai gezeigt, besprochen und mit einer finalen Soundperformance von Phonoschrank zelebriert.

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Vidal & Groth: Preußisch Blau

Vernissage: Do, 25.4. ab 19 Uhr

Öffnungszeiten:
Fr, 26.4. – So, 28.4, 17 – 21 Uhr
Mi, 1.5. – Sa, 4.5. 17 – 21 Uhr

Künstlerinnengespräch: So, 5.5.,16 – 18 Uhr

Wir beschäftigen uns mit dem Konstrukt der Nation und deren Bildsprache. Im Raum für drastische Maßnahmen versammeln wir unter dem Titel “Preußisch Blau” ganz neue Arbeiten, die älteren ergänzend zur Seite gestellt werden. Sie reflektieren ästhetische Elemente staatlicher Repräsentation, wie Fahnen, Symbole und Farben. Sie behandeln Gewalt und Arbeit. Über das Frankreich der 1848er Jahre schrieb Karl Marx denkwürdig aktuell: “In keiner Periode finden wir […] ein bunteres Gemisch von überfliegenden Phrasen und tatsächlicher Unsicherheit und Unbeholfenheit, von enthusiastischeren Neuerungsstreben und von gründlicherer Herrschaft der alten Routine, von mehr scheinbarer Harmonie der ganzen Gesellschaft und von tieferer Entfremdung ihrer Elemente.” (K. Marx, Der Achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, Berlin 1972, S. 22).

Wir, liebe Freund_Innen, würden uns geehrt fühlen, euch begrüßen zu dürfen!

Vidal & Groth

Cameron Tauschke & Marlet Heckhoff – Kaiser Wetter

Vernissage: 12.04.2019 – 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 12.04. bis 21.04.2019

Cameron Tauschke und Marlet Heckhoff trafen einander erstmals in Leipzig und stehen seither in regem künstlerischem Austausch. Formale und technische Kontraste lassen sich als wesentliche Bestandteile der Energien in den Arbeiten dieser zwei Künstler finden. Gleichgewicht und Widerspruch existieren hier nebeneinander. Das im kreativen Prozess von Heckhoff und Tauschke hauptsächlich genutzte Medium ist Malerei auf Leinwand und Papier.
Die Künstler glauben an die Macht der Farbe als Mittel um eine Stimmung in figurativen und abstrahierten Formen hervorzurufen. Die Arbeiten der Künstlerin und des Künstlers weisen eine grelle und zugleich schmutzige Pop-Palette auf. Bei Tauschke stehen Grautöne in Kontrast mit Nuancen von giftigem Grün oder intensivem Violett. Heckhoffs Palette ist gefüllt mit poppigen Farbkontrasten, die oft im harten Kontrast zu scharf abgegrenzten schwarz-weißen oder grauen Flächen stehen. Ihr gemeinsames Interesse an physikalischen und konzeptionellen Ideen von Raumstrukturen brachte sie für dieses Projekt zusammen.
Tauschke ist fasziniert von der Vernetzung der menschlichen Figur mit den Widersprüchen und Transformationen zeitgenössischer Stadtumgebungen. Ihn interessiert, wie sich unsere Psychologie auf unsere Lokalität bezieht. Durch die Verwendung verschiedener narrativer Strategien schafft Tauschke spekulative Räume als Ausdrucksmöglichkeiten für die Figuren sowie als Projektionsflächen für den Betrachter. Die Erforschung monochromatischer Farbtöne ist ein genutzter Effekt, um die Direktheit seiner Arbeiten zu stärken.
In Heckhoffs Bildern geht es um die urbanen, architektonischen Strukturen, die das Lebensumfeld der Künstlerin bestimmen. Sie dekonstruiert die Muster, Linien und Flächen, die sie in ihrer (post-)industriellen Umgebung, aber auch in Filmen und alten Computergrafiken findet und setzt sie auf der Leinwand zu neuen, abstrakten Bildwelten zusammen. Sie hat mit der Zeit ihr eigenes Formenvokabular aufgestellt, welches in unterschiedlichsten Zusammenstellungen eine eigene Sprache auf der Leinwand konstruiert.
Die Künstlerin und der Künstler werden in einer Ausstellung zusammenzuarbeiten, die ihr gemeinsames Interesse an Architektur im weitesten Sinne zum Thema macht. Im Fall Tauschke, die ständig wechselnde Architektur unseres Lebensumfeldes und die daraus resultierenden menschlichen Konsequenzen. Für Heckhoff die Strukturen der uns umgebenden realen und digitalen Räume. Gemeinsam wollen Tauschke und Heckhoff die Architektur der menschlichen Verfassung unserer Zeit beschreiben und kommentieren.

Falco Sternburg, 2018

Kennet Lekko – NO SUICIDE ZONE

16. March – 30. March 2019
Opening: Saturday 16th – 7pm

Artist Talk with Helene Bosecker: Saturday 23th – 7pm

Finissage: Saturday 30th – 7pm

Let’s slide together from innocent happiness to destabilizing existentialism:
The show NO SUICIDE ZONE by Estonian artist Kennet Lekko offers an intense ride through the emotions, changes and processes of our growing up.
By depicting nowadays popcultural styles in combination with fragmented wordings, flashy colors and fluffy textiles Lekko uses the impressions of our collective memory and combines them to a new associative content network.
Because of recognition the viewer can connect but at the same time stumbles about the unkown composition of chosen narratives.

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Lesung 6

6. Lesung im Raum für drastische Maßnahmen.

Sa., 9. März 2019 Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr

Mit:
Michael Brake
Florian Hesselbarth
Alexander Sieg
Thomas Korn
Fabian Frischmann & Stefan Schwinghammer



zum 3. – Kunstversteigerung

15. Dezember 2018 – 20 Uhr

Als abschließende Aktion 2018 veranstaltet der Raum für drastische Maßnahmen wieder eine
Kunstauktion. Hier könnt ihr Originale, Prints und Editionen von diversen Künstler*innen ersteigern, die u.A. in diesem Jahr bei uns ausgestellt haben.
Alle Erlöse fliessen direkt an die Künstler und in die Erhaltung des Raums.
Alle Positionen sind vorab digital zu besichtigen.

Teilnehmende Künstler*innen:

Renke Brandt, Regina Kelaita, Florian Hesselbarth, Nora Lina Merten, Sven Lindhorst-Emme, Anaïs Edely, Katharina Langer, Nora Frohmann, Finja Sander, Chrisse Kunst, Wolfgang Ranft, NCL, Karmen Kraft, Jens-Ole Remmers, Wilfrid Grössel, Patrick Brandt, Ludger Näkel, Barbara Proschak, Moritz Hüttner, Nora Ströbel / Kai Behrendt, Lisa Ballmann, Mona Broschar, Franka Franz, Bea Landsbek, Mario Weinberg …

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Die Erste muss ne Fette sein – Florian Hesselbarth

„Die Erste muss ne Fette sein“, Soloausstellung von Florian Hesselbarth.

Vernissage am 09.11.2018 ab 19 Uhr mit Eröffnungsreden von Robert Sieg und Florian Hesselbarth. Ab 22 Uhr DJ Hot Wlan.

Ausstellungszeitraum vom 10.11.2018 bis 17.11.2018.

Öffnungszeiten: Täglich 17 bis 21 Uhr

Midissage am 15.11.2018 ab 19:00 Uhr – Lesung mit Nico von Schwarze und Florian Hesselbarth. Buchpräsentation „Warum ist das Leben so lang? 2“

Finissage am 17.11.2018 ab 18:00 Uhr – Künstlergespräch mit Paule Hammer und Florian Hesselbarth

Eintrittspreis: 1€

Liebe Freunde,

hiermit lade ich euch herzlich zu meiner ersten Einzelaustellung
„Die Erste muss ne Fette sein“ ein.
Die Show findet am 9. Nov im „Raum für drastische Maßnahmen“ am Berliner Ostkreuz statt. Es wird interessante Zeichnungen und zwei knackige Videos zu sehen geben. Gegen 21 Uhr gibt es ne geil Eröffnungsrede und anschließend legt DJ (very) Hot Wlan auf.

Ich freue mich über euer kommen.
Es wird keine Zeitverschwendung.

Mit lieben Grüßen
Florian

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Public Positions präsentiert: SUPERMERCADO – Alles kann, nichts muss

23. & 24. November 2018
Vernissage am 23.11.2018 ab 19.30 Uhr
Marmor oder Pflasterstein, Kultur oder Konjunktur. Bei uns muss sich niemand entscheiden. Total Liquidation now!
Das Künstlerkollektiv Public Positions geht in die fünfte Runde und eröffnet gemeinsam mit Timm Hartmann und Fabian Krauss den SUPERMERCADOS im Raum für drastische Maßnahmen. Dort gibt es den Stoff aus dem eure Träume sind und Aktion!, Aktion!, Aktion!. RIOT NOW! PAY LATER!

Wir akzeptieren nur Cash.

Rares für Bares!
Halber Preis für’s ganze Volk!

Shoplifters welcome!

„… und deshalb sind wir der letzte Sargnagel und fahren den Zug der verlorenen Utopien endgültig gegen die Wand. Kapital oder Freiheit? Egal! Wen interessiert es? Wer hat heute noch die Zeit zu unterscheiden, was Inhalt und was Verpackung ist.
Wir erinnern an die Ruinen der alten, anarchistischen Welt…
Und wir akzeptieren den Sieg des Kapitalismus, der uns in seiner endlosen Homogenisierung von den Sorgen und Nöten der Vergangenheit befreit hat und durch den sich Werte und Kultur mit der uniformen Gleichgültigkeit der Masse vermischt haben …“

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