Sophie Innmann & Nadjana Mohr

ANT AGR BER 

Installation

Vernissage, 5. März 2021 ab 19 Uhr – Livestream auf Instagram / Ausstellung, 6. – 26. März 2021

Termine buchbar unter besuch@rpunkt.org

Am Montag den 22. März um 18.30 Uhr findet ein Künsler:innen Gespräch zum Thema „Dekonstruktion als konstruktiver Prozess“ via Zoom statt. Mit dabei: Sophie Innmann, Nadjana Mohr, Ana Baumgart und Forster Herchenbach.

https://us02web.zoom.us/j/84089174670

Ein Raum für drastische Maßnahmen. Drastisch drängt sich uns, verstärkt durch die momentane Situation, die Frage nach unserem Verhältnis zu Räumen auf. Ein Raum bietet Schutz, kann aber gleichzeitig einengen oder abschotten. Kurzum, der Raum wird zur Reibungsfläche, zur buchstäblichen Grenze, an die man kommt. Diese Grenzen werden momentan nicht nur körperlich, sondern auch psychisch erfahrbar: 

Das Fehlen jeglicher Körperlichkeit im digitalen Raum stellt unsere Psyche auf eine harte Probe. Zugunsten der Überstrapazierung der Denkzentrale, erfährt der restliche Teil unserer Körper durch fehlenden Kontakt zu anderen Menschen und generell eingeschränkter Bewegungsfreiheit eine radikale Entziehungskur. Die Sehnsucht nach realen Erlebnissen wächst, wir wollen wieder aktiv etwas erleben, nicht nur passive Beobachter*Innen vor einem Bildschirm sein. Unsere Handlungen sollen wieder ein sichtbares Ergebnis zeigen, das mehr ist, als das Klicken zur nächsten Netflix-Staffel. 

„Wir können nicht mehr länger stillhalten. Anfang März treten wir aus dem Zustand der abwartenden Passivität und machen endlich was. Wir fahren nach Berlin, um stellvertretend für alle die den R. nicht betreten können, aktiv zu werden. Wir bleiben unserem Konzept treu und entladen aufgestaute Energie in körperlicher Handlung. Stellt uns dazu gerne euer gereinigtes Altglas vor den Raum, wir übernehmen das. Verfolgt das Geschehen online oder vor Ort von außen.“

Fotos. Ana Baumgart

Sophie Innmann & Nadjana Mohr

ANT AGR BER

Installation

Opening, 5 March 2021 starts at 7 p.m. – livestream on instagram / Exhibition, 6 – 26 March 2021

Appointments available via besuch@rpunkt.org

On Tuesday March 22 th there will be an artist talk via Zoom about the Artwork. Participants: Sophie Innmann, Nadjana Mohr, Ana Baumgart und Forster Herchenbach.

https://us02web.zoom.us/j/84089174670

A room for drastic measures, emphasized by the current situation, we are drastically forced to question our relationship to rooms. A room provides shelter, but it can also strangulate or isolate. In essence, rooms turn into a source of friction, we are literally up against a wall. Presently, these boundaries are not only felt physically, but also psychologically: 

The absence of bodily sensations in the digital space is seriously testing our psyche. Extensively straining the brain, the rest of our body experiences a radical withdrawal, from missing contact with others and an overall restricted mobility. The yearning for real experiences swells, we want to actively experience something, not just be passive observers behind a screen. We want our actions to have real outcomes, ones that are more than just clicks to the next season on Netflix. 

www.sophieinnmann.com

 www.nadjanamohr.de

Home – Topia

Home —Topia
Installation

Petra Debnárová, Julia Gryboś + Barbora Zentková, Katarína Hrušková, Zorka Lednárová
kuratiert von Barbora Demovičová

Vernissage, 5. Februar 2021; Ausstellung, 6. – 27. Februar 2021

Auf Grund der Corona Beschränkungen wird die Ausstellung vom 6.- 27. Februar virtuell auf www.home-topia.eu und von Dienstag bis Samstag von 16 – 21 Uhr durch die Fenster des Raums zu besichtigen sein.

Zur Teilnahme an der Online – Vernissage am 5. Februar ab 19 Uhr, ebenfalls auf www.home-topia.eu wird eingeladen.

Home—Topia basiert auf der Annahme, dass verschiedene Formen von Mobilität, Migration und des Lebens in Bewegung zu grundlegenden Merkmalen der heutigen Welt geworden sind. Der ständige Wechsel von Ort A nach Ort B ist heute ein integraler Bestandteil unseres Lebens; Emigration, erzwungen oder freiwillig, über nationale Grenzen oder von Dorf zu Metropole, ist die zentrale Erfahrung unserer Zeit. Die Position eines:r Fremden, von Immigrant:innen, Geflüchteten oder Rückkehrer:innen ist nicht mehr einzigartig. Zwar sind diese Formen von Migration in vielerlei Hinsicht nicht miteinander zu vergleichen und die Missverhältnisse zwischen bestimmten Privilegien auf der einen, und Gründen für das Verlassen eines Herkunftsterritoriums auf der anderen Seite, mitunter drastisch. Gleichzeitig kann dieser Zustand, wenn wir uns in der Lage befinden „bereits vom Alten weggerissen und noch nicht im Neuen angekommen“ zu sein, als eine gemeinsame Erfahrung betrachtet werden.

Diese Erfahrung bringt unter anderem Veränderungen im Verständnis des Heimatbegriffs und in der individuellen Wahrnehmung des Selbst und Anderer mit sich. 

Ziel des Ausstellungsprojekts ist es, einen Dialog über die Wahrnehmung der eigenen kulturellen Identität und die Bindung an das Herkunftsterritorium zwischen fünf in Berlin lebenden und arbeitenden Künstler:innen aus Mittel- und Osteuropa anzuregen. Home—Topia versucht, unterschiedliche Perspektiven auf das Leben zwischen zwei Ländern und unterschiedliche Bedeutungen des Heimatbegriffs zu reflektieren. Dabei entstehen im Anschluss an den Dialog zwischen den Künstler:innen neue Kunstwerke. In der Ausstellung, die im Februar 2021 in der Galerie Raum für Drastische Maßnahmen stattfinden wird, bringen die teilnehmenden Künstler:innen unter Verwendung unterschiedlicher Medien und Techniken ihre Wahrnehmung von Zugehörigkeit zum Ausdruck.

Home—Topia besteht aus zwei sich ergänzenden, parallelen Teilen. Der eine Teil, im digitalen Raum, ist die Online-Plattform home-topia.eu, die den Forschungsverlauf, Künstler:innengespräche, Essays und ein Literaturverzeichnis öffentlich zugänglich macht. Der zweite Teil von Home—Topia findet in physischen Räumen statt. Die kommende Gruppenausstellung im Raum für Drastische Maßnahmen wird sowohl online als auch im Ausstellungsformat erfahrbar sein. Für die Dauer der Ausstellung wird die Online-Plattform home-topia.eu nicht nur die Forschungsinhalte bereitstellen, sondern auch als Raum für erweiterte Erfahrbarkeit der physischen Kunstwerke genutzt werden.


www.home-topia.eu

https://www.katarinahruskova.com

https://www.zentkova-grybos.com

https://www.lednarova.com

Home – Topia wird unterstützt vom Slowakischen Institut Berlin, Polnischen Institut Berlin und vom Tschechischen Zentrum Berlin

Fotos: Regina Kelaita

Interview/Kamera: Ana Baumgart
Kamera/Schnitt: Regina Kelaita


Home —Topia
Installation

Petra Debnárová, Julia Gryboś + Barbora Zentková, Katarína Hrušková, Zorka Lednárová
curated by Barbora Demovičová

Opening, 5 February 2021;  Exhibition, 6 – 27 February 2021

Due to the the corona restrictions the exhibition will be a window installation and a virtual space on www.home-topia.eu The exhibition will be online until 27. of February.
The physicall installation at Raum für drastische Maßnahmen will be visible from the street from tuesday to Saturday between 4 and 7 pm.

The online opening will also take place at www.home-topia.eu on 5th of February at 7pm.

Home—Topia is based on the assumption that various forms of mobility, migration and life on the move have become one of the basic characteristics of today’s world. Moving from place A to place B has become a regular part of our lives. Emigration, forced or voluntary, across national borders or from village to metropolis, is the quintessential experience of our time. The position of a stranger, immigrant, refugee or returnee has thus ceased to be unique. In many ways, these forms of migration are incomparable, and we cannot ignore the disproportion between certain privileges and reasons for leaving our first territory. However, finding ourselves in the position of  “already torn away from the old and not yet arrived at the new” can be considered a common experience for the affected.


This experience brings with it, among other things, changes in understanding the notion of home, as in the individual perception of oneself and others.


The aim of the exhibiting project is to stimulate a dialogue between the five artists from Central and Eastern Europe currently living and working in Berlin, concerning the perception of one’s own cultural identity and ties to one’s first territory. Home—Topia seeks to confront different perspectives and reflect on life between two countries and different meanings of the notion of home. Subsequently, new works of art will be created between the artists, using different media and techniques, to express their perception of a sense of belonging. The exhibition will take place in the gallery Raum für Drastische Maßnahmen in Berlin in February 2021.


Home–Topia consists of two parallel parts, complementing each other. One part, in the digital space, is an online platform home-topia.eu which makes the research trajectory, artists conversations, essays and bibliography publicly accessible. The second will manifest itself on location.The upcoming group exhibition in the gallery Raum für Drastische Maßnahmen in Berlin-Friedrichshain will take place both online and in the physical space. For the duration of the exhibition, the online platfom will not only communicate the research content, but will also be used as a space to host extended side notes of the physical artworks. The online platform will guide the viewers into the deeper layers of the exposition and showcase parts of the works in it’s digital simulations.

Home–Topia was supported by Slovak institute Berlin, Polish institute Berlin and Czech Center Berlin

KUNSTGEBUNG – Digitale Kunstauktion

12. Dezember 2020 – Ab 20.15 Uhr

Zum Abschluss dieses unvergesslichen Jahres veranstaltet der Raum für drastische Maßnahmen wieder eine Kunstversteigerung.

Aus gegebenem Anlass findet diese Auktion digital statt. Geboten werden exklusive und originale Gemälde, Fotografien, Drucke und Ähnliches von ausgewählten Kunstschaffenden.

Die Versteigerung wird über einen Zoom-Call statt finden. Zum Teilnehmen und oder Zuschauen folgt einfach dem Link auf unser Website und Socialmedia Kanälen. Die Gebote werden über den Zoom-Chat abgegeben.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

Renke Brandt, Barbara Proschak, Forster Herchenbach, Pauli Beutel, Karmen Kraft, Regina Kelaita, Sven Lindhorst-Emme, Fructuoso & Wipf, Anais Edely, Wilfrid Grössel, Ivana de Vivanco, Chrisse Kunst, Nils Kasiske, Lisa Ballmann, Oscar Veyrunes, Dan P3ng, Hannes Hoelzl, Jean-Baptiste Monnin, Nora Frohmann und Nikolas Claussen

Zoom-Link

Positionsliste zum Download

Anleitung

Die Positionsliste entspricht der Reihenfolge.

KUNSTGEBUNG – Digital Art Auction

12th December 2020 – starts 8.15 pm

To end this unforgettable year, the Raum für drastische Maßnahmen will host an Art Auction once again.

Due to the current circumstances, the auction will be held online. On offer you will find exclusive and original paintings, photographs, prints and the like from selected Artists.

To join in or watch, just follow the link on our website and social media channels. You can watch the auction as a live stream and communicate by Zoom call. Bids can be placed in the Zoom chat.

The list of the positions is the sequence.

VIDEOS EX MACHINA

VIDEOS EX MACHINA
Street Video Screening 5. – 11. Dezember 2020
täglich von 18 – 22 Uhr

Vom 5. – 11. Dezember projiziert der Raum für drastische Maßnahmen ein Street Video Programm in das Fenster der Galerie. Zu sehen sind Arbeiten von 15 Videokünstlerinnen und Videokünstlern.

Renke Brandt & Christine Gensheimer – The Apocalyptic Fantasy and the Feather Duster, 2019, 4’44“
Christine Gensheimer und Renke Brandt bespielen zusammen den YouTube-Kanal „Canal Grande“. Im Raum für drastische Maßnahmen zeigen sie Animationsfilme in denen die Welt doch eher dekonstruktiv weiter gedacht wird. Der Zusammenschnitt mündet in Gensheimers mittlerweile prophetischen Kurzfilm „Chico Crew – Apocalyptic Fantasy“ (2019) in dem eine unbekannte Bedrohung in den Alltag dringt. 

Robert Brandes – Face Lick 02, 2020, 0’48’‘
Das Video besteht aus einem vor schwarzen Hintergrund freigestellten und leicht veränderten Kopf. Dieser leckt sich andauernd mit der Zunge über die Lippen bzw. macht anderweitige Zungenverenkungen,währendessen der Kopf selbst und andere Gesichtsteile starr verbleiben.

Manja Ebert – Abseits, 2010, 0’54“ Manja Eberts Arbeit versprüht eine gewisse Ironie und gleichzeitig auch Tiefgang. Uniformierte Polizisten haben ihre Autorität zu wahren und während ihres Dienstes ihren Pflichten als Gesetzeshüter nachzugehen. Diese strenge Ansicht wird in diesem Video aufgebrochen. Abseits der Frage, ob Polizisten die Erlaubnis haben während des Dienstes einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen, wird es viel wichtiger, dass “die Damen und Herren Staatsdiener aus Ihrer Rolle fallen und in der Situation mehr Mensch als respektvoller Amtsträger sind”. (Manja Ebert). Text: Julia Sterr

Anaïs Edely & Johannes Mundinger – extra Picnic Yeobaek Seowon_4, 2020, 2’06’‘; extra Picnic Yeobaek Seowon_5, 2020, 2’49’‘
The Ginseng Picnic is part of the LAB insitu carried out in South Korea; a performative research that singularly revisits the adjoining human and geographic territory and its daily lives. Oscillating between reality and fantasy, these in situ interventions engage the conversation of volumes found on site and their reinterpretation. They explore our collective mental images and our imaginations. The compositions are filmed in order to document these ephemeral experimental narratives.

Nora Heinisch – Why can’t I hold all these Projections? 2020, 4’55“ WHY CAN’T I HOLD ALL THESE PROJECTIONS? is an ongoing series of performative and visual experiences. Nora Heinisch is asking women in front of her video camera to become the pictures of other women which are literally projected on their bodies. WCIHATP? is representing metaphorically the dance with projections women are experiencing in their everyday lives – some are chosen, rhythmic and harmonic, some others more involuntary, overwhelming and paralyzing.

Regina Kelaita – repeat_one, 1’40’‘
Ein Mann sucht seinen Hund. Und ruft damit Erinnerungen an Tiefpunkte herbei. Zum Jahresende…

Mouselephant – we need enemies, 2017, 1’40’‘

Barbara Proschak – 4 Kugeln, Strom und ich, April 2020, 4’09’’
striche ziehen, einstecken, play, kontaktlos, lockern, stop,  auseinanderziehen, striche ziehen….

Vianca Reinig & Philipp Schmidt – Lewis And Harris , 4’44’‘
Die einzigartige Landschaft der Äußeren Hebriden vor Schottland, ihre zerklüftete Ursprünglichkeit und raue Farbigkeit stehen in starkem Gegensatz zur lokalen Architektur. Mit unterschiedlichsten Perspektiven, plötzlichen Schnitten zwischen Panoramaaufnahmen und kleinen Details, das Drehen der Bilder gegen den Horizont und die Anordnung der Fotos in chronologischer Reihenfolge, soll der Betrachter auf die Reise über die Inseln Lewis und Harris mitgenommen werden.Der Kurzfilm zu unserem gleichnamigen Fotobuch „Lewis and Harris“ versucht die filmische Buchgestaltung aufzugreifen. Wie auch im Buch laufen die Bilder über die Grenzen des Bildschirms hinaus und kennen keine Grenzen. Es gibt kein Anfang und kein Ende, alles befindet sich im Fluss. 

Lars Roeper – Extended Night, 2020, 3’43“ In times of climate change and heatwaves the night will become the most valuable time of the day.
See how the US extends its night.

Finja Sander – Performance 13; 2019, 2’46“
Material:  Körper, Drainagerohre ; Dauer: unbestimmt ; Ort: Calci, Toskana Italien

Adam Wakeling – für Aneta Panek, Hungry Ghost, 3’23“
Ein Kurzfilm, der das Wesen von Leben, Tod und Wiedergeburt anhand gesammelter Familienerinnerungen an das polnische Erbe des Künstlers erforscht.

Paul Wick – Nico singt Euch einen Ohrwurm rein, 2020, 2’29“
I’ll be your mirrorReflect what you are in case you don’t knowI’ll be the wind, the rain and the sunsetThe light on your door to show that you are home(The Velvet Underground, 1967)

VIDEOS EX MACHINA
Street Video Screening December 5. – 11.2020
Daily from 6 – 10 pm

Between 5. – 11. December the Raum für drastische Maßnahmen will project a programm of shortfilms by 15 videoartists into the window of the gallery.

© Nora Heinisch
Fotos: Ana Baumgart & Nora Heinisch

ANT AGR BER

AUSSTELLUNG VERSCHOBEN AUF DEN 5. bis 27. MÄRZ 2021

Stattdessen zeigt der Raum eine 2-Kanal Videoinstallation von Sophie Innmann und Nadjana Mohr, die in die Schaufenster des Raums projeziert wird.

Mohrs Arbeit wandelt sich, im geschütztem Körper auf einer kurzen Reise durch Zeit und einen Raum zum Bild. Innmanns Werk verhandelt die Möglichkeiten und Inspiration aus der Perspektive des Nichtstuns und des vermeintlichen Stillstands.
Kombiniert bieten die Videoarbeiten projezierte Lichtblicke in den lästigen Zeiten des Lockdowns und dienen als Überbrückung des Selbigen.

EXHIBITION CANCELLED & MOVED TO 5 – 27 MARCH 2021

Instead, we will show a 2-way video installation by Sophie and Nadjana, projected onto our front window.

Mohrs work wanders inside a protected body, on a short trip through time and space, becoming a moving image. The work of Innmann negotiates the possibilities and inspiration from the laid back perspective of doing nothing in a time of standstill. Combined, their works offer a gleam of hope in these pandemic times and bridge the gap created by the lockdown.


Overtrump

Bookrelease, 3. November 2020

Tobias Henke liest aus dem kürzlich erschienen Buch „Overtrump“, als Zusatzprogramm wird eine Videoarbeit von Regina Kelaita zu sehen sein.

Leider kann die Präsenzveranstaltung nicht stattfinden, dafür zeigen wir am Dienstag den 03. November ab 19 Uhr eine Videoarbeit von Regina Kelaita in Verbindung mit der Lesung von Tobias Henke als Videosstream auf unserer Website.

Der 3. November ist ein entscheidender Tag für die Amerikaner und für die ganze Welt.

Bleibt ein Mann an der Macht, der umstrittener nicht sein könnte? Trump: Ein Agitator in jeglicher Hinsicht, ein Narzisst, ein Geschäftsmann, ein Politiker, ein Präsident? Tobias Henke liest am Tag der US-Präsidentschaftswahl aus dem neu erschienenen Buch „Overtrump“ (deutsch übertrumpfen). Das von Sven Lindhorst – Emme gestaltete Buch ist eine Zitatesammlung an Gesagtem eines Mannes, der gerne noch mächtiger wäre als sein umgangssprachlicher Titel „Mächtigster Mann der Welt“ sowieso schon prognostiziert.

Am Ende des Abends gibt es entweder Grund zum Feiern, oder Material für ein kommendes Buch über eine Person, dessen gesellschaftliche Akzeptanz in seinem Handeln und Tun nur schwer bis gar nicht nachvollziehbar ist

Bookrelease, 3 November 2020, livestream starts at 7 p.m.

Tobias Henke is reading from the recently published book „Overtrump“. Regina Kelaita will show a videoinstallation.

Unfortunately, the event has been cancelled. Instead we will be showing a video work by Regina Kelaita combined with a reading by Tobias Henke as a videostream on our website.

November 3rd is a decisive day for the Americans and for the whole world. Will a man remain in power who could not be more controversial? Trump: An agitator in every sense, a narcissist, a businessman, a politician, a president? On the day of the U.S. presidential election, Tobias Henke will read from Sven Lindhorst-Emmes newly published book “Overtrump”. The book he designed is a collection of quotations from a man who would like to be even more powerful than the colloquial title “Most Powerful Man in the World ” already predicts.

At the end of the evening, there will be either reason to celebrate, or material for an upcoming book about a person whose social acceptance in his actions and doings is difficult if not impossible to understand.

Ivana de Vivanco – Break a leg!

Vernissage, 02. Oktober, ab 19 Uhr

Finissage, 24. Oktober 19 –  22 Uhr

Ausstellung, 03. Oktober – 24. Oktober 2020

Die Ausstellung „Break a leg!“ verwandelt den Raum für drastische Maßnahmen in ein experimentelles Theater. Die großformatigen Bilder erheben sich vor dem Betrachter wie Bühnen, auf denen man die Künstlichkeit räumlicher Konstruktionen sowie des menschlichen Verhaltens reflektiert. Wir alle inszenieren uns heutzutage blitzschnell in unterschiedlichen Rollen und haben gewissermaßen eine Sammlung von persönlichen Masken. Die Werke von Ivana de Vivanco setzen sich zwischen Malerei und Theater mit dieser bühnenhaften Kondition unserer aktuellen Gesellschaft auseinander.

www.ivanadevivanco.com

Opening, 2 October, starts at 7 p.m.

Last Chance, 24. October 7 – 10 p.m.

Exhibition, 03 October – 24 October 2020

In the exhibition “Break a leg!” the Raum für drastische Maßnahmen will be transformed into an experimental theater. Large paintings pop up in front of the viewer like stages on which the artificiality of spacial constructions and human behaviour are deliberated. Nowadays, all of us have an assortment of personal masks with which we are quick to stage ourselves into various roles. The works of Ivana de Vivanco oscillate between theater and painting to examine this staged condition of our current society.

www.ivanadevivanco.com

Fotos: Sedlar & Wolff


Der Verfall in Quarantäne

48 Stunden Performance, 28. und 29. August 2020, online

Ausstellung: 30. August – 1. September 2020, täglich 17 – 21 Uhr im Raum

Unter dem Titel „Der Verfall in Quarantäne“ werden Stephan Jäschke und Stefan Schwarzer gemeinsame Arbeiten kreieren und präsentieren. In Quarantäne werden die beiden Künstler im Raum leben und über einen Zeitraum von 48 Stunden künstlerische Interaktionen, Interventionen und Manipulationen auf Social-Media-Plattformen vornehmen.

Ausgehend von aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen durch das Coronavirus begeben sich die beiden Küntler im „Raum für drastische Maßnahmen“ auf die Suche nach dem Zustand der Gesellschaft und der Welt. Über den Performancezeitraum entwickelt sich die Ausstellung so zu einem hybriden Abbild der gesammelten Erfahrungen, Wünsche, Träume und Utopien.

Nach Beendigung der 48-Stunden Performance kann der Ausstellungsraum unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verhaltensregeln vom Publikum besichtigt werden.

https://www.instagram.com/der.verfall.online/

Performance, 28 and 29 August 2020, 48 hours exhibition,

30 August — 1 September 2020, daily 5 — 9 p.m.

Stephan Jäschke and Stefan Schwarzer will create and present collaborative works with the theme “Der Verfall in Quarantäne” ( “The Decay in Quarantine”) During a 48 hour period they will put themselves in quarantine at Raum für drastische Maßnahmen to carry out artistic interactions, interventions and manipulations via social media.

In the light of recent changes in society facing the coronavirus, the two artists set out to search for the status of our world and our society. Throughout their performance the exhibition will transform into an hybrid image of collected memories, wishes, dreams and utopian thought.

After the performance the gallery space will be open to the public for three days following the current Corona codes of conduct

Fotos: Sedlar & Wolff

Pauli Beutel – Stille Stadt

Vernissage, 10. Juli 2020 ab 19 Uhr

Ausstellung, 11. – 31. Juli 2020

Raum für drastische Maßnahmen goes west! Lesung, 19. Juli 2020 um 15 Uhr

Die Ausstellung „Stille Stadt“ widmet sich mit dem architektonischen Erbe der Berliner Wohnbauten der 60er und 70er Jahre.

Pauli Beutels Fotografien richten ihren Blick auf einzelne Gebäude, auf die architektonische Gestaltung und damit, wenn auch nur zu erahnen, auf den Inhalt und Zweck der Gebäude, das Wohnen. Der Fokus der Arbeit liegt auf der gebauten Umwelt der Stadtbewohner, sie selbst sind nur als Schatten und Spuren in den Bildern zu erahnen. Die Lebendigkeit des Stadtraums manifestiert sich als Bewegung in den Bildern und steht im Kontrast zur stillen, statischen Architektur. Das subjektive Empfinden von Architektur als Körper und dessen künstlerischer Umgang stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Fotografie und Wahrnehmung sowie die Veränderung von Wirklichkeit stehen der realen Frage nach unserem Lebensraum gegenüber.

Die Ausstellung fordert uns auf, uns auf die abgebildeten Orte einzulassen und über Ästhetik, Dominanz und Proportion, Lebendigkeit der Stadt und Beständigkeit der Architektur zu verhandeln.

Pauli Beutel lebt und arbeitet in Berlin und Münster.



opening, 10 July 2020, starts at 7 p.m.

exhibition, 11 – 31 July 2020

The exhibition “Stille Stadt” is dedicated to the architectural legacy of Berlin’s residential buildings of the 1960s and 1970s.

Pauli Beutel’s photographs focus on individual buildings, on the architectural design and thus, if only for a glimpse, on the content and purpose of the building, on living. The focus of the work is on the built environment of the citizens, they themselves can only be imagined as shadows and traces in the pictures. The liveliness of the urban space manifests itself as movement in the images and contrasts with the quiet, static architecture. The subjective perception of architecture as a body and its artistic handling are the focus of her work. Photography and perception as well as the change of reality contrasts with the real question about our living space.

The exhibition challenges us to get involved in the depicted places and to negotiate about aesthetics, dominance and proportion, vitality of the city and resistance of the architecture.

Pauli Beutel lives and works in Berlin and Münster.


www.paulibeutel.com

Fotos: Sedlar & Wolf

Raum für drastische Maßnahmen goes west! Lesung, 19. Juli 2020 um 15 Uhr(Treffpunkt ist in Schöneberg unter der Brücke, danach gehen wir gemeinsam in das Gebäude)

Pallasstrasse 3 – 29/ Treffpunkt unter der Brücke; 10781 Berlin
Anmeldung bitte bis zum 18. Juli 2020 an veranstaltungen@rpunkt.org

Begleitend zu der Ausstellung „Stille Stadt“ der Fotografin Pauli Beutel, lädt der Raum für drastische Maßnahmen zu einem Ausflug in den Berliner Westen ein. In Zusammenarbeit mit dem Stadtforscher Sebastian Bührig findet eine Lesung in einem von Pauli Beutel fotografierten Gebäuden statt.

Sebastian Bührig staunt über Städte. Das Neben-, Über-, Unter-, Gegen-, Mit- und Durcheinander der vielen verschiedenen Menschen in den Städten ist das zentrale Motiv seiner Arbeit. Beobachtend, beschreibend und bestaunend widmet er sich in Forschung und Lehre der Frage, wie die Stadtbewohner einander in Frieden fremd sein können, ohne es aber zu müssen. Dieses Staunen zu teilen und mitzuteilen ist das Ziel seines Strebens. 

www.buehrig.info

Fotos: Wolfgang Ranft

Der Raum für drastische Maßnahmen wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Barbora Bemovičová – Home Topia Part 1

11.06.2020 – 21.06.2020

Opening Hours: Thursday 5 – 8pm, Saturday 2 – 5pm and during the exhibition through the gallery window

Home–Topia is an ongoing contemporary art research and exhibiting project, putting focus on the current forms of migration, rooting, unrooting and life in between cultures. Home–Topia is examining the notion of home, sense of belonging and its connection to the physical space.

Home–Topia is based on the assumption that various forms of mobility, migration and life on the move have become one of the basic characteristics of today’s world. Moving from place A to place B has become a regular part of our lives. Emigration, forced or chosen, across the national borders or from the countryside to the metropolis, has become an essential experience of our time. Among other things, this experience brings change in the perception of home and transformations of the own identity.

Since the realisation of the exhibition which was initially planned,
became difficult in the current situation, Barbora Demovičová invests the time at the moment to develop an online research platform.

This online platform includes the research trajectory, interviews, essays, bibliography and an archive of the project.

Part of the research and the development happens “live” in the R. – Raum für drastische Massnahmen and be acessible not only online but also in the physical space.

Der Raum für drastische Maßnahmen wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.