Homesick for another world

Homesick for another world

Gruppenausstellung kuratiert von Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi 

Vernissage: 20. Februar 2026 ab 19 Uhr

Ausstellung: 21. Februar bis 7. März 2026

Finissage: 7. März 2026 tba

Mit: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara

Für die Ausstellung „Homesick for another world“ lädt das Kurator*innenkollektiv Jardín Künstler*innen und Publikum dazu ein, über Gefühle des Wohnens, der Sehnsucht und ihrer Ursprünge nachzudenken und zu hinterfragen. Was es bedeutet, seine Heimat zu vermissen, und ob ein einzelner Ort wirklich das Verlangen nach Zugehörigkeit, Stabilität und Verwurzelung erfüllen kann. Die Ausstellung untersucht, wie Nostalgie und Bedauern Erinnerungen umgestalten und eine möglicherweise nicht mehr existierende Vergangenheit romantisieren können, und erkundet gleichzeitig Formen des Vermissens, die über den Ort hinausgehen und sich auf die Gemeinschaft, die Familie oder imaginäre Heimatländer erstrecken. Ausgehend von persönlichen Migrationserfahrungen bieten die teilnehmenden Künstler*innen unterschiedliche Perspektiven auf Verlust, Wiederverbindung und Heilung und fragen, wie wir Heimat und Gemeinschaft neu denken, uns mit den Lasten, die wir tragen, auseinandersetzen und Wege finden können, anderswo Wurzeln zu schlagen.

Das Kollektiv Jardín versteht sich als ideelles Treibhaus, in dem Pflege, Erhaltung und Beobachtung im Zentrum kollektiver künstlerischer Praxis stehen. Gegründet im April 2024, widmet sich Jardín dem Schaffen und Erhalten soziokultureller Organismen.

In Berlin, einer Stadt gelebter Plurikulturalität, entstand die Plattform aus dem Wunsch dreier Künstler*innen unterschiedlicher Hintergründe, einen Dialog zwischen lateinamerikanischen, osteuropäischen und der Berliner Kunstszene zu fördern. Jardín bietet Raum für gemeinsames Lernen, Austausch und Experimentieren und legt dabei besonderen Wert auf Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie auf das Knüpfen von Verbindungen zwischen sonst getrennten Szenen.

Ankica Jovanović (*1993 in Split, Kroatien) studierte Malerei an der Academy of Fine Arts in Split, Kroatien. In ihrer Praxis spezialisiert sich Ankica auf Malerei und Zeichnung, sie ist Mitglied des 101 Project Space, einem von Künstler*innen geführten Ausstellungsraum in Berlin. Sie beschäftigt sich mit emotionalen Erinnerungen, Landschaften sowie menschlichen Interaktionen und Beziehungen. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Kunstraum Kreuzberg in Berlin, im estamos bien space in Amsterdam, beim Futur3 Festival in Kiel und in der Kosminen Gallery in Helsinki.

Juan Blanco (*1988 Bogotá, Kolumbien) Juan Blanco studierte Bildende Kunst an der Universidad de los Andes (2011) und absolvierte einen Master of Fine Arts in Malerei an der Muthesius Kunsthochschule unter der Leitung von Professor Antje Majewski. Seine künstlerischen Aktivitäten konzentrieren sich auf Malerei, Installation und Druckgrafik, wobei er sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Bildung auseinandersetzt. Seine aktuellen Arbeiten reflektieren die Art und Weise, wie wir Naturphänomene wahrnehmen. In seinen Arbeiten untersucht er die Spannung zwischen dem menschlichen Auge und unserer Wahrnehmung von Natur, Landschaft, ökologischen und politischen Themen und wirft Fragen zu menschlichen Neigungen, Impulsivität und Verletzlichkeit auf. Er arbeit in Berlin, Kiel und Bogotá.

David Bianchi (*1998 in Guatemala-Stadt, Guatemala) ist ein bildender Künstler, der seit 2017 in Deutschland lebt, studiert und arbeitet. Er schloss sein Bachelorstudium in Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in die Kiel ab, bevor er 2022 nach Berlin zog, wo er derzeit an der Universität der Künste studiert. Seine Arbeit, bei der die Zeichnung das primäre Medium ist, konzentriert sich auf Themen der Identität und kulturellen Zugehörigkeit sowie auf die Poetik der physischen und emotionalen Distanz zwischen Hemisphären und Kontinenten. Seine Bilder sind voller persönlicher spiritueller Symbolik, durch die er versucht, sich mit den verblassenden Erinnerungen eines sich verändernden Landes wieder zu verbinden.

Ernstina Eitner (*1992, Rendsburg, Deutschland) ist eine interdisziplinär arbeitende bildende Künstlerin, die sich in ihrer Praxis kritisch mit gesellschaftlichen und kulturellen Phänomenen auseinandersetzt. Als Tochter schwarzmeerdeutscher Eltern aus Kasachstan spielen ihre Herkunft und (kollektive) Erinnerungen eine zentrale Rolle in ihrer oft recherchebasierten Arbeit, die sich verschiedener Techniken und Materialien bedient und vor allem Objekte, Installationen und Zeichnungen umfasst.

Joanna Skupinska oder Asia Skupinska (*1994 in Warschau, Polen) ist ein*e bildende Künstler*in, die mit Installation, Video und interaktiven Medien arbeitet. They lässt sich von digitalen Interaktionen und materiellen Komponenten der digitalen Welt inspirieren. They’re Fokusrichtungen sind die emotionalen Reaktionen und/oder die Wege, die flüchtigen Elemente des Alltagslebens zwischen der materiellen und digitalen Welt einzufangen.

Anna Raczyńska (*born 1990, Bielsko-Biała Poland, Lebt und arbeitet in Leipzig) ist bildende Künstlerin, Forscherin und Dozentin. Sie wurde in Bielsko-Biala, Polen, geboren und lebt und arbeitet derzeit in Leipzig, Deutschland. Ihr umfangreiches Werk umfasst eine Vielzahl künstlerischer Formen, darunter Objekte, Digitaldrucke, 3D-Animationen, Skulpturen und immersive Installationen. Raczyńska verfügt über die bemerkenswerte Fähigkeit, Alltagsgegenstände durch die Umgestaltung ihrer Form, Materialität und Größe in tiefgründige Ausdrucksformen zu verwandeln. In ihrem kreativen Prozess schafft sie einen meisterhaften Ausgleich zwischen ironischen Gesten und tiefgründigen Materialuntersuchungen und webt eine Erzählung, die den Betrachter immer wieder in ihren Bann zieht und herausfordert.

Carlos Vergara (*1989 in Barranquilla, Kolumbien, lebt und arbeitet in Wien, Österreich) Arbeit befindet sich in einem Zwischenraum. Seine Generation wurde in die Übergangsphase zwischen der analogen und der digitalen Welt hineingeboren und konfrontiert mit einer besonderen Vorstellung davon, was Realität ist. Diese Ausgangsposition ermöglicht es ihm, sich an der Peripherie verschiedener Szenarien zu positionieren, wo er eine Sprache entwickelt, die sich mit dem Selbst und dem Fremden, dem Hier und dem Dort, der Vergangenheit und der Zukunft auseinandersetzt. Dabei hinterfragt er Konzepte, die sich auf Identität und Erinnerung beziehen.

Homesick for another world

Group exhibition curated by Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi

Opening: February 20th 2026, starting 7 p.m.

Exhibition: February 21th to March 7th 2026

Closing event: March 7th 2026 tba

With: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara

For the exhibition „Homesick for another world“, the curatorial collective Jardín invites artists and audiences to reflect on feelings of dwelling, longing, and their origins, questioning what it means to miss one’s home and whether a single place can truly fulfill desires for belonging, stability, and rootedness. The exhibition considers how nostalgia and regret can reshape memories, romanticise pasts that may no longer exist, while exploring forms of missing that extend beyond place to community, family, or imagined homes. Drawing from personal experiences of migration, the participating artists offer diverse perspectives on loss, reconnection, and healing, asking how we might reimagine home and community, confront the burdens we carry, and find ways to set roots elsewhere.

The Jardín collective sees itself as an ideal greenhouse in which care, preservation, and observation are at the heart of their artistic practice. Founded in April 2024, Jardín is dedicated to creating and preserving sociocultural organisms.

In Berlin, a city of lived pluriculturalism, the platform arose from the desire of three artists from different backgrounds to promote dialogue between the Latin American, Eastern European, and Berlin art scenes. Jardín offers space for joint learning, exchange, and experimentation, placing particular emphasis on diversity in artistic expression and on forging connections between otherwise separate scenes.

Newyearsletter

Raum 2026 – Danksagung, News und Futur

Höchst verehrte UnterstützerInnen, geschätzte Mitglieder und liebe Freunde des Raum für drastische Maßnahmen e.V.

Vorweg möchten wir uns allerherzlichst für all die Liebe und euren vielfältigen Support in den vergangenen vierzehneinhalb Jahren bedanken. Ohne euch wäre dieser Projektraum nicht denkbar und zudem sinnlos!

Trotz der ausgelaufenen, sechsjährigen Projektraumbasisförderung durch den Berliner Senat haben wir uns einvernehmlich entschlossen den Raum für mindestens 1,5 Jahre weiter zu betreiben und zu erhalten. So manche Posten, bspw. Videointerviews, Plakate und Honorare, müssen wir zukünftig leider auf ein Mindestmaß reduzieren. Dem gegenüber stehen unser Glaube an die Wichtigkeit der Sache und dieses weiterhin fantastisch-fruchtig wuchernde Netzwerk menschlicher Interaktionen.

Auch in 2026 ist und bleibt der Raum für drastische Maßnahmen eine unkommerzielle und interkulturelle Begegnungsstätte für frische Kunst in all ihren Formen.

Damit dass so bleibt bräuchten wir wieder vermehrt Eure Rückendeckung!
Bieten könnt ihr diese über eine (erneuerte) Mitgliedschaft und Spenden, auch vor Ort. Fortlaufende Mitgliedschaften bitten wir mal zu überprüfen, da die Daueraufträge oftmals am Ende eines Jahres automatisch auslaufen.

Für neue Mitgliedschaften und Bankkontakt bitte hier entlang:
www.rpunkt.org/mitgliedschaft/

Herzlichsten Dank an Euch!

Ansonsten kommt gerne einfach mal wieder auf ein Wort und Trunk vorbei. Jede Form der Unterstützung ist uns höchst willkommen und wir lobpreisen wie immer jeder Erscheinung.

Im neuen Jahr wird das Programm des Raums aus eher experimentellen und kollaborativen Aktionen und Ausstellungen bestehen. Auch möchten wir wieder mehr Performances die Haltung zeigen, Raum bieten.

Unser Progamm startet im Februar mit einer Lesung am Freitag den 13. unter dem Motto „Szene klappern“. Die umfangreiche Liste der Teilnehmenden folgt.

Die erste Gruppenausstellung „Homesick for another World“ startet am 20. Februar und wird vom Kuratorenkollektiv JARDIN bestehend aus David Bianchi (GT), Juan Blanco (COL) und Anči Jovanović (CRO) bespielt. Gezeigt werden Arbeiten von Asia Skupinska , Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Laura Gómez Bernal, Saray Purto Hoffmann, Ernstina Eitner, und David Ramírez Cotón.

Außerdem möchten wir Euch noch auf unser anstehendes 15 jähriges Jubiläum Mitte Juli hinweisen. Da lassen wir es wohl scheppern!

Freut euch auf ein diverses Programm und checkt mal unbedingt die Ausstellung unser liebsten Mitverschwörer im KFZ- Kunst für Zukunft aus, falls ihr im Frühsommer nähe Bodensee seid.

Wir wünschen Euch allen ein fabelhaftes Jahr und danken vielmals für vergangene und zukünftige Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Bleibt lieb und drastisch!

Immer Euer Raum.


ENG

Dear supporters, valued members, and dear friends of Raum für drastische Maßnahmen.

First of all, we would like to express our heartfelt thanks for all your love and diverse support over the past fourteen and a half years. Without you, this project space would be inconceivable and, moreover, meaningless!

Despite the expiration of the six-year project space funding from the Berlin Senate, we have mutually agreed to continue operating and maintaining the space for at least another 1.5 years. Unfortunately, we will have to reduce some items, such as video interviews, posters, and fees, to a minimum in the future.
On the other hand, we believe in the importance of the cause and this fantastically fruitful network of human interactions.

In 2026, Raum für drastische Maßnahmen will remain a non-commercial and intercultural meeting place for fresh art in all its forms.

To ensure that this remains the case, we need your support once again! You can offer these through (renewed) membership and donations, including on site. We kindly ask you to check your ongoing memberships, as standing orders often expire automatically at the end of the year.

For new memberships and bank details, please click here:
www.rpunkt.org/mitgliedschaft/

Thank you very much!

Otherwise, feel free to drop by for a chat and a drink. Any form of support is most welcome and, as always, we praise every appearance.

In the new year, the program of the space will consist of more experimental and collaborative actions and exhibitions. We would also like to offer more performances that show attitude and provide space.

We will start with a reading on Friday, February 13th, under the motto “Szene klappern” (Clattering Scene). The extensive list of participants will follow.

The first group exhibition, “Homesick for another World,” will then start on February 20th and will be curated by the collective JARDIN, consisting of David Bianchi (GT), Juan Blanco (COL), and Anči Jovanović (CRO).
Works by Asia Skupinska, Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Laura Gómez Bernal, Saray Purto Hoffmann, Ernstina Eitner, and David Ramírez Cotón will be on display.

We would also like to draw your attention to our upcoming 15th anniversary in mid-July. We’ll be celebrating in style!

Look forward to a diverse program and be sure to check out the exhibition by our favorite co-conspirators at KFZ- Kunst für Zukunft if you happen to be near Lake Constance in early summer.

We wish you all a fabulous year and thank you very much for your past and future attention and support.

Stay sweet and drastic!

Always yours, Raum.

Text: Nikolas Claussen

Videoaktion6


VIDEOAKTION #6

5. bis 7. Dezember 2025

Dieses Jahr feiert attaque[e]r le visible 10-jähriges Jubiläum!

attaque[e]r le visible ist eine Plattform für kuratierte Filmvorführungen, Buchpräsentationen und Vorträge zu Experimentalfilm und Medienkunst. attaque[e]r le visible begann 2015 in La Mutinerie in Paris – einem einzigartigen, selbstverwalteten queeren Raum im Herzen einer ansonsten gentrifizierten Stadt. Seit mehreren Jahren sind wir im Raum für drastische Maßnahmen in Berlin aktiv. Wir glauben, dass kulturelle Veranstaltungen kein Luxusgut für Auserwählte sein dürfen. Vor allem ältere Experimentalfilme sind heute schwer zugänglich, was mit deren komplizierten Verhältnis zu Film und Kunst zu tun hat. Dieser Umstand zieht es nach sich, dass sie kaum bekannt sind, was den dem Experimentalfilm/video anhaftenden Ruf nährt, er sei anspruchsvoll, exklusiv und unverständlich und ziehe vorrangig intellektuelles Publikum an. attaque[e]r le visible möchte diese Vorwürfe entkräften und zeigen, dass dieses Genre einer antikapitalistischen Widerstandskultur entsprungen ist und eine Veränderung beschränkender gesellschaftlichen Strukturen und Normen anstrebt(e). attaque[e]r le visible versucht zudem besonderes Augenmerk auf marginalisierte Positionen zu legen, indem attaque[e]r le visible Arbeiten aus feministischen, queeren und migrantischen Kreisen zeigt und sich bemüht, dem multikulturellen Bild der Szene Rechnung zu tragen.

Hier finden sowohl ältere Experimentalfilme als auch die neuesten Entwicklungen des Genres ihren Platz. attaque[e]r le visible widmet sich Filmen, die die Konsistenz und Illusion des klassischen Films stören, indem sie den Blick bewusst auf die technische Verankerung des Films, seine Inkohärenz und Materialität richten.
Die ausgestellten Arbeiten zeichnen sich durch die Ablehnung stereotyper Bilder und linearer Erzählungen sowie durch ihre kritische Haltung gegenüber der Mitwelt, normativen Sichtbarkeiten, Formen und Körpern aus. Kurz gesagt, es handelt sich um Filme, die dem Selbstverständlichen misstrauen und für die das Wort „normal” nicht existiert.

Zehn Jahre attaque[e]r le visible – das muss gefeiert werden!
Aus diesem Anlass veranstalten wir eine festliche Ausgabe der VIDEOAKTION, unserem jährlichen Anti-Salon für Experimentalfilm und -video. Die dreitägige Veranstaltung umfasst Projektionen, Cinéperformances, Expanded-Cinema-Events und einen Filmworkshop. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenkommen, der Austausch von Ideen und natürlich die Diskussion über den aktuellen Stand des Experiments mit bewegten Bildern.

Programm

Installation „Not Just a Shot” von Laurence Favre
Die Installation wird während der gesamten dreitägigen Videoaktion zu sehen sein.

5. Dezember 2025
18 Uh
r
Projektion I
Maiara Barbosa, Kineflow, HD Video, 2025, 8 mins.
Parham Ghalamdar, The Sight Is a Wound, HD Video, 2025, 6 mins.
Anna Anders, Engravings of Violence – Condensed, HD Video, 2023, 3 mins.
Khadija Zammouli, Papillon [Butterfly], HD Video, 2024, 10 mins.
Eve Le Fessant Coussonneau, Sunny 16 Helsinki, 16 mm/digitised, 7 mins.
Frédérique Devaux, Villes [Cities], HD Video, 2018, 10 mins.
Chto Delat, Inside Diagrams, HD Video, 2023, 10 mins.
Ça la Gillisğ, Different/Same/Both/Neither, 8 mm/digitised, 2024, 4 mins.
Yoonseo Lee, You Have no Mother!, HD Video, 2025, 13 mins.
Katrin Eissing,Talk about Trees, 16 mm, 2025, 7 mins.

18:30 Uhr
Performance “Close Your Eyes” by Yann les Jours

21:30 Uhr
Projection II

Ana Edwards, La Partida de las Imágenes [The Departing Images], 16 mm/digitised, 2022, 11 mins.
Chloe & Emily Charlton, Stair Hole, 16mm/digitised, 2025, 6 mins.
Lilia Li-Mi-Yan & Katherina Sadovsky, When the Hawk Comes, HD Video, 2023, 6 mins.
Jean-Yves Roy, Wrecks of the Day, 8 mm/digitised, 2025, 9 mins.
Mélissa Faivre, Sandia, HD Video, 2025, 8 mins.
Laure Giappiconi, La sortie se trouve à l’intérieur [The Exit Is Located Inside], Lomokino 35mm/digitised, 2024, 15 mins.
Ani Schulze, Cinema House Oliveira, 16 mm/digitised, 2014, 5 mins.
Cos Ahmet, A Light Pinkish Brown, HD Video, 2023, 7 mins. Bernd Lützeler, Vintage Wisdom from the Ether, 16mm, 2025, 8 mins.

6. Dezember 2025
17 Uhr
Projektion III

Sarah Pucill, Eye Cut, 16mm/digitised, 2021, 20 mins.
Rita Casdia, End, dig. Animation, 2025, 3 mins.
Derya Durmaz, Will You Come With Me?, dig. Animation, 2023, 2 mins.
Jos Diegel, An die Liebenden [To the Lovers], 16 mm/digitised, 2016, 8 mins.
Carey Lin & Gabriel Gilder, Lift and Oscillate, HD Video, 2025, 4 mins.
Sommar Lee, Gobi, HD Video, 2025, 10 mins.
Evelin Stermitz, Here But Not There, HDV PAL/NTSC, 2022, 4 mins.
Sahand Sarhaddi, Fragments of a Revolution, HD Video, 2019, 6 mins.
Nilsu Demirel, The Fig Tree, Found footage film, 2025, 4 mins.
Antonio Arango, Shot on 9.5mm, 9,5 mm/digitised, 2024, 6 mins.
Vicky Smith, Le corps morcele [The Fragmented Body], 16 mm, 2025, 4 mins.

19 Uhr Buchvorstellung „Ion Grigorescu – From static oblivion” (Avarie Publishing) mit Giuliana Prucca, Autorin des Buches und Direktorin von Avarie Publishing. Vorführung von Filmen von Ion Grigorescu.
Sprache: Englisch

20:30 Uhr
Ciné Performance by Éloïse Baille

21:30 Uhr
Projection IV
Tridisha Goswami, A Capsized Boat, HD Video, 2024, 4 mins.
Yuliya Tsviatkova, In the Animal’s Skin, HD Video, 2025, 14 mins.
Nikolas Candido, Nonno, 16mm/Super 8/digitised, 2024, 11 mins.
Neozoon, Good Boy – Bad Boy, Found footage video, 2011, 3 mins.
Ghada Sayegh, Meteors ,… Found footage video, 2025, 9 mins.
Giancarlo M. Sandoval & Sidney Mandros, Letzter Tag [The Last Day], HD Video, 2025, 12 mins. Caroline Monnet, Pidikwe, HD Video, 2025, 10 mins.
Lilan Yang, Untitled Film, 16mm/digitised, 2025, 4 mins.
Agnès Perrais, Terre rouge terre noire [Red earth black earth], 16mm, 2024, 6 mins.


7. Dezember 2025
13 – 17 Uhr

Workshop „Film ohne Kamera“ mit Éloïse Baille
Gebühr: 50 Euro/Person, max. 6 Personen
Sprache: Englisch
Anmeldung: contact@attaqueerlevisible.com


VIDEOAKTION #6

December 5th – 7th 2025

This year, attaque[e]r le visible is celebrating its 10th anniversary! attaque[e]r le visible is a platform for curated projections, book presentations, and talks on experimental film and media art. It started in 2015 at La Mutinerie in Paris—a unique, self-managed, queer space in the heart of an otherwise gentrified city—and we have been active at the Raum für drastische Maßnahmen in Berlin for several years. We believe that cultural events should not be a luxury reserved for the select few. They must be organised and presented in a more egalitarian way. This idea was crucial to the creation of attaque[e]r le visible. Older experimental films in particular are difficult to access today. This is due to their complicated relationship with film and art. Consequently, they are not widely known, which perpetuates the reputation of experimental film/video as demanding, exclusive, and incomprehensible, primarily attracting an intellectual audience. attaque[e]r le visible aims to challenge these perceptions by demonstrating that this genre emerged from an anti-capitalist culture of resistance seeking to transform restrictive social structures and norms. attaque[e]r le visible also seeks to highlight marginalised perspectives by showcasing works from feminist, queer and migrant communities, striving to reflect the plural nature of the scene.


Older experimental films as well as the most recent developments of the genre find a place here.
attaque[e]r le visible is dedicated to films which perturb the consistency and illusionism of the classical film by consciously referring to the technical embeddedness of the film, its incoherence and materiality. The works on display are characterised by a refusal of stereotypical images and linear narration, and by their critical stance towards the co-world, normative visibilities, forms and bodies. In short, it is about films which do not trust the self-evident, and for which the word “normal” does not exist.

Ten years ofattaque[e]r le visible —that has to be celebrated!
To mark the occasion, attaque[e]r le visible is organising a special, festive edition of VIDEOAKTION, our annual anti-salon for experimental film and video. The three-day event will feature contemporary and historical experimental films, video art, cinema performances, expanded cinema events, a book launch, and a film workshop. The focus will be on coming together, exchanging ideas, and, of course, discussing the current state of experimentation with moving images and the possibilities of cinematic or media interventions in the visible.

Programme:

Slide Installation “Not Just a Shot” by Laurence Favre
The installation will be on display during the entire three-day Videoaktion event.

December 5th 2025
6 p.m.

Projection I
Maiara Barbosa, Kineflow, HD Video, 2025, 8 mins.
Parham Ghalamdar, The Sight Is a Wound, HD Video, 2025, 6 mins.
Anna Anders, Engravings of Violence – Condensed, HD Video, 2023, 3 mins.
Khadija Zammouli, Papillon [Butterfly], HD Video, 2024, 10 mins.
Eve Le Fessant Coussonneau, Sunny 16 Helsinki, 16 mm/digitised, 7 mins.
Frédérique Devaux, Villes [Cities], HD Video, 2018, 10 mins.
Chto Delat, Inside Diagrams, HD Video, 2023, 10 mins.
Ça la Gillisğ, Different/Same/Both/Neither, 8 mm/digitised, 2024, 4 mins.
Yoonseo Lee, You Have no Mother!, HD Video, 2025, 13 mins.
Katrin Eissing,Talk about Trees, 16 mm, 2025, 7 mins.

8:30 p.m.
Performance “Close Your Eyes” by Yann les Jours

9:30 p.m.
Projection II

Ana Edwards, La Partida de las Imágenes [The Departing Images], 16 mm/digitised, 2022, 11 mins.
Chloe & Emily Charlton, Stair Hole, 16mm/digitised, 2025, 6 mins.
Lilia Li-Mi-Yan & Katherina Sadovsky, When the Hawk Comes, HD Video, 2023, 6 mins.
Jean-Yves Roy, Wrecks of the Day, 8 mm/digitised, 2025, 9 mins.
Mélissa Faivre, Sandia, HD Video, 2025, 8 mins.
Laure Giappiconi, La sortie se trouve à l’intérieur [The Exit Is Located Inside], Lomokino 35mm/digitised, 2024, 15 mins.
Ani Schulze, Cinema House Oliveira, 16 mm/digitised, 2014, 5 mins.
Cos Ahmet, A Light Pinkish Brown, HD Video, 2023, 7 mins. Bernd Lützeler, Vintage Wisdom from the Ether, 16mm, 2025, 8 mins.

December 6th 2025
5 p.m.
Projection III

Sarah Pucill, Eye Cut, 16mm/digitised, 2021, 20 mins.
Rita Casdia, End, dig. Animation, 2025, 3 mins.
Derya Durmaz, Will You Come With Me?, dig. Animation, 2023, 2 mins.
Jos Diegel, An die Liebenden [To the Lovers], 16 mm/digitised, 2016, 8 mins.
Carey Lin & Gabriel Gilder, Lift and Oscillate, HD Video, 2025, 4 mins.
Sommar Lee, Gobi, HD Video, 2025, 10 mins.
Evelin Stermitz, Here But Not There, HDV PAL/NTSC, 2022, 4 mins.
Sahand Sarhaddi, Fragments of a Revolution, HD Video, 2019, 6 mins.
Nilsu Demirel, The Fig Tree, Found footage film, 2025, 4 mins.
Antonio Arango, Shot on 9.5mm, 9,5 mm/digitised, 2024, 6 mins.
Vicky Smith, Le corps morcele [The Fragmented Body], 16 mm, 2025, 4 mins.

7 p.m. Book launch “Ion Grigorescu – From static oblivion” (Avarie Publishing) with Giuliana Prucca, author of the book and director of Avarie Publishing. Projection of films by Ion Grigorescu
Language: English

8:30 p.m.
Ciné Performance by Éloïse Baille

9:30 p.m.
Projection IV
Tridisha Goswami, A Capsized Boat, HD Video, 2024, 4 mins.
Yuliya Tsviatkova, In the Animal’s Skin, HD Video, 2025, 14 mins.
Nikolas Candido, Nonno, 16mm/Super 8/digitised, 2024, 11 mins.
Neozoon, Good Boy – Bad Boy, Found footage video, 2011, 3 mins.
Ghada Sayegh, Meteors ,… Found footage video, 2025, 9 mins.
Giancarlo M. Sandoval & Sidney Mandros, Letzter Tag [The Last Day], HD Video, 2025, 12 mins. Caroline Monnet, Pidikwe, HD Video, 2025, 10 mins.
Lilan Yang, Untitled Film, 16mm/digitised, 2025, 4 mins.
Agnès Perrais, Terre rouge terre noire [Red earth black earth], 16mm, 2024, 6 mins.


December 7th 2025
1 – 5 p.m.

Workshop “Film Without Camera” with Éloïse Baille
Fee: 50 Euro/Person
max. 6 Persons
Language: English
Registration: contact@attaqueerlevisible.com

Detailed programme: https://www.attaqueerlevisible.com/videoaktion-6/
fb/instagram attaqueerlevisible

Speck

SPECK
(THE COMEBACK)
Performance & Installation
Frida Zack and friends

21. November 2025 ab 19 Uhr, Performance: 20 Uhr

Von und mit Frida Zack, Mette Gabler, Amelie Herm, Ozlo Kraft, Edgar Mauser, Luna Powierski, Sabrina Rücker, Coco Luna Watts
Bühne: Tabea Jorcke

Zwischen bittersüßen Landschaften aus Fleisch, atemloser Erschöpfung vom Kämpfen und der zerschmetternden Kraft von Oberschenkeln eröffnet die Performance SPECK eine Welt, in der (dicke) Körper durch Erinnerungen von Scham, zerbrechliche Momente der Verletzlichkeit und die Kraft von Selbstakzeptanz tanzen. Eine Performance von Frida Zack und Freund*innen.

SPECK
(THE COMEBACK)
Performance & installation
Frida Zack and friends

November 21th 2025 doors open 7 p.m., performance starts 8 p.m.

From and with Frida Zack, Mette Gabler, Amelie Herm, Ozlo Kraft, Edgar Mauser, Luna Powierski, Sabrina Rücker, Coco Luna Watts
Bühne: Tabea Jorcke

Between bittersweet landscapes of flesh, breathless exhaustion from fighting and the power of thunder thighs, the performance SPECK opens up a world in which (fat) bodies dance through memories of shame, fragile moments of vulnerability and the power of self-acceptance. A performance by and with Frida Zack and friends.

DIKEN

DIKEN

Ich hab vergessen, dass es noch hell war

Performance & Kostümparty: 31. Oktober 2025, Einlass 18 Uhr, Start 20 Uhr

Ein toter Vampir kehrt für einen Moment aus der Welt der Toten zurück und philosophiert in dieser musikalischen Live-Performance über den Sinn von Leben und Tod.

DIKEN

I forgot it was still daylight

Performance & costume party: Oktober 31th 2025, Doors open 6 p.m., starts 8 p.m.

A dead vampire returns for a moment from the world of the dead and musically reflects in this live performance on the meaning of life and death.

Marco Stanke

PARTY PARTY – Marco Stanke

Eine kompilierte Rauminstallation entgrenzter Bilder.

Vernissage: 5. September ab 19 Uhr
Ausstellung: 6. – 27. September 2025

Finissage: Samstag 27. September ab 17 Uhr „Teile Tauschen“ – Sticker Börse mit Marco Stanke

Was ist ein Bild ? – Marco Stanke ́s Werkserie „Teile“ hintergeht nicht nur die Bilderfrage, sondern auch die Definitionen von Fläche und Objekt. In vielfältigsten Arbeiten reduziert er die Grundbausteine der Malerei (Holz, Stoff und Farbe), und überwindet dabei spielerisch die täglich erfahrbaren, scheinbar offensichtlichen Grenzen zwischen zweiter und dritter Dimension. Form und Inhalt, das „Was“ und das „Wo“ wird zur einheitlichen Beschwörung der Freude am Sehen.

Im Raum für drastische Maßnahmen feiert dieses neu kompilierte Werkkollektiv somit eine Grenzerweiterung vom allgemeinem Verständnis, was ein Bild ist.

https://www.marco-stanke.de

PARTY PARTY – Marco Stanke

A compiled installation of delimited paintings.

Vernissage: 5 September 5th 2025 starts 7 pm
Exhibition: September
6th – 27th 2025

Opening hours: Thursday and Saturday, 6–8 p.m.

Closing: Saturday, September 27th, starts 5 p.m. “Teile Tauschen” – Sticker swap meet with Marco Stanke

What is a picture? – Marco Stanke’s series of works entitled ‘Teile’ (Parts) notonly deceives the question of images, but also the definitions of surface andobject. In a wide variety of works, he reduces the basic elements of painting(wood, fabric and colour), playfully overcoming the seemingly obvious boundaries between the second and third dimensions that we experience on a daily basis. Form and content, the ‘what’ and the ‘where’ become a unified evocation to the joy of seeing.

At Raum für drastische Massnahmen, this recompiled collective of works thus forms a borderline expansion of the general understanding of what a picture is.

DATZ n BATZ

02. August 2025, ab 16 Uhr DATZ n BATZ – Ein Farbspektakel & FINISSAGE „FLUXI DATZ“

Wir sind zu Gast im KFZ am Bodensee.

Datz n Batz ist eine finale Reaktivierung der kollektiven Katapult-mal-Happenings, die zwischen 2009–2015 in Berlin stattfanden.
Als gemeinsamer Abschluss der Ausstellung FLUXI DATZ werden mit Hilfe eines Trebuchets (Tribock) mit Farbe gefüllte Wasserluftballons auf mit Leinwänden ausgestattete Besucher:innen gefeuert. Dadurch entstehen performative Werke, die zwischen Drip- und Action-Painting changieren.

Alle Teilnehmenden werden gebeten, Kleidung anzuziehen, die farbig werden darf.
Alle verwendeten Farben sind ungiftig und biologisch abbaubar. Trotzdem wird um entsprechende Schutzbekleidung für Kopf und speziell die Augen gebeten.
Die Leinwände werden vor Ort produziert und gegen Spende an alle Mitmachenden verteilt.

Das Raum Team ist anwesend.

August 2, 2025, from 4 PM
DATZ n BATZ – A Color Spectacle & FINISSAGE of “FLUXI DATZ”

We are guests at KFZ in Radolfzell at Lake Constance.

DATZ n BATZ is a final reactivation of the collective Katapult-mal-Happenings that took place in Berlin between 2009 and 2015.

As a joint closing event of the exhibition FLUXI DATZ, color-filled water balloons will be catapulted at canvas-wearing participants using a trebuchet (tribock). This action will result in performative artworks that oscillate between drip painting and action painting.

All participants are kindly asked to wear clothing that can get stained.
All paints used are non-toxic and biodegradable.
However, we strongly recommend protective gear for the head and especially the eyes.

Canvases will be produced on-site and distributed to all participants in exchange for a donation.

Taubenaberglauben

Taubenaberglauben

Ida Lawrence

Vernissage: 18. Juli 2025 ab 19 Uhr

Finissage: Samstag 2. August 2025 ab 16 Uhr

Ausstellung: 19. Juli – 2. August 2025

Öffnungszeiten: Donnerstags, Freitags, Samstags, 15 – 20 Uhr

kuratiert von Nikolas Claussen

1948 veröffentlichte der amerikanische Psychologe B.F. Skinner, „Superstition in the pigeon“ (Aberglaube in der Taube), eine Abhandlung über seine Vogelexperimente. Skinner hatte hungrige Tauben in Käfige gesetzt und sie über eine mechanische Tür in festen Zeitabständen gefüttert. Fünfundsiebzig Prozent der Vögel, so beobachtete Skinner, glaubten fälschlicherweise, dass ihre
Handlungen die Fütterung auslösten, und wiederholten diese zufälligen Verhaltensweisen – sich im Kreis drehen, picken, auf einem Bein stehen, mit den Flügeln schlagen oder hüpfen -, bis das Futter wieder auftauchte, obwohl kein kausaler Zusammenhang bestand.

Im Raum für drastische Maßnahmen bietet Ida Lawrence gemalte Geschichten über Appetit, Begehren und Versuche der Sinnstiftung. Wenn der Ausstellungsraum der Käfig ist, wer ist dann die Taube?


Taubenaberglauben

Ida Lawrence

Opening: July 18th 2025 starts 7 p.m.

Exhibition: July 19th – August 2nd 2025

Opening hours: Thursday, Friday, Saturday 3 – 8 p.m.

Curated by Nikolas Claussen

In 1948 the American psychologist B.F. Skinner published “‘Superstition’ in the pigeon”, a paper detailing his avian experiments. Skinner had placed hungry pigeons in cages and fed them via a mechanical door at fixed time intervals. He observed 75% of the birds repeated behaviours that coincided with the first appearances of the feeder: spinning in circles, head thrusting, head tossing, swinging motions, or pecking. They had come to believe — mistakenly — that their actions could trigger the food.

At Raum für drastische Maßnahmen, Ida Lawrence offers painted stories of appetite, desire and attempts at making meaning.

If the exhibition space is the cage, who then is the pigeon?

Web: idalawrence.info
Instagram: @idalawrencee

Attaque(e)r le visible – Abwesend durch den Film hindurch

Experimentalfilmreihe kuratiert von Lawinia Rate

attaque[e]r le visible lädt herzlich ein zur Projektion zweier außergewöhnlicher Experimentalfilme der Schriftstellerin und Filmemacherin Marguerite Duras, die mit Sprache und Stille, Bild und Unsichtbarkeit ein radikal persönliches Kino schafft.

Abwesend durch den Film hindurch – Zwei Experimentalfilme von Marguerite Duras

25. Juni 2025, Einlass 17:30 Uhr // Start 20 Uhr

Eintritt: Spende

Programm:

Les mains négatives (1978, 14 Min., 35 mm/digital)
Ausgangspunkt des Films sind prähistorische Höhlenmalereien, die die Umrisse menschlicher Hände zeigen. Der Film begleitet eine poetische Fahrt durch das erwachende, leere Paris. Dazu erklingt ein Text – gesprochen von Marguerite Duras –, der wie ein Brief an einen abwesenden Geliebten wirkt. Eine filmische Meditation über Existenz, Liebe und Vergänglichkeit.

L’homme atlantique (1981, 45 Min., 35 mm/digital)
L’homme atlantique ist ein stiller, introspektiver Film, der durch seine radikale Reduktion filmischer Mittel besticht. Fast ausschließlich aus Schwarzbildern und beinahe unbewegten Schwarzweißaufnahmen zusammengesetzt, entfaltet sich ein visuelles Tagebuch voller Schmerz und Sehnsucht. Duras’ Stimme und ihre Kamera führen uns durch die Landschaft einer Seele, die von einer geliebten Person verlassen wurde.

Details:

Sprache: Originalfassung Französisch mit englischen Untertiteln

Originalformat: 35 mm Film

Wir danken dem Collectif Jeune Cinéma für ihre Unterstützung!

attaque[e]r le visible warmly invite you to a screening of two extraordinary experimental films by the writer and filmmaker Marguerite Duras, who creates a radically personal cinema through language and silence, image and invisibility.

Absent throughout the filmTwo Experimental Films by Marguerite Duras

June 25 th, Doors open 5:30 p.m. / start 8 p.m.

Entry: Donation

Programme:

Les mains négatives (1978, 14 mins, 35mm/digital)
The film takes its starting point from prehistoric cave paintings depicting the outlines of human hands. It accompanies a poetic journey through the awakening, empty streets of Paris, with a text spoken by Marguerite Duras that reads like a letter to an absent lover. A cinematic meditation on existence, love, and transience.

L’homme atlantique (1981, 45 mins, 35mm/digital)
L’homme atlantique is a quiet, introspective film distinguished by its radical reduction of cinematic means. Composed almost entirely of black frames and nearly motionless black-and-white images, it unfolds as a visual diary full of pain and longing. Duras’s voice and camera guide us through the landscape of a soul abandoned by its love.

Details:

Language: Original French version with English subtitles

Admission: Donation

We would like to thank the Collectif Jeune Cinéma for their support!

On Carrying: Zumbidos and the Liminal

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On Carrying: Zumbidos and the Liminal

Los Otres (Gustavo Méndez)

Vernissage: 30. Mai 2025 ab 19 Uhr

Ausstellung: 31. Mai bis 14. Juni 2025

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Y pero ¿qué cargas en la mochila?
aparte de un banano
recibos sin pagar
unas llaves que olvidaron qué puertas abrir
unas historias inventadas
el peso súbito del vacío
la ligereza arrogante de lo ya conocido
el placer del tiempo muerto
O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.

And what s in your bag? ́
besides a banana
unpaid bills
some keys that forgot which doors they open
some invented stories
the sudden weight of emptiness
the arrogant lightness of the already known
the pleasure of dead time
Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.

Und was ist in deiner Tasche?
außer einer Banane
unbezahlte Rechnungen
einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen
einige erfundene Geschichten
das plötzliche Gewicht der Leere
die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten
das Vergnügen der toten Zeit
Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.

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In den letzten Jahren sind in den sozialen Medien immer mehr Videos aufgetaucht, in denen
Menschen gefragt werden, was sie in ihren Taschen haben. Dieses parasoziale Medienphänomen kann als onlinebasiertes Geschäftsmodell für Fangemeinden beschrieben werden, aber auch als eine Möglichkeit für Menschen, ihre Geschichte durch das, was sie bei sich tragen, auszudrücken. Eine Tasche zu tragen bedeutet, dass wir darin unsere zerknitterten Quittungen und unsere Überlebensausrüstung für den Tag aufbewahren, sie ist aber gleichzeitig auch Symbol für affektierte Verletzlichkeit.

„Zumbidos and the Liminal“ ist eine Ausstellung, die durch die Linse eines lethargischen Voyeurismus in die Sedimente dieser Dissonanzen – oder zumbidos (Summen auf Spanisch) – eintaucht. Indem sie die Tasche nicht als passives Behältnis, sondern als aufrechterhaltene latente Reibung begreift, erforscht diese Ausstellung die Paradigmen der Selbstverortung in einer krisengetriebenen Logik.

Wenn Los Otres, Gustavo Méndez, mit Klängen, Sprache, Bilder und Gedanken erforscht- dann archiviert er; kreuzt Sprachen wie er Disziplinen kreuzt: vom Schreiben zur Psychoakustik, vom Schwimmen zum Gehen.
Er schreibt die Welt, indem er sie zum Klingen bringt. Für ihn ist das Zuhören eine entscheidende Form des Verstehens. Eine Herausforderung, die das Denken bis an seine klanglichen Grenzen ausdehnt.

Ausgehend von einer assoziativen Arbeitsweise mit deformierten Klängen und dem Hören mit Tinnitus, konzentriert sich Los Otres darauf, asymmetrische technische Audioverarbeitung innerhalb fragiler Systeme zu arrangieren. Eigentlich liegen alle von Gustavo/ Los Otres bevorzugten Klangfrequenzen genau im Bereich ihrer Tinnitus-Klangfarbe.

www.mndez.com

Live Radio streaming im Radio Naumachia am 12. Juni 2025 um 19 Uhr im Raum für drastische Maßnahmen oder online.

Stream: https://noncount.uber.space/
Telegram: https://t.me/radio_naumachia

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On Carrying: Zumbidos and the Liminal

Los Otres (Gustavo Méndez)

Opening: May 30 th 2025 ab 19 Uhr

Exhibition: May 31 th – June 14 th 2025

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Y pero ¿qué cargas en la mochila?
aparte de un banano
recibos sin pagar
unas llaves que olvidaron qué puertas abrir
unas historias inventadas
el peso súbito del vacío
la ligereza arrogante de lo ya conocido
el placer del tiempo muerto
O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.

And what s in your bag? ́
besides a banana
unpaid bills
some keys that forgot which doors they open
some invented stories
the sudden weight of emptiness
the arrogant lightness of the already known
the pleasure of dead time
Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.

Und was ist in deiner Tasche?
außer einer Banane
unbezahlte Rechnungen
einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen
einige erfundene Geschichten
das plötzliche Gewicht der Leere
die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten
das Vergnügen der toten Zeit
Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.

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Increasingly, over the past few years, social media has presented us countless video where people
are asked about what is in their bags.

This parasocial media phenomena can be described as an online adbased business model for fandom communities but also as a way for people to express their story through what they carry. Holding a bag means to hold our crumpled receipts and survival gear for the day but at the same time affects and vulnerability. “On Carrying: Zumbidos and the Liminal” is an exhibition that gossips around into the sediments of these dissonances— or zumbidos (hum in Spanish)—through the lens of a lethargic voyeurism. By reframing the bag not as a passive container but as a sustained latent friction, this exhibition explores the paradigms of navigating a crisis-driven logic.

When Los Otres, Gustavo Méndez, researches with sounds, language, images, thoughts – he is archiving; he crosses languages as he crosses disciplines: from writing to psychoacoustics, from swimming to walking. He writes the world sounding it. For him listening is a critical form of understanding. A challenge that stretches thinking to its sonic peripheries. Coming from a somewhat associative workflow of deformed sounds and listening with tinnitus.

Los Otres focuses on arranging asymmetric audio processing techniques within fragile systems.
Actually, all of Gustavos / Los Otres favourite sound frequencies are exactly into the range of
their tinnitus timbre.

www.mndez.com

Live Radio Streaming on Radio Naumachia
Date: June 12th 2025 starts 7 p.m.
Location: Raum für drastische Maßnahmen

Stream: https://noncount.uber.space/
Telegram: https://t.me/radio_naumachia

Join us live in person or tune in online.