Archiv des Autors: saskia

© Studio Lindhorst – Emme

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Sophie Innmann & Nadjana Mohr

ANT AGR BER 

Installation

Vernissage, 5. März 2021 ab 19 Uhr – Livestream auf Instagram / Ausstellung, 6. – 26. März 2021

Termine buchbar unter besuch@rpunkt.org

Am Montag den 22. März um 18.30 Uhr findet ein Künsler:innen Gespräch zum Thema „Dekonstruktion als konstruktiver Prozess“ via Zoom statt. Mit dabei: Sophie Innmann, Nadjana Mohr, Ana Baumgart und Forster Herchenbach.

https://us02web.zoom.us/j/84089174670

Ein Raum für drastische Maßnahmen. Drastisch drängt sich uns, verstärkt durch die momentane Situation, die Frage nach unserem Verhältnis zu Räumen auf. Ein Raum bietet Schutz, kann aber gleichzeitig einengen oder abschotten. Kurzum, der Raum wird zur Reibungsfläche, zur buchstäblichen Grenze, an die man kommt. Diese Grenzen werden momentan nicht nur körperlich, sondern auch psychisch erfahrbar: 

Das Fehlen jeglicher Körperlichkeit im digitalen Raum stellt unsere Psyche auf eine harte Probe. Zugunsten der Überstrapazierung der Denkzentrale, erfährt der restliche Teil unserer Körper durch fehlenden Kontakt zu anderen Menschen und generell eingeschränkter Bewegungsfreiheit eine radikale Entziehungskur. Die Sehnsucht nach realen Erlebnissen wächst, wir wollen wieder aktiv etwas erleben, nicht nur passive Beobachter*Innen vor einem Bildschirm sein. Unsere Handlungen sollen wieder ein sichtbares Ergebnis zeigen, das mehr ist, als das Klicken zur nächsten Netflix-Staffel. 

„Wir können nicht mehr länger stillhalten. Anfang März treten wir aus dem Zustand der abwartenden Passivität und machen endlich was. Wir fahren nach Berlin, um stellvertretend für alle die den R. nicht betreten können, aktiv zu werden. Wir bleiben unserem Konzept treu und entladen aufgestaute Energie in körperlicher Handlung. Stellt uns dazu gerne euer gereinigtes Altglas vor den Raum, wir übernehmen das. Verfolgt das Geschehen online oder vor Ort von außen.“

Fotos. Ana Baumgart

Sophie Innmann & Nadjana Mohr

ANT AGR BER

Installation

Opening, 5 March 2021 starts at 7 p.m. – livestream on instagram / Exhibition, 6 – 26 March 2021

Appointments available via besuch@rpunkt.org

On Tuesday March 22 th there will be an artist talk via Zoom about the Artwork. Participants: Sophie Innmann, Nadjana Mohr, Ana Baumgart und Forster Herchenbach.

https://us02web.zoom.us/j/84089174670

A room for drastic measures, emphasized by the current situation, we are drastically forced to question our relationship to rooms. A room provides shelter, but it can also strangulate or isolate. In essence, rooms turn into a source of friction, we are literally up against a wall. Presently, these boundaries are not only felt physically, but also psychologically: 

The absence of bodily sensations in the digital space is seriously testing our psyche. Extensively straining the brain, the rest of our body experiences a radical withdrawal, from missing contact with others and an overall restricted mobility. The yearning for real experiences swells, we want to actively experience something, not just be passive observers behind a screen. We want our actions to have real outcomes, ones that are more than just clicks to the next season on Netflix. 

www.sophieinnmann.com

 www.nadjanamohr.de

Körperliche Interventionen #1

4. Mai 2021

Monika Funke Stern

Monika Funke Stern ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. In ihren Filmen tauchen oft Figuren aus bekannten Mythen und Sagen auf. Allerdings spielen diese nach ihrer eigenen Regie, sodass sie kaum wiederzuerkennen sind. Immer wieder unternimmt Funke Stern eine kritische und kluge Auseinandersetzung mit dem Bekannten und Gewohnten, indem sie alte Geschichten neu montiert. Nicht weniger oft erfindet sie Handlungen, aber nie ohne Anspielungen auf das zeitgenössische Geschehen. Funke Stern ist nicht nur in der Erzählung mutig, sie experimentiert auch mit den technischen Mitteln, so springt sie zwischen 16 mm, Video und, bereits sehr früh, Computeranimation. In ihrer Praxis ist sie an keine Technik gebunden, sondern – so ihr Ruf in der Szene – sie eignet sich begierig neue Techniken an.

Aufgrund der Corona – Situation wird diese Projektion online und im Schaufenster des Raums für drastische Maßnahmen stattfinden.
Der Link zu den Filmen wird am 4. Mai auf https://www.facebook.com/attaqueerlevisible und hier veröffentlicht. Die Filme werden bis zum 5. Mai, 24 Uhr, zugänglich sein.

Hier zum Interview mit Monika Funke Stern.

PROGRAMM:

Unding Undine, BRD 1981, 16 mm, 15 Min.

Regie: Monika Funke Stern und Gerda Leopold
Mitwirkende: Ute Aurand und Annabella Arnold
Produktion: HdK/DFFB

Die Sage von Undine hat viele fasziniert. Eine Nixe, die im Wasser lebt und für dieses Element steht. Beseelt ist sie nur, wenn sie von einem Menschen geliebt wird, weswegen sie diese verführt und sie zugleich ins Verderben zieht. Der Film begibt sich auf Karpathos, um den Spuren der Nixe nachzugehen. Allerdings findet er viel mehr.
Unding Undine ist eine „Abreise-, Ausbruchs-, Untertauchgeschichte.“ (Monika Funke Stern)

Zum Glück gibt‘s kein Patent, BRD 1985, 16 mm u. 35 mm, 14 Min.

Regie: Monika Funke Stern
Darsteller_innen/Mitwirkende: Hella von Sinnen, Dirk Linke, Ric Schachtebeck, Sebastian Gartlgruber
Produktion: Funke Film

Norma Din ist eine Patentbeamtin, deren Leben völlig von ihrer Arbeit durchdrungen ist. Zwischen Regalen voll von Patentbüchern, eingesandten Erfindungen und Gedanken zur Markttauglichkeit vergibt Norma neue Patente. Die Arbeit lässt sie nicht los, nicht mal in der Nacht. Eines Tages befindet sich unter den eingereichten Erfindungen „Robot“, ein Automat, der sie künftig ersetzen soll. Kann das der Beamtin recht sein? Ein „Märchen“ über die fortgeschrittene Entfremdung durch Arbeit.

Frankensteins Töchter*, BRD 2016 (1984), U-Matic, 6 Min.

*Frankensteins Töchter ist eine gekürzte Version des Videos Frankensteins Scheidung (BRD 1984, U-Matic, 45 min.)

Regie: Monika Funke Stern
Mitarbeit: Hanno Haethe
Darsteller_innen: Marita Cordt, Claudia Daulte, Stefan Kleine, Najade Kirchberger, Ingrid Krolow, Lucienne Pongracz, Helga Schnackenburg
Produktion: FunkeFilm/nbk

Ein perfektes Wesen selber gemacht? Damals in den 80er Jahren schien so ziemlich viel möglich zu sein. Glatte Haut, eine neue Nase, ein flacher Bauch – fast alles, was die Fernseh- und
Straßenwerbung begehren lässt, ganz ohne Schweiß und Anstrengung. Ein Skalpell, eine Sonnenbank und ein entsprechendes finanzielles Vermögen, schon ist alles möglich. Frankenstein wurde von seiner Schöpfung überholt, die sich selbständig „perfektioniert“ – bloß hat diese Selbständigkeit wenig mit Emanzipation zu tun.

Attaque(e)r le visible

Experimentalfilmreihe – monatlich von März bis Dezember 2021

kuratiert von Lawinia Rate

Attaque(e)r le visible ist eine Experimentalfilmplattform für Projektionen, Treffen, Gespräche, Buchpräsentationen und Vorträge. Sowohl ältere Experimentalfilme als auch die aktuellsten Entwicklungen des Genres finden hier einen Platz. Attaque(e)r le visible widmet sich Filmen, die die Konsistenz und den Illusionismus des klassischen Spielfilms durch bewusste Verweise auf seine technische Eingebundenheit, seine Inkohärenz und auf die Materialität des Films stören. Gezeigt werden Arbeiten, die sich durch die Verweigerung stereotyper Bilder und linearer Narration kritisch gegenüber ihrer Mitwelt, normativen Sichtbarkeiten, Formen und Körpern positionieren. Kurz, es geht um Filme, die Selbstverständlichkeiten nicht trauen, um Filme, für die das Wort „normalerweise“ nicht existiert.

Nach Stationen in Paris, Kassel und Köln findet Attaque(e)r le visible in Kollaboration mit dem Raum fürdrastische Maßnahmen nun seine Fortsetzung in Berlin. Die Reihe besteht in diesem Jahr aus zwei Teilen, Körperliche Interventionen und dem Videofest. In monatlichen Projektionen zeigt Körperliche Interventionen ab Mai Experimentalfilme aus den 60er, 70er und 80er Jahren. „Körper“ wird hier im weiteren Sinne verstanden. Es geht nicht lediglich um den menschlichen Körper, sondern ebenfalls um den Körper des Films, seine Materialität, seine photochemikalische Hülle sowie um die Herstellung von Filmen in Kollektiven. Unter anderen könnt ihr euch auf Filme von Dore O., Margaret Raspé, Monika Funke Stern, Ute Aurand und Helga Fanderl freuen. Das an zwei Wochenenden stattfindende Videofest wendet sich neueren Tendenzen im Experiment in Film und Video zu.

Programm:

Videofest #1
27. – 28. März 2021 – keine Eröffnung / ab 12:00 / non-stop im Schaufenster

Coronabedingt findet Videofest #1 ohne Eröffnung und nur im Schaufenster
statt. Die Projektion läuft ab dem 27.03. um 12:00 Uhr bis zum 28.03.
um 22:00 Uhr ohne Unterbrechung und kann von draußen angeschaut werden.

Đejmi Hadrović – Apartment 102, Österreich 2019, digital, 3:40 Min.

Julie Hart – Entität, BRD 2020, digital, 5:12 Min.

Ho Waishan – Lemon Tree, Hong Kong 2019, digital, 1:48 Min.

Narges Kalhor – LovoGary, BRD 2016, 35 mm, 4:06 Min.

Leyla Rodriguez – Optimistic Cover, BRD 2015, digital, 4:34 Min.

Juli Saragosa – Urban Caustic, BRD 2002, 16 mm/video, 7:46 Min.

Körperliche Interventionen #1 – Berliner Experimentalfilme der 80er Jahre

4. Mai ab 20:00 Uhr

Körperlich

Monika Funke Stern

Die Filme werden online vom 4. Mai bis 5. Mai 24:00 Uhr und im Schaufenster am 4. Mai 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr zugänglich sein.

Unding Undine, BRD 1981, 16 mm, 15 Min

Zum Glück gibt‘s kein Patent, BRD 1985, 16 mm u. 35 mm, 14 Min.

Frankensteins töchter, BRD 2016, U-Matic, 6 Min.

Monika Funke Stern ist eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin. In ihren Filmen tauchen oft Figuren aus bekannten Mythen und Sagen auf. Allerdings spielen diese nach ihrer eigenen Regie, sodass sie kaum wiederzuerkennen sind. Immer wieder unternimmt Funke Stern eine kritische und kluge Auseinandersetzung mit dem Bekannten und Gewohnten, indem sie alte Geschichten neu montiert. Nicht weniger oft erfindet sie Handlungen, aber nie ohne Anspielungen auf das zeitgenössische Geschehen. Funke Stern ist nicht nur in der Erzählung mutig, sie experimentiert auch mit den technischen Mitteln, so springt sie zwischen 16 mm, Video und, bereits sehr früh, Computeranimation. In ihrer Praxis ist sie an keine Technik gebunden, sondern – so ihr Ruf in der Szene – sie eignet sich begierig neue Techniken an.

Online Projektion und Schaufensterprojektion (der Link wird hier am 4. Mai veröffentlicht)

8. Juni ab 20 Uhr

Filmgefühl

Filme von Helga Fanderl

Kompilation ausgewählt durch Helga Fanderl

Der 8 mm-Projektor mitten im Publikum und sein leises Rattern sind ein Charakteristikum der Vorführungen von Fanderls Filmen. Ihre Vorführprogramme, die sie Kompositionen nennt, gestaltetsie meist selbst und das Vorführen übernimmt sie ebenfalls. Eigentlich wollte Fanderl Dichterin werden. Der Zufall wollte es, dass sie Anfang der 80er Jahre den 8 mm-Filmkurs von Urs Breitenstein besuchte. Seitdem hat das Filmen sie nicht mehr losgelassen. Ihre Filme sind Gedichte,statt mit einem Stift dichtet Fanderl mit der Kamera. Später studierte sie bei Peter Kubelka und Robert Breer, wo sie den Experimentalfilm kennenlernte. Fanderl „schneidet“ und „montiert“ ihre Filme in der Kamera, sie bearbeitet sie nie nach. Entweder gelingt der Film oder er wird nicht gezeigt.

Gästin: Helga Fanderl

Vorführung: Original Super 8

27. Juli ab 20 Uhr

Kollektivkörper

Aus heiterem Himmel, BRD 1981, 16mm, 110 Min.

Ein Kollektivfilm von Marie-Susanne Ebert, Monika Funke Stern, Ebba Jahn, Barbara Kasper,Anke Oehme, Ingrid Oppermann, Renate Sami, Claudia Schilinski und Angi Welz-Rommel

Vor 40 Jahren arbeiteten 9 Künstlerinnen zusammen an einem 9 Episodenfilm namens Aus heiteremHimmel. Der Anlass dieser kollektiven Betätigung war ihr gemeinsamer Wille, während des Kalten Kriegs ein Zeichen gegen die atomare Bedrohung zu setzen. Dieser Film ist nicht zuletzt deswegen interessant, da die unsichtbare Bedrohung von damals Ähnlichkeiten zur Coronasituation aufweist.

Gästin: Angi Welz-Rommel

Vorführung: Original 16 mm

Lawinia Rate ist freie Kuratorin und Autorin. In ihrer kuratorischen Tätigkeit interessiert sie sich für kritische Kunst, die soziale und politische Fragen nicht scheut und den Mut hat, über die eigene Wirksamkeit und ihre Werkzeuge zu reflektieren. Sie vertraut auf die Stärke der Kollaboration, woraus beispielsweise Ausstellungen wie „Imagining the Body“ (Fringe Festival, London, 2015), „Jen Liu: Pink Detachement“ (Somos Galerie, Berlin, 2016) oder „Interleaved Space“ (Vorspiel Transmediale/Vierte Welt, Berlin 2018, 2019, 2020) hervorgegangen sind. Lawinia Rates Schwerpunkt ist der Experimentalfilm. Sie ist Autorin mehrerer Filmreihen und -programme, beispielsweise für das IFFF DortmundIKöln. 2015 initiierte sie die Experimentalfilmplattform Attaque(e)r le visible.

Attaque(e)r le visible

Experimental Film Programme – Monthly from March to December 2021

curated by Lawinia Rate

Attaque(e)r le visible is an experimental film platform for projections, meetings, talks, book presentations and lectures. Older experimental films as well as the most recent developments of the genre find a place here. Attaque(e)r le visible is dedicated to films which perturb the consistency and illusionism of the classical film by consciously referring to the technical embeddedness of the film, its incoherence and materiality. The works on display are marked by refusing stereotypical images and linear narration, their critical position towards the co-world, normative visibilities, forms and bodies. In short, it is about films which do not trust the self-evident, and for which the word ’normally‘ does not exist.

After stops in Paris, Kassel and Cologne, Attaque(e)r le visible now continues in Berlin in collaboration with the Raum für drastische Maßnahmen. The series consists of two parts, Corporal Interventions and a Videofest. The main theme of the monthly film programme Corporal Interventions is the body, which is understood here in a broader sense. It is not only about the human body, but also about the body of film, its materiality, its photochemical envelope, and the working on films in collectives. In this connection Attaque(e)r le visible looks back at the experimental film history of the 60s, 70s and 80s in Germany. You can look forward to films, among others, by Dore O., Margaret Raspé, Monika Funke Stern and Ute Aurand. The Videofest, which takes place on two weekends, focuses current tendencies in experimental film and video.

Videofest #1
27–28 March 2021

no opening / starts at noon / non-stop window projection

Đejmi Hadrović – Apartment 102, Austria 2019, digital, 3:40 min.

Julie Hart – Entität, BRD 2020, digital, 5:12 min.

Ho Waishan – Lemon Tree, Hong Kong 2019, digital, 1:48 min.

Narges Kalhor – LovoGary, BRD 2016, 35 mm, 4:06 min.

Leyla Rodriguez – Optimistic Cover, BRD 2015, digital, 4:34 min.

Juli Saragosa – Urban Caustic, BRD 2002, 16 mm/video, 7:46 min.

Corporal Interventions #1 – Berlin Experimental Films from the 80s

4 May, 7 p.m.

Bodily

Monika Funke Stern

Unding Undine, BRD 1981, 16 mm, 15 min.

Zum Glück gibt‘s kein Patent, BRD 1985, 16 mm u. 35 mm, 14 min.

Frankensteins Töchter, BRD 2016, U-Matic, 6 min.

Monika Funke Stern is a passionate storyteller. Figures from well-known myths and legends often appear in her films. However, they play according to her own direction so that they are hardly recognizable. Again and again, Funke Stern carries out critical and clever examinations of the known and the familiar by remounting old stories. No less often she invents plots, but never withoutallusions to contemporary events. Funke Stern is not only bold in her storytelling, she also experiments with technical means, jumping between 16 mm, video and computer animation. In her practice she is not bound to any technique, but—according to her reputation in the scene—she eagerly appropriates new technologies

online and window screening (the link to the films will appear here on 4 May)

8 June, 8 p.m.

Film Feeling

Films by Helga Fanderl

An 8 mm projector in the middle of the audience and its quiet rattle are a characteristic of the screenings of Fanderl’s films. She usually compiles her screening programmes, which she calls “compositions”, herself, and she also operates the projector. Fanderl actually wanted to become a poet. By chance, she attended Urs Breitenstein’s 8 mm film course in the early 1980s. Filming has remained with her ever since. Later she studied with Peter Kubelka and Robert Breer, where she became acquainted with experimental film. Fanderl’s films are poems. Instead of using a pen, Fanderl writes poetry with her camera. She “cuts” her films within the camera, and never reworks them. Either the film succeeds or it will not be shown.

Guest: Helga Fanderl

Special screening in the original Super 8 version

27 July, 7 p.m.

Collective Body

Aus heiterem Himmel, BRD 1981, 16mm, 110 min. An episode film by Marie-Susanne Ebert, Monika Funke Stern, Ebba Jahn, Barbara Kasper, AnkeOehme, Ingrid Oppermann, Renate Sami, Claudia Schilinski, and Angi Welz-Rommel

40 years ago, nine female artists collectively produced the nine-part episode film Aus heiterem Himmel (engl. Out of the blue). Shot during the Cold War, the Artists understood the project as a statement against the nuclear threat. Today, the film is especially interesting since the invisible threat of that time bears similarities to the Corona situation we are experiencing.

Guest: Angi Welz-Rommel

Special screening in the original 16 mm version

Lawinia Rate is an independent curator and writer. In her curatorial work, she is interested in critical art that engages with social and political issues and has the courage to reflect on its own effects and means.
She relies on the strength of collaboration, from which exhibitions such as „Imagining the Body“ (Fringe Festival, London, 2015), „Jen Liu: Pink Detachement“ (Somos Galerie, Berlin, 2016) or „Interleaved Space“ (Vorspiel Transmediale/Vierte Welt, Berlin 2018, 2019, 2020) emerged. Lawinia Rate’s special focus is on experimental film. She is the author of several film programmes and retrospectives, for example, for the IFFF DortmundIKöln. In 2015 she founded the experimental film platform Attaque(e)r le visible.

https://www.facebook.com/attaqueerlevisible

Tristan Rolin & Mona Schmidtke

Dinge passieren

Installation

Vernissage, 9. April 2021 ab 20 Uhr live auf Instagram / Ausstellung, 10. April – 01. Mai 2021

Kochshow live & mit Pilzen am Freitag, 23. April ab 18:00 Uhr auf dingepassierenjetzt.de, kochen mit Gemüse aus dem Ausstellungsraum: Birgit Kunz & Mona Schmidtke

Finissage, 1. Mai 2021 ab 18 Uhr, Konzert performt von Tristan Rolin und Raphael Masche live und online auf dingepassierenjetzt.de.

Die Ausstellung ist online präsent auf dingepassierenjetzt.de.

Mit ihrer installativen Arbeit beobachten Tristan Rolin und Mona Schmidtke verschiedene Zustände eines Systems. Ein System, das immer auch in andere Systeme greift und gleichzeitig dem Einfluss benachbarter Bewegungen ausgesetzt ist. Konzentration einer eigenen Ordnung. Eine Ordnung, in der Gleichzeitigkeit grundlegend ist; die Dinge ihren Lauf nehmen und passieren. 

Intervention von Birgit Kunz, ein Mensch ist keine Insel.

Besonderer Dank an Raphael Masche.

Die Ausstellung wurde gefördert von der Schulze – Fielitz – Stiftung Berlin.

Workshop Kreatives Schreiben im Kontext zeitgenössischer Kunst. Durchgeführt von KuLi – Kunst und Literatur: Miriam Rürup (Autorin) und Katrin Kamrau (Kunstschaffende).

Ausgehend von der aktuellen Ausstellung „Dinge passieren“ nähern sich Teilnehmende mit Methoden des kreativen Schreibens Werken zeitgenössischer Kunst assoziativ, kreativ, poetisch, humor- und gedankenvoll. Für ca. 8 Erwachsene ab 16 Jahren, in deutscher und englischer Sprache.

Kontakt und weitere Informationen: info@schreibwirtschaft.de

Zur Ausstellung gibt es eine Edition die es beim Besuch zu erwerben oder online zu bestellen gibt.

Fotos: Sedlar & Wolff

Tristan Rolin & Mona Schmidtke

Dinge passieren

Installation

Opening, 9 April 2021 starts at 8 p.m. live on Instagram / Exhibition, 10 April – 1 May 2021

The exhibition has an online presence at www.dingepassierenjetzt.de.

With their installation work, Tristan Rolin and Mona Schmidtke observe different states of a system. A system that always overlaps into other systems, and is exposed at the same time to the influence of neighbouring movements.

Concentration of its own order. An order in which simultaneity is fundamental; things take their course and happen.

Workshop on creative writing in the context of contemporary art. Carried out by KuLi – Art and Literature: Miriam Rürup (author) and Katrin Kamrau (artist) 

Starting with the current exhibition “Dinge passieren”, participants use methods of creative writing to approach works of contemporary art in an associative, creative, poetic, humorous and thoughtful way.  For approx. 8 adults aged 16 or older, in German and English 

Contact and further information: info@schreibwirtschaft.de

www.tristanrolin.fr

www.monaschmidtke.de

Matias Romano Aleman

I want to be your neighbourhood

Vernissage, 7. Mai 2021 ab 19 Uhr auf Instagram / Ausstellung, 8. – 29. Mai 2021

Die Ausstellung wird am 7. Mai online auf Instagram von Ana Baumgart eröffnet und versteht sich als ein sich weiter entwickelnder Prozess, in den der Künstler bis zum 17. Mai ständig eingreifen wird. Die Entstehung wird durch ein „Video Diary“ vom Künstler dokumentiert und u.a. auf unserer Website zu verfolgen sein.

Abhängig von der aktuellen Corona Situation ist die Ausstellung entweder von außen durch das Schaufenster, auf unseren online Kanälen oder mit Termin zu besuchen.

Meine künstlerischen Prozesse drehen sich um infantile Räume als rhetorische und existenzielle Zone, die Gedanken und Objekt in die Marginalität rücken. 

Der Tradition des – nicht wissen wo man anfangen soll, des sich fortwährend widersprechen – folgend; Auf Ahnungen reagierend, voller unerwarteter Beziehungen, arbeite ich ohne dabei Kultivierung oder Faszination zu beabsichtigen, einfach, um meine Vorstellung zu teilen. Mal synthetisch, mal organisch, mal unerwartet und dann wieder zahm wie ein Kätzchen. 

Ich arbeite und sehe dabei Produktion als sinnlose Recherche, als stumme Beschwerde gegen das Konzept des Fortschritts und der kapitalistischen Ausbeutung. Um das Unnütze zu erreichen, werfe ich mich auf die Abnutzung von Ideen, Objekten und Bildern. 

Endlose Kuriositäten, willkürliche Abbildungen, respektlose Referenzen, ätzende Arbeiten, Skizzen, Anmerkungen, Scheiße, Verbesserungen, Editionen, Gespräche, Gedichte, Landschaften, Gerüche; Kurz gesagt, alles außer Kochrezepte. 

Ich beabsichtige mich auf das Konzept, nicht das Subjekt, des Erschöpften zu fokussieren und auf die Aktion des Erschöpfens.
Ausbeutung wäre eine Zone, ein indirekter Raum um Gefühle zu koordinieren, der affektive Strategien reproduziert und produktive Formen des Lebens und Kreierens entwickelt. 

Nicht nur durch Extraktion, sondern auch durch Überschneidung. Müde Bedeutungen, wie ein erschöpftes Tier das sich hinlegt, um zu ruhen oder zu sterben. 

1990 in Buenos Aires geboren, derzeit in Porto lebend, wurde Matias Romano Aleman eingeladen im Raum für drastische Maßnahmen seinen Kosmos in einer raumfüllenden Installation zu zeigen. 

Matias Romano AlemanMatias Romano Aleman

I want to be your neighbourhood

Installation

Opening, 7 May 2021 starts at 7 p.m. / Exhibition, 8  – 29 May 2021

The exhibition will be opened online on instagram on 7 May by Ana Baumgart and is understood as an evolving process in which the artist will constantly intervene until the 17 May. The Formation will be documented by the artist itself in form of a „daily video diary“ to be viewed at our website.

Depending ont the Corona situation, the exhibition can be visited from the outside, on our online channels or with appointment

My artistic processes revolve around infantile spaces as a rhetoric and existential zone, pushing thought and object to its margins.
Following the tradition of not knowing where to start, of contradicting upon every sentence, every thought, every fluid. 

To correspond with hunches and unexpected correlations, I work, without any intention of cultivating or captivating our minds, to share a part of my imagination.
At times synthetic, at others organic, sometimes untimely sometimes tame as a domestic cat. 

I work viewing production as useless research, as a mute complaint and critique to the concept of progress and capitalistic exploitation. To access the useless, I throw myself toward wearing out ideas, objects and images. 

Endless curiosities, random images, irreverent references, caustic works, drawings, annotations, shit, corrections, editions, conversations, poems, landscapes, smells; in short, everything except cooking recipes. 

I intend to focus on the concept —not the subject— of the exhausted and the action of exhausting. “Ausbeutung” would be a zone, an indirect space to coordinate feelings, reproducing affective strategies and developing productive forms of living and creating.
Not only by extracting, but also by overlapping. Fatigued meanings, like a tired animal that lies down for some rest or to die. 

Born in Buenos Aires, in 1990, now based in Porto, Portugal, Matias Romano Aleman is invited to show his cosmos in a room-sized installation at Raum für drastische Maßnahmen. 

www.mtsromano.hotglue.me

www.instagram.com/matiasromanoaleman