Archiv des Autors: saskia

PROGRAMM 2026

*ATTAQUE(E)R LE VISIBLE

Experimentalfilmreihe kuratiert von Lawinia Rate

6. und 7. November 2026

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*RAUM LESUNG FEATURING PRESENT BOOKS

28. November 2026

Lesung, Bücherverkauf, Glühwein und Kekse

u.a. mit Yannic Pöpperling, Yannick Labbe, Henriette Hufgard tbc

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*AUKTION26

12. Dezember 2026

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ELS VAN RIEL


körperliche interventionen
ELS VAN RIEL

22. April 2026, Einlass 19:30 Uhr / Projektion 20 Uhr

Im April laden wir herzlich ein zu den Filmen von Els van Riel.
Die Filme von Els van Riel versuchen nicht, zu erzählen. Im Zentrum stehen Licht, Zeit, Bewegung und die filmische Technik. Els van Riel schaut sie s… chaut genau hin. Aber sie lässt auch das Publikum Teil dieses Prozesses sein. Sie beschreibt ihre Filmpraxis als „radikale Aufmerksamkeit“. Wenn man einem noch so gewöhnlichen Ding genug Zeit schenkt, entdeckt man es neu. Deswegen sind Filme sowohl als geduldige Recherchen als auch als Kreationen zu verstehen. Für Els van Riel gibt die Filmkamera nicht einfach die Realität wieder, sondern sie gestaltet sie mit. So entsteht aus einem weißen, überbelichteten Bild etwas Benennbares, wenn die Filmemacherin langsam die Blende schließt. Oft sind es gerade die Lichtverhältnisse, die unsere Umgebung in einem poetischen,
(a)signifikanten Dasein erscheinen lassen. Els van Riel bewegt sich gerne an dieser Schwelle.

Gästin: Els van Riel

PROGRAMM:
Scratch, 2007, digital, 14 Min. / Musik Chiyoko Szlavnics
Unwritten Page, 2001, 16 mm, 11 Min. / Musik Antoine Beuger
Elliptic, 2025, 16 mm, 30 Min. / Musik Marie-Cécile Reber

Eintritt: Spende

©Els van Riel, Elliptic, 2025, Standbild

corporal interventions
ELS VAN RIEL

April 22th 2026, doors 7:30 p.m. / start 8 p.m.

This April, we warmly invite you to come and see Els van Riel s films.
Els van Riel s films do not attempt to tell a story. The focus is on light, time, movement and cinematic technique. Els van Riel is anobserver; she observes closely. However, she also allows the audience to participate in this process. She describes her filmmaking approach as radical attention . If you give even the most ordinary thing enough time, you rediscover it. This is why films should be
understood as both patient research and creations. For Els van Riel, the film camera does not merely reflect reality; it helps to shape it. Thus, a white, overexposed image becomes definable as the filmmaker slowly closes the aperture. It is often the lighting conditions themselves that cause our surroundings to take on a poetic, (a)significant existence. Els van Riel likes to move along this threshold.

Guest: Els van Riel

PROGRAMME:
Scratch, 2007, digital, 14 mins / music by Chiyoko Szlavnics
Unwritten Page, 2001, 16 mm, 11 mins / music by Antoine Beuger
Elliptic, 2025, 16 mm, 30 mins / music by Marie-Cécile Reber

Entry: Donation

Gefördert durch:

Geplante Obsoleszenz

Geplante Obsoleszenz

Ruinen und Fassaden (schwarze madonna & Enya Morricone)

Eröffnung: 28. März 2026 ab 17 Uhr, Punk Performance 20 Uhr

Ausstellung: 29. März bis 6. April 2026

„Ruinen und Fassaden“ arbeiten interdisziplinär. Skulptural, performativ und audiovisuell reagieren sie auf Raum und Umgebung und konfrontieren diese mit einer anarchistischen Sicht auf Mystik und Missstand. Durch die materielle Auseinandersetzung mit obsoleten Medien, sowie Naturmaterialien und aktuellen Technologien entsteht ein Dialog zwischen bürokratischer Absurdität, Konsumversprechen, sowie Hierarchien und der Wunsch diesen zu entfliehen.

Marcel Breitenhuber und Maximilian Reubel reisen eigens für dieses Projekt nach Berlin und tauchen gemeinsam in einen intensiven Arbeitsprozess ein. In der Woche vor der Performance werden sie Tag und Nacht miteinander verbringen und den Raum Schritt für Schritt transformieren.

Tagsüber entsteht eine sich stetig entwickelnde Ausstellung, die Einblicke in ihren künstlerischen Dialog gewährt. Nachts hingegen verlagert sich der Fokus auf den Klang: In konzentrierter Zusammenarbeit entwickeln sie den Sound für die abschließende Performance. So wächst über mehrere Tage hinweg ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk, das Raum, Zeit und Zusammenarbeit auf besondere Weise miteinander verbindet.

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Geplante Obsoleszenz

Ruinen und Fassaden (schwarze madonna & Enya Morricone)

Opening March 28th 2026 5 p.m., punk performance starts 8 p.m.

Exhibition: 29. März 29th – April 6th 2026

“Ruinen und Fassaden“ works in an interdisciplinary manner. Sculptural, performative, and audiovisual, it responds to space and surroundings, confronting them with an anarchistic view of mysticism and injustice. Through material engagement with obsolete media, natural materials, and current technologies, a dialogue emerges between bureaucratic absurdity, consumer promises, hierarchies, and the desire to escape them.

Marcel Breitenhuber and Maximilian Reubel are travelling to Berlin specifically for this project and will immerse themselves together in an intensive creative process. In the week leading up to the performance, they will spend day and night together, transforming the space step by step.

During the day, a constantly evolving exhibition takes shape, offering insights into their artistic dialogue. At night, however, the focus shifts to sound: working in close collaboration, they develop the soundtrack for the final performance. Over the course of several days, a multi-layered Gesamtkunstwerk emerges, uniquely intertwining space, time and collaboration.

YOSHIKO CHUMA

Attaque(e)r le visible

Körperliche Interventionen

YOSHIKO CHUMA

17. März 2026, Einlass 19:30 Uhr, start der Projektion 20 Uhr

Das Jahresprogramm von Attaque(e)r le visible beginnt mit Filmtanzarbeiten von Yoshiko Chuma.
Yoshiko Chuma ist Tänzerin, Choreografin und Filmemacherin. Sie kam in den 70er Jahren aus Japan in die USA, wo sie zu einer der führenden Persönlichkeiten des modernen Tanzes wurde. 1982 gründete sie in New York City die bis heute aktive Tanzkompanie The School of Hard Knocks. Zwischen 1979 und 1983 drehte sie sieben 16-mm-Filme, in denen ihr Interesse für Tanz und Film aufeinandertrafen. Danach ließ sie dieses Medium hinter sich.

PROGRAMM:

August 27, 1979 – The Girl Can’t Help It, 16 mm/digital, 1979, 18 Min.
Champing at the Bit, 16 mm/digital, 1982, 8 Min.
Splish Splash, 16 mm/digital, 1982, 12 Min.
The School of Hard Knocks (mit Jacob Burckhardt), 16 mm/digital, 1980, 31 Min.

Nach der Projektion gibt es ein Gespräch mit Sarah Möller, Kuratorin, Dramaturgin und Vertreterin der Filme von Yoshiko Chuma.

Weitere Informationen: www.attaqueerlevisible.com

Image Credit: Yoshiko Chuma, Jacob Burckhardt, The School of Hard Knocks, 1980, Standbild

Corporal interventions

YOSHIKO CHUMA

March 17th 2026, doors open 7:30 p.m. / starts 8 p.m.

The annual programme opens with Yoshiko Chuma’s film dance works.
Yoshiko Chuma is a dancer, choreographer and filmmaker. Having come to the USA from Japan in the 1970s, she became one of the leading figures in modern dance. In 1982, she founded the dance company The School of Hard Knocks in New York City. Between 1979 and 1983, she made seven 16 mm films in which she brought together her interests in dance and film. After that, she left this medium behind.

PROGRAMME:

August 27, 1979 –The Girl Can’t Help It, 16 mm/digitised, 1979, 18 mins
Champing at the Bit, 16 mm/digitised, 1982, 8 mins
Splish Splash, 16 mm/digitised, 1982, 12 mins
The School of Hard Knocks (with Jacob Burckhardt), 16 mm/digitised, 1980, 31 mins

After the screening, there will be a discussion with Sarah Möller. (Language: German) Sarah Möller is a curator and dramaturge who represents Yoshiko Chuma’s films.

More Informations: www.attaqueerlevisible.com

Teil von / Part of

WOMEN ART OPEN

In Kooperation mit / In cooperation with

Gefördert durch / Funded by

Homesick for another world

Homesick for another world

Gruppenausstellung kuratiert von Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi 

Vernissage: 20. Februar 2026 ab 19 Uhr

Ausstellung: 21. Februar bis 7. März 2026

Finissage: 7. März 2026 tba

Mit: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara

Für die Ausstellung „Homesick for another world“ lädt das Kurator*innenkollektiv Jardín Künstler*innen und Publikum dazu ein, über Gefühle des Wohnens, der Sehnsucht und ihrer Ursprünge nachzudenken und zu hinterfragen. Was es bedeutet, seine Heimat zu vermissen, und ob ein einzelner Ort wirklich das Verlangen nach Zugehörigkeit, Stabilität und Verwurzelung erfüllen kann. Die Ausstellung untersucht, wie Nostalgie und Bedauern Erinnerungen umgestalten und eine möglicherweise nicht mehr existierende Vergangenheit romantisieren können, und erkundet gleichzeitig Formen des Vermissens, die über den Ort hinausgehen und sich auf die Gemeinschaft, die Familie oder imaginäre Heimatländer erstrecken. Ausgehend von persönlichen Migrationserfahrungen bieten die teilnehmenden Künstler*innen unterschiedliche Perspektiven auf Verlust, Wiederverbindung und Heilung und fragen, wie wir Heimat und Gemeinschaft neu denken, uns mit den Lasten, die wir tragen, auseinandersetzen und Wege finden können, anderswo Wurzeln zu schlagen.

Das Kollektiv Jardín versteht sich als ideelles Treibhaus, in dem Pflege, Erhaltung und Beobachtung im Zentrum kollektiver künstlerischer Praxis stehen. Gegründet im April 2024, widmet sich Jardín dem Schaffen und Erhalten soziokultureller Organismen.

In Berlin, einer Stadt gelebter Plurikulturalität, entstand die Plattform aus dem Wunsch dreier Künstler*innen unterschiedlicher Hintergründe, einen Dialog zwischen lateinamerikanischen, osteuropäischen und der Berliner Kunstszene zu fördern. Jardín bietet Raum für gemeinsames Lernen, Austausch und Experimentieren und legt dabei besonderen Wert auf Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie auf das Knüpfen von Verbindungen zwischen sonst getrennten Szenen.

Ankica Jovanović (*1993 in Split, Kroatien) studierte Malerei an der Academy of Fine Arts in Split, Kroatien. In ihrer Praxis spezialisiert sich Ankica auf Malerei und Zeichnung, sie ist Mitglied des 101 Project Space, einem von Künstler*innen geführten Ausstellungsraum in Berlin. Sie beschäftigt sich mit emotionalen Erinnerungen, Landschaften sowie menschlichen Interaktionen und Beziehungen. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Kunstraum Kreuzberg in Berlin, im estamos bien space in Amsterdam, beim Futur3 Festival in Kiel und in der Kosminen Gallery in Helsinki.

Juan Blanco (*1988 Bogotá, Kolumbien) Juan Blanco studierte Bildende Kunst an der Universidad de los Andes (2011) und absolvierte einen Master of Fine Arts in Malerei an der Muthesius Kunsthochschule unter der Leitung von Professor Antje Majewski. Seine künstlerischen Aktivitäten konzentrieren sich auf Malerei, Installation und Druckgrafik, wobei er sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Bildung auseinandersetzt. Seine aktuellen Arbeiten reflektieren die Art und Weise, wie wir Naturphänomene wahrnehmen. In seinen Arbeiten untersucht er die Spannung zwischen dem menschlichen Auge und unserer Wahrnehmung von Natur, Landschaft, ökologischen und politischen Themen und wirft Fragen zu menschlichen Neigungen, Impulsivität und Verletzlichkeit auf. Er arbeit in Berlin, Kiel und Bogotá.

David Bianchi (*1998 in Guatemala-Stadt, Guatemala) ist ein bildender Künstler, der seit 2017 in Deutschland lebt, studiert und arbeitet. Er schloss sein Bachelorstudium in Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in die Kiel ab, bevor er 2022 nach Berlin zog, wo er derzeit an der Universität der Künste studiert. Seine Arbeit, bei der die Zeichnung das primäre Medium ist, konzentriert sich auf Themen der Identität und kulturellen Zugehörigkeit sowie auf die Poetik der physischen und emotionalen Distanz zwischen Hemisphären und Kontinenten. Seine Bilder sind voller persönlicher spiritueller Symbolik, durch die er versucht, sich mit den verblassenden Erinnerungen eines sich verändernden Landes wieder zu verbinden.

Ernstina Eitner (*1992, Rendsburg, Deutschland) ist eine interdisziplinär arbeitende bildende Künstlerin, die sich in ihrer Praxis kritisch mit gesellschaftlichen und kulturellen Phänomenen auseinandersetzt. Als Tochter schwarzmeerdeutscher Eltern aus Kasachstan spielen ihre Herkunft und (kollektive) Erinnerungen eine zentrale Rolle in ihrer oft recherchebasierten Arbeit, die sich verschiedener Techniken und Materialien bedient und vor allem Objekte, Installationen und Zeichnungen umfasst.

Joanna Skupinska oder Asia Skupinska (*1994 in Warschau, Polen) ist ein*e bildende Künstler*in, die mit Installation, Video und interaktiven Medien arbeitet. They lässt sich von digitalen Interaktionen und materiellen Komponenten der digitalen Welt inspirieren. They’re Fokusrichtungen sind die emotionalen Reaktionen und/oder die Wege, die flüchtigen Elemente des Alltagslebens zwischen der materiellen und digitalen Welt einzufangen.

Anna Raczyńska (*born 1990, Bielsko-Biała Poland, Lebt und arbeitet in Leipzig) ist bildende Künstlerin, Forscherin und Dozentin. Sie wurde in Bielsko-Biala, Polen, geboren und lebt und arbeitet derzeit in Leipzig, Deutschland. Ihr umfangreiches Werk umfasst eine Vielzahl künstlerischer Formen, darunter Objekte, Digitaldrucke, 3D-Animationen, Skulpturen und immersive Installationen. Raczyńska verfügt über die bemerkenswerte Fähigkeit, Alltagsgegenstände durch die Umgestaltung ihrer Form, Materialität und Größe in tiefgründige Ausdrucksformen zu verwandeln. In ihrem kreativen Prozess schafft sie einen meisterhaften Ausgleich zwischen ironischen Gesten und tiefgründigen Materialuntersuchungen und webt eine Erzählung, die den Betrachter immer wieder in ihren Bann zieht und herausfordert.

Carlos Vergara (*1989 in Barranquilla, Kolumbien, lebt und arbeitet in Wien, Österreich) Arbeit befindet sich in einem Zwischenraum. Seine Generation wurde in die Übergangsphase zwischen der analogen und der digitalen Welt hineingeboren und konfrontiert mit einer besonderen Vorstellung davon, was Realität ist. Diese Ausgangsposition ermöglicht es ihm, sich an der Peripherie verschiedener Szenarien zu positionieren, wo er eine Sprache entwickelt, die sich mit dem Selbst und dem Fremden, dem Hier und dem Dort, der Vergangenheit und der Zukunft auseinandersetzt. Dabei hinterfragt er Konzepte, die sich auf Identität und Erinnerung beziehen.

Homesick for another world

Group exhibition curated by Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi

Opening: February 20th 2026, starting 7 p.m.

Exhibition: February 21th to March 7th 2026

Closing event: March 7th 2026 tba

With: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara

For the exhibition „Homesick for another world“, the curatorial collective Jardín invites artists and audiences to reflect on feelings of dwelling, longing, and their origins, questioning what it means to miss one’s home and whether a single place can truly fulfill desires for belonging, stability, and rootedness. The exhibition considers how nostalgia and regret can reshape memories, romanticise pasts that may no longer exist, while exploring forms of missing that extend beyond place to community, family, or imagined homes. Drawing from personal experiences of migration, the participating artists offer diverse perspectives on loss, reconnection, and healing, asking how we might reimagine home and community, confront the burdens we carry, and find ways to set roots elsewhere.

The Jardín collective sees itself as an ideal greenhouse in which care, preservation, and observation are at the heart of their artistic practice. Founded in April 2024, Jardín is dedicated to creating and preserving sociocultural organisms.

In Berlin, a city of lived pluriculturalism, the platform arose from the desire of three artists from different backgrounds to promote dialogue between the Latin American, Eastern European, and Berlin art scenes. Jardín offers space for joint learning, exchange, and experimentation, placing particular emphasis on diversity in artistic expression and on forging connections between otherwise separate scenes.

Szene klappern

Szene klappern

Lesung 26

Freitag der 13. Februar 2026, Einlass 19 Uhr, Start 20 Uhr.

Der Raum für drastische Maßnahmen lädt zur (szenischen) Lesung.

Mit:
Leonard Feddern, Fabian Frischmann, Michael Huber, Tara Meister, Camillo Del Valle Lattanzio, Teresa Metzinger, Valeria Nieberg, Suse Schröder, Stefan Schwinghammer, Marius Wolf, Jonas Zink

„Klappe halten“ von Camillo Del Valle Lattanzio

Klappern klingt nach Klappe,

und man klappert ja auch mit der Klappe,

mit den Zähnen,

in der Klappe,

man klappert,

wenn es in der Klappe kalt ist,

wenn man mit der Klappe in der Klappe friert,

mit den Zähnen in der Klappe,

gerade wenn man die Klappe nicht aufmacht,

oder zumindest nicht ganz aufklappt,

man klappert,

wenn man schweigt,

man klappert,

wenn man die Zähne,

nicht die Klappe,

zum Sprechen bringt,

man klappert die Zähne,

wenn man Angst hat,

wenn man in die Klappe verfolgt wird,

es gibt immer Besucher in der Klappe,

nicht alle sind Freunde,

nicht alle sind Feinde,

aber auch nicht alle verstehen,

dass das Klappern der Zähne

kein gutes Zeichen ist,

manchmal klappert man die Zähne,

man hält die Klappe,

und manchmal zeigt man die Klappe,

die Zähne die nicht klappern,

„Vorsicht mit den Zähnen“ meint er,

und ich klappere die Klappe

und klammere die Klappe,

wenn man nicht sprechen kann,

weil man einen Schwanz

im Mund hat,

da gibt es keine Zähne

aber manchmal

zeigt man die Zähne,

durchs Loch,

wenn man grinst,

aber auch wenn man vor Lust brüllt,

Zähne zeigen ist ein Zeichen,

„Vorsicht mit den Zähnen“,

wie Freunde,

die „sich weiße Zähne zeigen“,

wenn wir „lieblich laut mit Freunden lachen“,

aber Lachen ist kein Sagen,

man lacht und man spricht,

aber man klappert die Klappe,

wenn man friert,

wenn man Angst hat,

vor dem Mann,

den man nicht kennt,

dem Mann,

der nicht warm ist,

der uns holen möchte,

der friert,

der uns frieren lassen möchte,

der die Klappe zuhalten möchte,

dann klappere ich meine,

seine Zähne,

hinter dem Loch,

„who’s in the house?“,

„I don’t know“,

trotzdem geht man immer wieder

in die Klappe,

langsam geht man in die Klappe

als ein Zeichen,

als eine Einladung,

aber nicht alle sind eingeladen,

nicht alle möchte man in der Klappe halten,

es gibt aber keine Klappe mehr,

sowas wie eine Klappe gibt es nicht mehr,

die Klappe,

ein Museum unserer Begegnungen,

die Klappe ist zugeklappt,

ihre Zeit ist zugesperrt,

sie wollen

sie haben uns die Klappe gehalten,

weil sie nicht wollen,

weil sie nicht wollten,

und werden auch nie wollen,

dass wir uns gegenseitig blasen,

dass wir unsere Klappen offenhalten,

weil sie nicht wollen,

dass die Klappe ihrer Ängste offenbleibt,

es gibt kein Grinsen in ihrem Lachen,

es gibt keine Freunde in ihren Zähnen,

weil sie einfach nicht dazu gehören,

weil wir nie zu ihnen gehörten,

sie werden jedoch kommen,

sie kommen uns holen,

sie werden uns holen

in all unseren Orten,

sie werden uns holen,

weil unser Geld nicht klappert,

weil wir aus Liebe

und nur aus Liebe

und Lust, und Sex

gegenseitig den Mund offenhalten,

sie werden aber

all unsere Klappen zumachen,

weil unser Stöhnen zu laut war,

weil wir viel zu laut waren,

weil wir

gegen all die Erwartungen

Wärme gefunden haben,

sie werden es nicht dulden,

obwohl wir nur geklappert haben,

weil wir immer nur Angst hatten,

wir nur leise und versteckt geflüstert haben,

wir uns eine kleine Welt gemacht haben,

im Dunkeln, im Versteck, im Keller,

weil wir einfach genossen haben,

ohne Geld klingeln zu lassen,

daher haben sie die Klappe zugeklappt,

nicht alle sind Freunde,

nicht alle sind Feinde,

aber sie sehen nur Feinde,

sie sehen nur andere

um zu holen

um zu verkaufen

und egal wie gut wir uns verstecken

werden sie uns holen,

und sie werden uns aus unseren schönen Löchern

holen

aus unserer Höhle holen,

wo wir uns warm zugedeckt haben,

im Dunkeln, im Versteck, im Keller,

sie werden unsere Höhlen ausholen,

aber nicht all die Höhlen haben Zähne,

die sie zuklappen können,

es gibt warme Höhlen

schöne Höhlen

die sie uns auch zusperren wollen

zunähen wollen,

weil der Arsch zubleiben muss,

weil der Arsch keine Zähne hat,

verstopft klappern ihre Ärsche,

wie eine weiße Mauer,

wir zeigen uns weiße Zähne,

in der Klappe

wo unsere Klappe klappert,

wo wir frieren

wo sie mit uns frieren

in der Klappe,

die nach Klappern klingt.

Newyearsletter

Raum 2026 – Danksagung, News und Futur

Höchst verehrte UnterstützerInnen, geschätzte Mitglieder und liebe Freunde des Raum für drastische Maßnahmen e.V.

Vorweg möchten wir uns allerherzlichst für all die Liebe und euren vielfältigen Support in den vergangenen vierzehneinhalb Jahren bedanken. Ohne euch wäre dieser Projektraum nicht denkbar und zudem sinnlos!

Trotz der ausgelaufenen, sechsjährigen Projektraumbasisförderung durch den Berliner Senat haben wir uns einvernehmlich entschlossen den Raum für mindestens 1,5 Jahre weiter zu betreiben und zu erhalten. So manche Posten, bspw. Videointerviews, Plakate und Honorare, müssen wir zukünftig leider auf ein Mindestmaß reduzieren. Dem gegenüber stehen unser Glaube an die Wichtigkeit der Sache und dieses weiterhin fantastisch-fruchtig wuchernde Netzwerk menschlicher Interaktionen.

Auch in 2026 ist und bleibt der Raum für drastische Maßnahmen eine unkommerzielle und interkulturelle Begegnungsstätte für frische Kunst in all ihren Formen.

Damit dass so bleibt bräuchten wir wieder vermehrt Eure Rückendeckung!
Bieten könnt ihr diese über eine (erneuerte) Mitgliedschaft und Spenden, auch vor Ort. Fortlaufende Mitgliedschaften bitten wir mal zu überprüfen, da die Daueraufträge oftmals am Ende eines Jahres automatisch auslaufen.

Für neue Mitgliedschaften und Bankkontakt bitte hier entlang:
www.rpunkt.org/mitgliedschaft/

Herzlichsten Dank an Euch!

Ansonsten kommt gerne einfach mal wieder auf ein Wort und Trunk vorbei. Jede Form der Unterstützung ist uns höchst willkommen und wir lobpreisen wie immer jeder Erscheinung.

Im neuen Jahr wird das Programm des Raums aus eher experimentellen und kollaborativen Aktionen und Ausstellungen bestehen. Auch möchten wir wieder mehr Performances die Haltung zeigen, Raum bieten.

Unser Progamm startet im Februar mit einer Lesung am Freitag den 13. unter dem Motto „Szene klappern“. Die umfangreiche Liste der Teilnehmenden folgt.

Die erste Gruppenausstellung „Homesick for another World“ startet am 20. Februar und wird vom Kuratorenkollektiv JARDIN bestehend aus David Bianchi (GT), Juan Blanco (COL) und Anči Jovanović (CRO) bespielt. Gezeigt werden Arbeiten von Asia Skupinska , Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Laura Gómez Bernal, Saray Purto Hoffmann, Ernstina Eitner, und David Ramírez Cotón.

Außerdem möchten wir Euch noch auf unser anstehendes 15 jähriges Jubiläum Mitte Juli hinweisen. Da lassen wir es wohl scheppern!

Freut euch auf ein diverses Programm und checkt mal unbedingt die Ausstellung unser liebsten Mitverschwörer im KFZ- Kunst für Zukunft aus, falls ihr im Frühsommer nähe Bodensee seid.

Wir wünschen Euch allen ein fabelhaftes Jahr und danken vielmals für vergangene und zukünftige Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Bleibt lieb und drastisch!

Immer Euer Raum.


ENG

Dear supporters, valued members, and dear friends of Raum für drastische Maßnahmen.

First of all, we would like to express our heartfelt thanks for all your love and diverse support over the past fourteen and a half years. Without you, this project space would be inconceivable and, moreover, meaningless!

Despite the expiration of the six-year project space funding from the Berlin Senate, we have mutually agreed to continue operating and maintaining the space for at least another 1.5 years. Unfortunately, we will have to reduce some items, such as video interviews, posters, and fees, to a minimum in the future.
On the other hand, we believe in the importance of the cause and this fantastically fruitful network of human interactions.

In 2026, Raum für drastische Maßnahmen will remain a non-commercial and intercultural meeting place for fresh art in all its forms.

To ensure that this remains the case, we need your support once again! You can offer these through (renewed) membership and donations, including on site. We kindly ask you to check your ongoing memberships, as standing orders often expire automatically at the end of the year.

For new memberships and bank details, please click here:
www.rpunkt.org/mitgliedschaft/

Thank you very much!

Otherwise, feel free to drop by for a chat and a drink. Any form of support is most welcome and, as always, we praise every appearance.

In the new year, the program of the space will consist of more experimental and collaborative actions and exhibitions. We would also like to offer more performances that show attitude and provide space.

We will start with a reading on Friday, February 13th, under the motto “Szene klappern” (Clattering Scene). The extensive list of participants will follow.

The first group exhibition, “Homesick for another World,” will then start on February 20th and will be curated by the collective JARDIN, consisting of David Bianchi (GT), Juan Blanco (COL), and Anči Jovanović (CRO).
Works by Asia Skupinska, Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Laura Gómez Bernal, Saray Purto Hoffmann, Ernstina Eitner, and David Ramírez Cotón will be on display.

We would also like to draw your attention to our upcoming 15th anniversary in mid-July. We’ll be celebrating in style!

Look forward to a diverse program and be sure to check out the exhibition by our favorite co-conspirators at KFZ- Kunst für Zukunft if you happen to be near Lake Constance in early summer.

We wish you all a fabulous year and thank you very much for your past and future attention and support.

Stay sweet and drastic!

Always yours, Raum.

Text: Nikolas Claussen

Videoaktion6


VIDEOAKTION #6

5. bis 7. Dezember 2025

Dieses Jahr feiert attaque[e]r le visible 10-jähriges Jubiläum!

attaque[e]r le visible ist eine Plattform für kuratierte Filmvorführungen, Buchpräsentationen und Vorträge zu Experimentalfilm und Medienkunst. attaque[e]r le visible begann 2015 in La Mutinerie in Paris – einem einzigartigen, selbstverwalteten queeren Raum im Herzen einer ansonsten gentrifizierten Stadt. Seit mehreren Jahren sind wir im Raum für drastische Maßnahmen in Berlin aktiv. Wir glauben, dass kulturelle Veranstaltungen kein Luxusgut für Auserwählte sein dürfen. Vor allem ältere Experimentalfilme sind heute schwer zugänglich, was mit deren komplizierten Verhältnis zu Film und Kunst zu tun hat. Dieser Umstand zieht es nach sich, dass sie kaum bekannt sind, was den dem Experimentalfilm/video anhaftenden Ruf nährt, er sei anspruchsvoll, exklusiv und unverständlich und ziehe vorrangig intellektuelles Publikum an. attaque[e]r le visible möchte diese Vorwürfe entkräften und zeigen, dass dieses Genre einer antikapitalistischen Widerstandskultur entsprungen ist und eine Veränderung beschränkender gesellschaftlichen Strukturen und Normen anstrebt(e). attaque[e]r le visible versucht zudem besonderes Augenmerk auf marginalisierte Positionen zu legen, indem attaque[e]r le visible Arbeiten aus feministischen, queeren und migrantischen Kreisen zeigt und sich bemüht, dem multikulturellen Bild der Szene Rechnung zu tragen.

Hier finden sowohl ältere Experimentalfilme als auch die neuesten Entwicklungen des Genres ihren Platz. attaque[e]r le visible widmet sich Filmen, die die Konsistenz und Illusion des klassischen Films stören, indem sie den Blick bewusst auf die technische Verankerung des Films, seine Inkohärenz und Materialität richten.
Die ausgestellten Arbeiten zeichnen sich durch die Ablehnung stereotyper Bilder und linearer Erzählungen sowie durch ihre kritische Haltung gegenüber der Mitwelt, normativen Sichtbarkeiten, Formen und Körpern aus. Kurz gesagt, es handelt sich um Filme, die dem Selbstverständlichen misstrauen und für die das Wort „normal” nicht existiert.

Zehn Jahre attaque[e]r le visible – das muss gefeiert werden!
Aus diesem Anlass veranstalten wir eine festliche Ausgabe der VIDEOAKTION, unserem jährlichen Anti-Salon für Experimentalfilm und -video. Die dreitägige Veranstaltung umfasst Projektionen, Cinéperformances, Expanded-Cinema-Events und einen Filmworkshop. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenkommen, der Austausch von Ideen und natürlich die Diskussion über den aktuellen Stand des Experiments mit bewegten Bildern.

Programm

Installation „Not Just a Shot” von Laurence Favre
Die Installation wird während der gesamten dreitägigen Videoaktion zu sehen sein.

5. Dezember 2025
18 Uh
r
Projektion I
Maiara Barbosa, Kineflow, HD Video, 2025, 8 mins.
Parham Ghalamdar, The Sight Is a Wound, HD Video, 2025, 6 mins.
Anna Anders, Engravings of Violence – Condensed, HD Video, 2023, 3 mins.
Khadija Zammouli, Papillon [Butterfly], HD Video, 2024, 10 mins.
Eve Le Fessant Coussonneau, Sunny 16 Helsinki, 16 mm/digitised, 7 mins.
Frédérique Devaux, Villes [Cities], HD Video, 2018, 10 mins.
Chto Delat, Inside Diagrams, HD Video, 2023, 10 mins.
Ça la Gillisğ, Different/Same/Both/Neither, 8 mm/digitised, 2024, 4 mins.
Yoonseo Lee, You Have no Mother!, HD Video, 2025, 13 mins.
Katrin Eissing,Talk about Trees, 16 mm, 2025, 7 mins.

18:30 Uhr
Performance “Close Your Eyes” by Yann les Jours

21:30 Uhr
Projection II

Ana Edwards, La Partida de las Imágenes [The Departing Images], 16 mm/digitised, 2022, 11 mins.
Chloe & Emily Charlton, Stair Hole, 16mm/digitised, 2025, 6 mins.
Lilia Li-Mi-Yan & Katherina Sadovsky, When the Hawk Comes, HD Video, 2023, 6 mins.
Jean-Yves Roy, Wrecks of the Day, 8 mm/digitised, 2025, 9 mins.
Mélissa Faivre, Sandia, HD Video, 2025, 8 mins.
Laure Giappiconi, La sortie se trouve à l’intérieur [The Exit Is Located Inside], Lomokino 35mm/digitised, 2024, 15 mins.
Ani Schulze, Cinema House Oliveira, 16 mm/digitised, 2014, 5 mins.
Cos Ahmet, A Light Pinkish Brown, HD Video, 2023, 7 mins. Bernd Lützeler, Vintage Wisdom from the Ether, 16mm, 2025, 8 mins.

6. Dezember 2025
17 Uhr
Projektion III

Sarah Pucill, Eye Cut, 16mm/digitised, 2021, 20 mins.
Rita Casdia, End, dig. Animation, 2025, 3 mins.
Derya Durmaz, Will You Come With Me?, dig. Animation, 2023, 2 mins.
Jos Diegel, An die Liebenden [To the Lovers], 16 mm/digitised, 2016, 8 mins.
Carey Lin & Gabriel Gilder, Lift and Oscillate, HD Video, 2025, 4 mins.
Sommar Lee, Gobi, HD Video, 2025, 10 mins.
Evelin Stermitz, Here But Not There, HDV PAL/NTSC, 2022, 4 mins.
Sahand Sarhaddi, Fragments of a Revolution, HD Video, 2019, 6 mins.
Nilsu Demirel, The Fig Tree, Found footage film, 2025, 4 mins.
Antonio Arango, Shot on 9.5mm, 9,5 mm/digitised, 2024, 6 mins.
Vicky Smith, Le corps morcele [The Fragmented Body], 16 mm, 2025, 4 mins.

19 Uhr Buchvorstellung „Ion Grigorescu – From static oblivion” (Avarie Publishing) mit Giuliana Prucca, Autorin des Buches und Direktorin von Avarie Publishing. Vorführung von Filmen von Ion Grigorescu.
Sprache: Englisch

20:30 Uhr
Ciné Performance by Éloïse Baille

21:30 Uhr
Projection IV
Tridisha Goswami, A Capsized Boat, HD Video, 2024, 4 mins.
Yuliya Tsviatkova, In the Animal’s Skin, HD Video, 2025, 14 mins.
Nikolas Candido, Nonno, 16mm/Super 8/digitised, 2024, 11 mins.
Neozoon, Good Boy – Bad Boy, Found footage video, 2011, 3 mins.
Ghada Sayegh, Meteors ,… Found footage video, 2025, 9 mins.
Giancarlo M. Sandoval & Sidney Mandros, Letzter Tag [The Last Day], HD Video, 2025, 12 mins. Caroline Monnet, Pidikwe, HD Video, 2025, 10 mins.
Lilan Yang, Untitled Film, 16mm/digitised, 2025, 4 mins.
Agnès Perrais, Terre rouge terre noire [Red earth black earth], 16mm, 2024, 6 mins.


7. Dezember 2025
13 – 17 Uhr

Workshop „Film ohne Kamera“ mit Éloïse Baille
Gebühr: 50 Euro/Person, max. 6 Personen
Sprache: Englisch
Anmeldung: contact@attaqueerlevisible.com


VIDEOAKTION #6

December 5th – 7th 2025

This year, attaque[e]r le visible is celebrating its 10th anniversary! attaque[e]r le visible is a platform for curated projections, book presentations, and talks on experimental film and media art. It started in 2015 at La Mutinerie in Paris—a unique, self-managed, queer space in the heart of an otherwise gentrified city—and we have been active at the Raum für drastische Maßnahmen in Berlin for several years. We believe that cultural events should not be a luxury reserved for the select few. They must be organised and presented in a more egalitarian way. This idea was crucial to the creation of attaque[e]r le visible. Older experimental films in particular are difficult to access today. This is due to their complicated relationship with film and art. Consequently, they are not widely known, which perpetuates the reputation of experimental film/video as demanding, exclusive, and incomprehensible, primarily attracting an intellectual audience. attaque[e]r le visible aims to challenge these perceptions by demonstrating that this genre emerged from an anti-capitalist culture of resistance seeking to transform restrictive social structures and norms. attaque[e]r le visible also seeks to highlight marginalised perspectives by showcasing works from feminist, queer and migrant communities, striving to reflect the plural nature of the scene.


Older experimental films as well as the most recent developments of the genre find a place here.
attaque[e]r le visible is dedicated to films which perturb the consistency and illusionism of the classical film by consciously referring to the technical embeddedness of the film, its incoherence and materiality. The works on display are characterised by a refusal of stereotypical images and linear narration, and by their critical stance towards the co-world, normative visibilities, forms and bodies. In short, it is about films which do not trust the self-evident, and for which the word “normal” does not exist.

Ten years ofattaque[e]r le visible —that has to be celebrated!
To mark the occasion, attaque[e]r le visible is organising a special, festive edition of VIDEOAKTION, our annual anti-salon for experimental film and video. The three-day event will feature contemporary and historical experimental films, video art, cinema performances, expanded cinema events, a book launch, and a film workshop. The focus will be on coming together, exchanging ideas, and, of course, discussing the current state of experimentation with moving images and the possibilities of cinematic or media interventions in the visible.

Programme:

Slide Installation “Not Just a Shot” by Laurence Favre
The installation will be on display during the entire three-day Videoaktion event.

December 5th 2025
6 p.m.

Projection I
Maiara Barbosa, Kineflow, HD Video, 2025, 8 mins.
Parham Ghalamdar, The Sight Is a Wound, HD Video, 2025, 6 mins.
Anna Anders, Engravings of Violence – Condensed, HD Video, 2023, 3 mins.
Khadija Zammouli, Papillon [Butterfly], HD Video, 2024, 10 mins.
Eve Le Fessant Coussonneau, Sunny 16 Helsinki, 16 mm/digitised, 7 mins.
Frédérique Devaux, Villes [Cities], HD Video, 2018, 10 mins.
Chto Delat, Inside Diagrams, HD Video, 2023, 10 mins.
Ça la Gillisğ, Different/Same/Both/Neither, 8 mm/digitised, 2024, 4 mins.
Yoonseo Lee, You Have no Mother!, HD Video, 2025, 13 mins.
Katrin Eissing,Talk about Trees, 16 mm, 2025, 7 mins.

8:30 p.m.
Performance “Close Your Eyes” by Yann les Jours

9:30 p.m.
Projection II

Ana Edwards, La Partida de las Imágenes [The Departing Images], 16 mm/digitised, 2022, 11 mins.
Chloe & Emily Charlton, Stair Hole, 16mm/digitised, 2025, 6 mins.
Lilia Li-Mi-Yan & Katherina Sadovsky, When the Hawk Comes, HD Video, 2023, 6 mins.
Jean-Yves Roy, Wrecks of the Day, 8 mm/digitised, 2025, 9 mins.
Mélissa Faivre, Sandia, HD Video, 2025, 8 mins.
Laure Giappiconi, La sortie se trouve à l’intérieur [The Exit Is Located Inside], Lomokino 35mm/digitised, 2024, 15 mins.
Ani Schulze, Cinema House Oliveira, 16 mm/digitised, 2014, 5 mins.
Cos Ahmet, A Light Pinkish Brown, HD Video, 2023, 7 mins. Bernd Lützeler, Vintage Wisdom from the Ether, 16mm, 2025, 8 mins.

December 6th 2025
5 p.m.
Projection III

Sarah Pucill, Eye Cut, 16mm/digitised, 2021, 20 mins.
Rita Casdia, End, dig. Animation, 2025, 3 mins.
Derya Durmaz, Will You Come With Me?, dig. Animation, 2023, 2 mins.
Jos Diegel, An die Liebenden [To the Lovers], 16 mm/digitised, 2016, 8 mins.
Carey Lin & Gabriel Gilder, Lift and Oscillate, HD Video, 2025, 4 mins.
Sommar Lee, Gobi, HD Video, 2025, 10 mins.
Evelin Stermitz, Here But Not There, HDV PAL/NTSC, 2022, 4 mins.
Sahand Sarhaddi, Fragments of a Revolution, HD Video, 2019, 6 mins.
Nilsu Demirel, The Fig Tree, Found footage film, 2025, 4 mins.
Antonio Arango, Shot on 9.5mm, 9,5 mm/digitised, 2024, 6 mins.
Vicky Smith, Le corps morcele [The Fragmented Body], 16 mm, 2025, 4 mins.

7 p.m. Book launch “Ion Grigorescu – From static oblivion” (Avarie Publishing) with Giuliana Prucca, author of the book and director of Avarie Publishing. Projection of films by Ion Grigorescu
Language: English

8:30 p.m.
Ciné Performance by Éloïse Baille

9:30 p.m.
Projection IV
Tridisha Goswami, A Capsized Boat, HD Video, 2024, 4 mins.
Yuliya Tsviatkova, In the Animal’s Skin, HD Video, 2025, 14 mins.
Nikolas Candido, Nonno, 16mm/Super 8/digitised, 2024, 11 mins.
Neozoon, Good Boy – Bad Boy, Found footage video, 2011, 3 mins.
Ghada Sayegh, Meteors ,… Found footage video, 2025, 9 mins.
Giancarlo M. Sandoval & Sidney Mandros, Letzter Tag [The Last Day], HD Video, 2025, 12 mins. Caroline Monnet, Pidikwe, HD Video, 2025, 10 mins.
Lilan Yang, Untitled Film, 16mm/digitised, 2025, 4 mins.
Agnès Perrais, Terre rouge terre noire [Red earth black earth], 16mm, 2024, 6 mins.


December 7th 2025
1 – 5 p.m.

Workshop “Film Without Camera” with Éloïse Baille
Fee: 50 Euro/Person
max. 6 Persons
Language: English
Registration: contact@attaqueerlevisible.com

Detailed programme: https://www.attaqueerlevisible.com/videoaktion-6/
fb/instagram attaqueerlevisible

Auktion25

13. Dezember 2025, Einlass ab 18 Uhr – Start 19 Uhr

Jahresabschließende Kunstversteigerung mit Werken ausgewählter Künstler:Innen. Die Auktion findet analog und digital statt. Digitale Teilnahme per Google Meet.

Vorbesichtigungen: 11. und 12. Dezember 2025, 18 – 20 Uhr

Juana Anzellini, Renke Brandt, Juan Blanco, Stefan Brucherseifer, Mirja Busch, Franzi Dathe, Nikolas Claussen, Dennis Fuchs, Frank Freitag, Sebastian Haslauer, Julie Hart, Forster Herchenbach, Fons Hickmann, Lili Koronowski, Regina Kelaita, KFZ, Chrisse Kunst, Ida Lawrence, Studio Lindhorst-Emme+Hinrichs, Jean-Baptiste Monnin, Mouselephant, Gustavo Mendez (Los Otres), Julia Peters, Josefine Schulz, Matti Schulz, Marco Stanke, Juliana Toro, Sophia Uckmann, Stefan Wiens, Jonas Zink.

Alle Erlöse fließen direkt an die KünsterInnen und in die Erhaltung unseres Raums.

ZUR POSITIONSLISTE

HIER GEHTS ZUR ONLINE – AUKTION

Auktion25

December 13th 2025, doors open 6 p.m., starts 7 p.m.

Year-ending art auction featuring works by selected artists. The auction will take place both in person and online. Online participation via Google Meet.

Preview: December 11th and 12th 2025, 6 – 8 p.m.

All proceeds go directly to the artists and toward maintaining our space.

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Speck

SPECK
(THE COMEBACK)
Performance & Installation
Frida Zack and friends

21. November 2025 ab 19 Uhr, Performance: 20 Uhr

Von und mit Frida Zack, Mette Gabler, Amelie Herm, Ozlo Kraft, Edgar Mauser, Luna Powierski, Sabrina Rücker, Coco Luna Watts
Bühne: Tabea Jorcke

Zwischen bittersüßen Landschaften aus Fleisch, atemloser Erschöpfung vom Kämpfen und der zerschmetternden Kraft von Oberschenkeln eröffnet die Performance SPECK eine Welt, in der (dicke) Körper durch Erinnerungen von Scham, zerbrechliche Momente der Verletzlichkeit und die Kraft von Selbstakzeptanz tanzen. Eine Performance von Frida Zack und Freund*innen.

SPECK
(THE COMEBACK)
Performance & installation
Frida Zack and friends

November 21th 2025 doors open 7 p.m., performance starts 8 p.m.

From and with Frida Zack, Mette Gabler, Amelie Herm, Ozlo Kraft, Edgar Mauser, Luna Powierski, Sabrina Rücker, Coco Luna Watts
Bühne: Tabea Jorcke

Between bittersweet landscapes of flesh, breathless exhaustion from fighting and the power of thunder thighs, the performance SPECK opens up a world in which (fat) bodies dance through memories of shame, fragile moments of vulnerability and the power of self-acceptance. A performance by and with Frida Zack and friends.