Ein toter Vampir kehrt für einen Moment aus der Welt der Toten zurück und philosophiert in dieser musikalischen Live-Performance über den Sinn von Leben und Tod.
DIKEN
I forgot it was still daylight
Performance & costume party: Oktober 31th 2025, Doors open 6 p.m., starts 8 p.m.
A dead vampire returns for a moment from the world of the dead and musically reflects in this live performance on the meaning of life and death.
Für 2026 suchen wir experimentelle, partizipative und performative Aktionen und Einzelausstellungen, die Haltung demonstrieren.
Wir bieten ca. 80 m² Ausstellungsfläche, verteilt auf zwei Räume und einem Keller. Der Ausstellungszeitraum kann zwischen einem Tag und maximal drei Wochen gewählt werden. Die Nutzung des Raumes wird durch eine Infrastruktur aus 14 Jahren Ausstellungserfahrung unterstützt. Dazu gehören ein etabliertes Netzwerk, die Reichweite über Instagram sowie die Bereitstellung von Fotodokumentationen der Ausstellungseröffnung oder Performances.
Bewerbungen und Konzepte bitte bis zum 31. Oktober 2025 mit Hilfe unseres Bewerbungsformulars an opencall@rpunkt.org.
We are looking for experimental, participatory, and performative actions and solo exhibitions that demonstrate an attitude for 2026.
We offer approximately 80 m² of exhibition space, spread over two rooms and a basement. The exhibition period can be chosen between one day and a maximum of three weeks. Use of the space comes with a support system built on 14 years of exhibition experience. This includes an established network, Instagram reach and photo documentation of exhibition openings and performances.
Please send applications and concepts by October 31, 2025, using our application form to opencall@rpunkt.org.
Der Raum für drastische Maßnahmen versteht sich als Vermittler zwischen Kunst und Gesellschaft. Wir wollen Kunst (be-)greifbar und zugänglich machen. Das in den künstlerischen Arbeiten enthaltene Wissen entlocken wir durch praktische und theoretische Auseinandersetzung und untersuchen dieses zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern.
Im Rahmen der laufenden Ausstellungen bieten wir deshalb mitunter themenbezogene workshops für Gruppen von bis zu 10 Personen jeden Alters an.
Als Ausgangspunkt für unsere Workshops dienen einzelne Aspekte der gezeigten Kunst zur Inspiration, wie z.B. Material, Farbe, Techniken, Werkzeuge, Arbeitsweisen und Inhalte. In dem wir mit den Teilnehmenden diesen Zugang aufgreifen und praktisch dazu arbeiten, kommen wir in einen intensiven Austausch über Kunst und Kultur.
Druck Workshop & Musikalische Performance von MC-Müllsaft (Matti Schulz)
Am 30. April und 1. Mai fand im Raum für drastische Maßnahmen e.V. in Berlin-Friedrichshain ein zweitägiger Druckgrafik-Workshop mit Juana Anzellini und Juan Blanco statt. Eingebettet in die Ausstellung „FEHLDRUCKE – knapp daneben“ bot der Workshop den Teilnehmenden die Möglichkeit, das Medium Druckgrafik praktisch zu erproben und zugleich den soziokulturellen Einfluss handgemachter Druckerzeugnisse zu reflektieren.
In intensiven, jeweils achtstündigen Einheiten entstanden Plakate, Sticker und Flugzettel – Medien, die seit jeher zum 1. Mai als Ausdruck gesellschaftlichen Engagements genutzt werden. Die Veranstaltung war kostenlos, wurde aufmerksam betreut und klang standesgemäß mit einem Konzert aus.
Eine kompilierte Rauminstallation entgrenzter Bilder.
Vernissage: 5. September ab 19 Uhr Ausstellung: 6. – 27. September 2025
Finissage: Samstag 27. September ab 17 Uhr „Teile Tauschen“ – Sticker Börse mit Marco Stanke
Was ist ein Bild ? – Marco Stanke ́s Werkserie „Teile“ hintergeht nicht nur die Bilderfrage, sondern auch die Definitionen von Fläche und Objekt. In vielfältigsten Arbeiten reduziert er die Grundbausteine der Malerei (Holz, Stoff und Farbe), und überwindet dabei spielerisch die täglich erfahrbaren, scheinbar offensichtlichen Grenzen zwischen zweiter und dritter Dimension. Form und Inhalt, das „Was“ und das „Wo“ wird zur einheitlichen Beschwörung der Freude am Sehen.
Im Raum für drastische Maßnahmen feiert dieses neu kompilierte Werkkollektiv somit eine Grenzerweiterung vom allgemeinem Verständnis, was ein Bild ist.
Closing: Saturday, September 27th, starts 5 p.m. “Teile Tauschen” – Sticker swap meet with Marco Stanke
What is a picture? – Marco Stanke’s series of works entitled ‘Teile’ (Parts) notonly deceives the question of images, but also the definitions of surface andobject. In a wide variety of works, he reduces the basic elements of painting(wood, fabric and colour), playfully overcoming the seemingly obvious boundaries between the second and third dimensions that we experience on a daily basis. Form and content, the ‘what’ and the ‘where’ become a unified evocation to the joy of seeing.
At Raum für drastische Massnahmen, this recompiled collective of works thus forms a borderline expansion of the general understanding of what a picture is.
Datz n Batz ist eine finale Reaktivierung der kollektiven Katapult-mal-Happenings, die zwischen 2009–2015 in Berlin stattfanden. Als gemeinsamer Abschluss der Ausstellung FLUXI DATZ werden mit Hilfe eines Trebuchets (Tribock) mit Farbe gefüllte Wasserluftballons auf mit Leinwänden ausgestattete Besucher:innen gefeuert. Dadurch entstehen performative Werke, die zwischen Drip- und Action-Painting changieren.
Alle Teilnehmenden werden gebeten, Kleidung anzuziehen, die farbig werden darf. Alle verwendeten Farben sind ungiftig und biologisch abbaubar. Trotzdem wird um entsprechende Schutzbekleidung für Kopf und speziell die Augen gebeten. Die Leinwände werden vor Ort produziert und gegen Spende an alle Mitmachenden verteilt.
Das Raum Team ist anwesend.
August 2, 2025, from 4 PM DATZ n BATZ – A Color Spectacle & FINISSAGE of “FLUXI DATZ”
We are guests at KFZ in Radolfzell at Lake Constance.
DATZ n BATZ is a final reactivation of the collective Katapult-mal-Happenings that took place in Berlin between 2009 and 2015.
As a joint closing event of the exhibition FLUXI DATZ, color-filled water balloons will be catapulted at canvas-wearing participants using a trebuchet (tribock). This action will result in performative artworks that oscillate between drip painting and action painting.
All participants are kindly asked to wear clothing that can get stained. All paints used are non-toxic and biodegradable. However, we strongly recommend protective gear for the head and especially the eyes.
Canvases will be produced on-site and distributed to all participants in exchange for a donation.
1948 veröffentlichte der amerikanische Psychologe B.F. Skinner, „Superstition in the pigeon“ (Aberglaube in der Taube), eine Abhandlung über seine Vogelexperimente. Skinner hatte hungrige Tauben in Käfige gesetzt und sie über eine mechanische Tür in festen Zeitabständen gefüttert. Fünfundsiebzig Prozent der Vögel, so beobachtete Skinner, glaubten fälschlicherweise, dass ihre Handlungen die Fütterung auslösten, und wiederholten diese zufälligen Verhaltensweisen – sich im Kreis drehen, picken, auf einem Bein stehen, mit den Flügeln schlagen oder hüpfen -, bis das Futter wieder auftauchte, obwohl kein kausaler Zusammenhang bestand.
Im Raum für drastische Maßnahmen bietet Ida Lawrence gemalte Geschichten über Appetit, Begehren und Versuche der Sinnstiftung. Wenn der Ausstellungsraum der Käfig ist, wer ist dann die Taube?
In 1948 the American psychologist B.F. Skinner published “‘Superstition’ in the pigeon”, a paper detailing his avian experiments. Skinner had placed hungry pigeons in cages and fed them via a mechanical door at fixed time intervals. He observed 75% of the birds repeated behaviours that coincided with the first appearances of the feeder: spinning in circles, head thrusting, head tossing, swinging motions, or pecking. They had come to believe — mistakenly — that their actions could trigger the food.
At Raum für drastische Maßnahmen, Ida Lawrence offers painted stories of appetite, desire and attempts at making meaning.
If the exhibition space is the cage, who then is the pigeon?
attaque[e]r le visible lädt herzlich ein zur Projektion zweier außergewöhnlicher Experimentalfilme der Schriftstellerin und Filmemacherin Marguerite Duras, die mit Sprache und Stille, Bild und Unsichtbarkeit ein radikal persönliches Kino schafft.
Abwesend durch den Film hindurch – Zwei Experimentalfilme von Marguerite Duras
25. Juni 2025, Einlass 17:30 Uhr // Start 20 Uhr
Eintritt: Spende
Programm:
Les mains négatives (1978, 14 Min., 35 mm/digital) Ausgangspunkt des Films sind prähistorische Höhlenmalereien, die die Umrisse menschlicher Hände zeigen. Der Film begleitet eine poetische Fahrt durch das erwachende, leere Paris. Dazu erklingt ein Text – gesprochen von Marguerite Duras –, der wie ein Brief an einen abwesenden Geliebten wirkt. Eine filmische Meditation über Existenz, Liebe und Vergänglichkeit.
L’homme atlantique (1981, 45 Min., 35 mm/digital) L’homme atlantique ist ein stiller, introspektiver Film, der durch seine radikale Reduktion filmischer Mittel besticht. Fast ausschließlich aus Schwarzbildern und beinahe unbewegten Schwarzweißaufnahmen zusammengesetzt, entfaltet sich ein visuelles Tagebuch voller Schmerz und Sehnsucht. Duras’ Stimme und ihre Kamera führen uns durch die Landschaft einer Seele, die von einer geliebten Person verlassen wurde.
Details:
Sprache: Originalfassung Französisch mit englischen Untertiteln
Originalformat: 35 mm Film
Wir danken dem Collectif Jeune Cinéma für ihre Unterstützung!
attaque[e]r le visible warmly invite you to a screening of two extraordinary experimental films by the writer and filmmaker Marguerite Duras, who creates a radically personal cinema through language and silence, image and invisibility.
Absent throughout the film – Two Experimental Films by Marguerite Duras
June 25 th, Doors open 5:30 p.m. / start 8 p.m.
Entry: Donation
Programme:
Les mains négatives (1978, 14 mins, 35mm/digital) The film takes its starting point from prehistoric cave paintings depicting the outlines of human hands. It accompanies a poetic journey through the awakening, empty streets of Paris, with a text spoken by Marguerite Duras that reads like a letter to an absent lover. A cinematic meditation on existence, love, and transience.
L’homme atlantique (1981, 45 mins, 35mm/digital) L’homme atlantique is a quiet, introspective film distinguished by its radical reduction of cinematic means. Composed almost entirely of black frames and nearly motionless black-and-white images, it unfolds as a visual diary full of pain and longing. Duras’s voice and camera guide us through the landscape of a soul abandoned by its love.
Details:
Language: Original French version with English subtitles
Admission: Donation
We would like to thank the Collectif Jeune Cinéma for their support!
Y pero ¿qué cargas en la mochila? aparte de un banano recibos sin pagar unas llaves que olvidaron qué puertas abrir unas historias inventadas el peso súbito del vacío la ligereza arrogante de lo ya conocido el placer del tiempo muerto O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.
And what s in your bag? ́ besides a banana unpaid bills some keys that forgot which doors they open some invented stories the sudden weight of emptiness the arrogant lightness of the already known the pleasure of dead time Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.
Und was ist in deiner Tasche? außer einer Banane unbezahlte Rechnungen einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen einige erfundene Geschichten das plötzliche Gewicht der Leere die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten das Vergnügen der toten Zeit Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.
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In den letzten Jahren sind in den sozialen Medien immer mehr Videos aufgetaucht, in denen Menschen gefragt werden, was sie in ihren Taschen haben. Dieses parasoziale Medienphänomen kann als onlinebasiertes Geschäftsmodell für Fangemeinden beschrieben werden, aber auch als eine Möglichkeit für Menschen, ihre Geschichte durch das, was sie bei sich tragen, auszudrücken. Eine Tasche zu tragen bedeutet, dass wir darin unsere zerknitterten Quittungen und unsere Überlebensausrüstung für den Tag aufbewahren, sie ist aber gleichzeitig auch Symbol für affektierte Verletzlichkeit.
„Zumbidos and the Liminal“ ist eine Ausstellung, die durch die Linse eines lethargischen Voyeurismus in die Sedimente dieser Dissonanzen – oder zumbidos (Summen auf Spanisch) – eintaucht. Indem sie die Tasche nicht als passives Behältnis, sondern als aufrechterhaltene latente Reibung begreift, erforscht diese Ausstellung die Paradigmen der Selbstverortung in einer krisengetriebenen Logik.
Wenn Los Otres, Gustavo Méndez, mit Klängen, Sprache, Bilder und Gedanken erforscht- dann archiviert er; kreuzt Sprachen wie er Disziplinen kreuzt: vom Schreiben zur Psychoakustik, vom Schwimmen zum Gehen. Er schreibt die Welt, indem er sie zum Klingen bringt. Für ihn ist das Zuhören eine entscheidende Form des Verstehens. Eine Herausforderung, die das Denken bis an seine klanglichen Grenzen ausdehnt.
Ausgehend von einer assoziativen Arbeitsweise mit deformierten Klängen und dem Hören mit Tinnitus, konzentriert sich Los Otres darauf, asymmetrische technische Audioverarbeitung innerhalb fragiler Systeme zu arrangieren. Eigentlich liegen alle von Gustavo/ Los Otres bevorzugten Klangfrequenzen genau im Bereich ihrer Tinnitus-Klangfarbe.
Y pero ¿qué cargas en la mochila? aparte de un banano recibos sin pagar unas llaves que olvidaron qué puertas abrir unas historias inventadas el peso súbito del vacío la ligereza arrogante de lo ya conocido el placer del tiempo muerto O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.
And what s in your bag? ́ besides a banana unpaid bills some keys that forgot which doors they open some invented stories the sudden weight of emptiness the arrogant lightness of the already known the pleasure of dead time Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.
Und was ist in deiner Tasche? außer einer Banane unbezahlte Rechnungen einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen einige erfundene Geschichten das plötzliche Gewicht der Leere die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten das Vergnügen der toten Zeit Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.
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Increasingly, over the past few years, social media has presented us countless video where people are asked about what is in their bags.
This parasocial media phenomena can be described as an online adbased business model for fandom communities but also as a way for people to express their story through what they carry. Holding a bag means to hold our crumpled receipts and survival gear for the day but at the same time affects and vulnerability. “On Carrying: Zumbidos and the Liminal” is an exhibition that gossips around into the sediments of these dissonances— or zumbidos (hum in Spanish)—through the lens of a lethargic voyeurism. By reframing the bag not as a passive container but as a sustained latent friction, this exhibition explores the paradigms of navigating a crisis-driven logic.
When Los Otres, Gustavo Méndez, researches with sounds, language, images, thoughts – he is archiving; he crosses languages as he crosses disciplines: from writing to psychoacoustics, from swimming to walking. He writes the world sounding it. For him listening is a critical form of understanding. A challenge that stretches thinking to its sonic peripheries. Coming from a somewhat associative workflow of deformed sounds and listening with tinnitus.
Los Otres focuses on arranging asymmetric audio processing techniques within fragile systems. Actually, all of Gustavos / Los Otres favourite sound frequencies are exactly into the range of their tinnitus timbre.
www.mndez.com
Live Radio Streaming on Radio Naumachia Date: June 12th 2025 starts 7 p.m. Location: Raum für drastische Maßnahmen
Die aktuellen Kürzungen bei kulturellen Förderungen und die sich immer weiter zuspitzende Krise auf dem Wohnungsmarkt machen den Diskurs über den Mangel an erschwinglichem Wohn- und Arbeitsraum in Großstädten unausweichlich. Viele Künstler:innen sehen sich gezwungen, in der eigenen Wohnung oder in überteuerten Gewerberäumen zu arbeiten, da geförderte Ateliers knapp bemessen sind. Gleichzeitig scheint die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für viele Menschen, die nicht im Kultursektor tätig sind, dringlicher als Neubauprojekte von Ateliers und Ausstellungsräumen.
Diese Problematik greift der Berliner Künstler Dennis Fuchs mit seinen Aktionen im Stil von Wohnungsbesichtigungen auf. Durch Outfit und Auftritt übernimmt er die Rolle eines Immobilienmaklers, der die Frage nach Nutzung und Wert der gegebenen Raumsituation aufwirft. In Interaktion mit den Besucher:innen verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Grundbedürfnissen und Privilegien. Am Ende bleiben ausgefüllte Interessent:innenbögen zurück, die mehr über das Verhältnis der Bewerber:innen zu den oben angerissenen Grenzziehungen offenbaren als über deren Eignung für eine Anmietung der Räumlichkeiten
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. The current cuts in cultural funding and the worsening crisis on the housing market make the debate about the lack of affordable living and working space in large cities unavoidable. Many artists are forced to work in their own apartments or in overpriced commercial spaces, as subsidized studios are in short supply. At the same time, the demand for affordable housing for many people not working in the cultural sector seems more urgent than new studio and exhibition space construction projects.
The Berlin artist Dennis Fuchs addresses this problem with his actions in the style of apartment viewings. Through his outfit and appearance, he takes on the role of a real estate agent who raises the question of the use and value of the given space. In interaction with the visitors, the boundaries between work and leisure, basic needs and privileges become blurred. At the end, the completed questionnaires of interested parties reveal more about the applicants‘ relationship to the boundaries outlined above than about their suitability for renting the space.