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ZU VERMIETEN – Besichtigung mit Dennis Fuchs
23. Mai 2025 ab 19 Uhr
Die aktuellen Kürzungen bei kulturellen Förderungen und die sich immer weiter zuspitzende Krise auf dem Wohnungsmarkt machen den Diskurs über den Mangel an erschwinglichem Wohn- und Arbeitsraum in Großstädten unausweichlich. Viele Künstler:innen sehen sich gezwungen, in der eigenen Wohnung oder in überteuerten Gewerberäumen zu arbeiten, da geförderte Ateliers knapp bemessen sind. Gleichzeitig scheint die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für viele Menschen, die nicht im Kultursektor tätig sind, dringlicher als Neubauprojekte von Ateliers und
Ausstellungsräumen.
Diese Problematik greift der Berliner Künstler Dennis Fuchs mit seinen Aktionen im Stil von Wohnungsbesichtigungen auf. Durch Outfit und Auftritt übernimmt er die Rolle eines Immobilienmaklers, der die Frage nach Nutzung und Wert der gegebenen Raumsituation aufwirft. In Interaktion mit den Besucher:innen verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Grundbedürfnissen und Privilegien. Am Ende bleiben ausgefüllte Interessent:innenbögen zurück, die mehr über das Verhältnis der Bewerber:innen zu den oben angerissenen Grenzziehungen offenbaren als über deren Eignung für eine Anmietung der Räumlichkeiten
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The current cuts in cultural funding and the worsening crisis on the housing market make the debate about the lack of affordable living and working space in large cities unavoidable. Many artists are forced to work in their own apartments or in overpriced commercial spaces, as subsidized studios are in short supply. At the same time, the demand for affordable housing
for many people not working in the cultural sector seems more urgent than new studio and exhibition space construction projects.
The Berlin artist Dennis Fuchs addresses this problem with his actions in the style of apartment viewings. Through his outfit and appearance, he takes on the role of a real estate agent who raises the question of the use and value of the given space. In interaction with the visitors, the boundaries between work and leisure, basic needs and privileges become blurred. At the end, the completed questionnaires of interested parties reveal more about the applicants‘ relationship to the boundaries outlined above than about their suitability for renting the space.
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