On Carrying: Zumbidos and the Liminal

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On Carrying: Zumbidos and the Liminal

Los Otres (Gustavo Méndez)

Vernissage: 30. Mai 2025 ab 19 Uhr

Ausstellung: 31. Mai bis 14. Juni 2025

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Y pero ¿qué cargas en la mochila?
aparte de un banano
recibos sin pagar
unas llaves que olvidaron qué puertas abrir
unas historias inventadas
el peso súbito del vacío
la ligereza arrogante de lo ya conocido
el placer del tiempo muerto
O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.

And what s in your bag? ́
besides a banana
unpaid bills
some keys that forgot which doors they open
some invented stories
the sudden weight of emptiness
the arrogant lightness of the already known
the pleasure of dead time
Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.

Und was ist in deiner Tasche?
außer einer Banane
unbezahlte Rechnungen
einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen
einige erfundene Geschichten
das plötzliche Gewicht der Leere
die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten
das Vergnügen der toten Zeit
Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.

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In den letzten Jahren sind in den sozialen Medien immer mehr Videos aufgetaucht, in denen
Menschen gefragt werden, was sie in ihren Taschen haben. Dieses parasoziale Medienphänomen kann als onlinebasiertes Geschäftsmodell für Fangemeinden beschrieben werden, aber auch als eine Möglichkeit für Menschen, ihre Geschichte durch das, was sie bei sich tragen, auszudrücken. Eine Tasche zu tragen bedeutet, dass wir darin unsere zerknitterten Quittungen und unsere Überlebensausrüstung für den Tag aufbewahren, sie ist aber gleichzeitig auch Symbol für affektierte Verletzlichkeit.

„Zumbidos and the Liminal“ ist eine Ausstellung, die durch die Linse eines lethargischen Voyeurismus in die Sedimente dieser Dissonanzen – oder zumbidos (Summen auf Spanisch) – eintaucht. Indem sie die Tasche nicht als passives Behältnis, sondern als aufrechterhaltene latente Reibung begreift, erforscht diese Ausstellung die Paradigmen der Selbstverortung in einer krisengetriebenen Logik.

Wenn Los Otres, Gustavo Méndez, mit Klängen, Sprache, Bilder und Gedanken erforscht- dann archiviert er; kreuzt Sprachen wie er Disziplinen kreuzt: vom Schreiben zur Psychoakustik, vom Schwimmen zum Gehen.
Er schreibt die Welt, indem er sie zum Klingen bringt. Für ihn ist das Zuhören eine entscheidende Form des Verstehens. Eine Herausforderung, die das Denken bis an seine klanglichen Grenzen ausdehnt.

Ausgehend von einer assoziativen Arbeitsweise mit deformierten Klängen und dem Hören mit Tinnitus, konzentriert sich Los Otres darauf, asymmetrische technische Audioverarbeitung innerhalb fragiler Systeme zu arrangieren. Eigentlich liegen alle von Gustavo/ Los Otres bevorzugten Klangfrequenzen genau im Bereich ihrer Tinnitus-Klangfarbe.

www.mndez.com

Live Radio streaming im Radio Naumachia am 12. Juni 2025 um 19 Uhr im Raum für drastische Maßnahmen oder online.

Stream: https://noncount.uber.space/
Telegram: https://t.me/radio_naumachia

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On Carrying: Zumbidos and the Liminal

Los Otres (Gustavo Méndez)

Opening: May 30 th 2025 ab 19 Uhr

Exhibition: May 31 th – June 14 th 2025

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Y pero ¿qué cargas en la mochila?
aparte de un banano
recibos sin pagar
unas llaves que olvidaron qué puertas abrir
unas historias inventadas
el peso súbito del vacío
la ligereza arrogante de lo ya conocido
el placer del tiempo muerto
O tal vez solo llevas el teléfono, preguntaron.

And what s in your bag? ́
besides a banana
unpaid bills
some keys that forgot which doors they open
some invented stories
the sudden weight of emptiness
the arrogant lightness of the already known
the pleasure of dead time
Or maybe you’re just carrying your phone, they asked.

Und was ist in deiner Tasche?
außer einer Banane
unbezahlte Rechnungen
einige Schlüssel, die vergessen haben, welche Türen sie öffnen
einige erfundene Geschichten
das plötzliche Gewicht der Leere
die arrogante Leichtigkeit des bereits Bekannten
das Vergnügen der toten Zeit
Oder hast du vielleicht nur dein Handy dabei, fragten sie.

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Increasingly, over the past few years, social media has presented us countless video where people
are asked about what is in their bags.

This parasocial media phenomena can be described as an online adbased business model for fandom communities but also as a way for people to express their story through what they carry. Holding a bag means to hold our crumpled receipts and survival gear for the day but at the same time affects and vulnerability. “On Carrying: Zumbidos and the Liminal” is an exhibition that gossips around into the sediments of these dissonances— or zumbidos (hum in Spanish)—through the lens of a lethargic voyeurism. By reframing the bag not as a passive container but as a sustained latent friction, this exhibition explores the paradigms of navigating a crisis-driven logic.

When Los Otres, Gustavo Méndez, researches with sounds, language, images, thoughts – he is archiving; he crosses languages as he crosses disciplines: from writing to psychoacoustics, from swimming to walking. He writes the world sounding it. For him listening is a critical form of understanding. A challenge that stretches thinking to its sonic peripheries. Coming from a somewhat associative workflow of deformed sounds and listening with tinnitus.

Los Otres focuses on arranging asymmetric audio processing techniques within fragile systems.
Actually, all of Gustavos / Los Otres favourite sound frequencies are exactly into the range of
their tinnitus timbre.

www.mndez.com

Live Radio Streaming on Radio Naumachia
Date: June 12th 2025 starts 7 p.m.
Location: Raum für drastische Maßnahmen

Stream: https://noncount.uber.space/
Telegram: https://t.me/radio_naumachia

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