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Lichtung

Sara Hoffmann

Lichtung

Ankunft der Pflanzen: 12., 15., 19. und 20. Juni 2022 16 – 19 Uhr und nach Absprache unter plants@sara-hoffmann.de

Vernissage: 24. Juni 2022 ab 19 Uhr

Ausstellung: 25. Juni – 9. Juli 2022, Donnerstag und Samstag 17 – 20 Uhr und nach Absprache unter plants@sara-hoffmann.de

Filmscreening: 2. Juli 17 – 20 Uhr

Finissage und Abholung der Pflanzen: 9. Juli 2022, 17 – 20 Uhr

In Botanischen Gärten vermitteln inszenierte Landschaften ein Natur-Erlebnis, das auf Nachahmung und Simulation tropischer Traumwelten beruht. Ein gesteigertes Interesse an einem kleinen Stück Natur in den eigenen vier Wänden oder am Arbeitsplatz lässt sich an einer Vielzahl von Blogs zum Thema Urban Gardening und Pflanzenpflege sowie einer Flut von Instagram Posts beobachten. Die breite Nachfrage wird von Baumärkten, Einrichtungshäusern und Pop up Stores mit Accessoires und Pflanzen zu Dumpingpreisen bedient. Ist eine Topfpflanze Natur oder Designobjekt?
Welche Palmen, Sukkulenten und Topfblumen leben hinter den Fenstern und Türen der Nachbarschaft? Welche Arten sind besonders beliebt und wo kommen die Pflanzen ursprünglich her?
NachbarInnen des Raums für drastische Maßnahmen sind eingeladen, ihre Zimmerpflanzen in die Oderstraße 34 zu bringen und sie für die Dauer der Ausstellung von der Künstlerin Sara Hoffmann betreuen zu lassen. So wird eine Pflanzengemeinschaft zusammen geführt, die sich durch die räumliche Nähe ihrer „BesitzerInnen“ ergibt. Das gängige Verständnis von Pflanzen als Konsumgut wird in Frage gestellt, indem die domestizierten Wesen eine Bühne bekommen und zu AkteurInnen werden. 

Werde mit deiner Pflanze Teil von „Lichtung“: 
Bring deine Zimmerpflanze am 12., 15. oder 19. Juni 2022 zwischen 16 und 19 Uhr in den Raum für drastische Maßnahmen (oder vereinbare einen Termin zwischen dem 11. und 23. Juni unter plants@sara-hoffmann.de)
Zur Finissage am 9. Juli 2022 von 17 bis 20 Uhr findet die Rückholung der Pflanzen statt. 

Sara Hoffmann arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Botanik und Ökologie. Ihre fotografischen und audiovisuellen Werke, Zeichnungen, Installationen und AR-Arbeiten entstehen im Kontext sozialer und gesellschaftlicher Fragestellungen und reflektieren Aspekte der Globalisierung sowie der ökologischen Krise. 
Hoffmann diplomierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen, verbrachte ein Gastsemester an der Rietveld Academie in Amsterdam und hat das postgraduale Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln absolviert. Ihre Werke wurden unter anderem in der Kunsthalle Düsseldorf, im Folkwang Museum Essen und beim European Media Arts Festival in Osnabrück ausgestellt. Seit 2018 ist sie Mitglied im Saloon – Netzwerk für Frauen in der Kunstszene Berlins, war für diverse Preise nominiert und erhält aktuell eine Projektförderung der Stiftung Kunstfonds. 

In einer anonymen Umfrage sammelt Hoffmann persönliche Geschichten zur Beziehung zwischen Mensch und Pflanze und lädt zur Teilnahme ein: https://umfrage.sara-hoffmann.de

https://sara-hoffmann.de
https://instagram.com/_sarahoffmann/

Sara Hoffmann

Lichtung

Arrival of the plants: 12., 15.,19. and 20. June 2022 4 – 7 p.m. and by appointment: plants@sara-hoffmann.de

Opening: 24. June 7 p.m.

Exhibition: 25. June – 9. July 2022, Thu and Sat 5 – 8 p.m. and by appointment: plants@sara-hoffmann.de

Filmscreening: 2. July 2022 5 – 8 p.m.

Closing and collecting of the plants: 9. July 2022, 5 – 8 p.m.

In botanical gardens, staged landscapes convey an experience of nature based on the imitation and simulation of tropical dream worlds. An increased interest in a little piece of nature at home or at the workplace is noticeable in a multitude of blogs dealing with urban gardening and plant care. Completed by a flood of Instagram posts. The broad demand is met by DIY, furniture and pop-up stores with plants and accessories for little money. Is a potted plant nature or a design object?
Which palms, succulents and potted flowers live behind the windows and doors of the neighbourhood? Which species are particularly popular and where do the plants originally come from?
Neighbours of Raum für drastische Maßnahmen are invited to bring their houseplants to Oderstraße 34 and have them looked after by the artist Sara Hoffmann for the duration of the exhibition. This brings together a community of plants that results from the spatial proximity of its „owners“. The common understanding of plants as consumer goods is questioned as the domesticated creatures are given a stage and become actors.

Become part of „Lichtung“ with your plant: 
Bring your houseplant to Raum für drastische Maßnahmen on 12., 15. and 19. June 2022 between 4 and 7 p.m. (or make an appointment between 11. and 23. June 2022 at plants@sara-hoffmann.de). 
At the finissage on 9. July 2022 from 5 to 8 p.m., you can take your plant back home.

Sara Hoffmann works at the intersection of art, botany and ecology. Her photographic and audiovisual works, drawings, installations and AR works are created in the context of social and societal issues and reflect aspects of globalization as well as the ecological crisis. 
Hoffmann studied Photography at the Folkwang University of the Arts, Fine Arts at the Gerrit Rietveld Academy Amsterdam and completed a postgraduate program in Media Art at the Academy of Media Arts. Her work has been shown in many group exhibitions including Kunsthalle Dusseldorf, Folkwang Museum Essen and the European Media Arts Festival in Osnabruck. Since 2018 she is a member of Saloon – Network for Women in the Art Scene of Berlin. She has been nominated for various awards and is currently receiving project funding from the Stiftung Kunstfonds.

In an anonymous survey, Hoffmann collects personal stories about the relationship between humans and plants and invites people to participate: https://umfrage.sara-hoffmann.de

https://sara-hoffmann.de
https://instagram.com/_sarahoffmann/

I’m not here to make Friends

Nicolás Astorga & Christian Kölbl

I’m not here to make Friends

Vernissage 13. Mai 2022 ab 19 Uhr, Ausstellung 14. Mai – 4. Juni 2022

Talk mit Johannes Büttner am 3. Juni 19 Uhr

Die Ausstellung kann noch am 26. Mai und am 02. Juni von 17 – 20 Uhr besucht werden. Am 03. Juni endet die Ausstellung mit dem Talk „Higher Potential“ von Johannes Büttner. Beginn 19 Uhr.

– In order to become a great artist you have to be a bad person.

Ziel: Erfolg in der künstlerischen Karriere und damit die Geburt eines Bösewichts.

Der Schurke muss nicht mehr laut die Veranstaltung crashen. Der Neo-Bösewicht schleicht um den alten Typus der Schurkenperformance herum. Er versteckt sich in Beziehungen und Dingen und baut ein System auf, das er eine demokratische „HATE with LOVE“ – Maschine nennt. Der echte oder alte Bösewicht wird nur noch gebraucht, um nicht im Rampenlicht zu stehen – das Eigentliche findet nicht auf der Hauptbühne, sondern im Backstage-Bereich statt.

Einerseits kann die Kunst als ein offener demokratischer Raum für kritisches Denken verstanden werden, andererseits kann sie aber auch als ein stark kapitalistisch geprägtes Umfeld wahrgenommen werden, das es den Privilegierten ermöglicht, ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Künstler sind verpflichtet, ihre Karriere um jeden Preis voranzutreiben, Entscheidungen zu treffen, skrupellose Wege zu gehen und den Individualismus als Brücke zu ihrem Erfolg zu wählen: „Narzissten, die bereit sind, ihre Würde für eine Abkürzung zu Ruhm und Berühmtheit zu opfern“(*).

„Ein Protagonist und seine Geschichte können nur so intellektuell faszinierend und emotional fesselnd sein, wie die Kräfte des Antagonismus sie machen. Unsere Bösewichte müssen klug sein, sie müssen furchterregend sein, (…) sie müssen eine vertretbare Position haben.“(*) Der alte Bösewicht wurde als negative Vorraussetzung für die Suche nach dem Guten eingeführt. Wenn man diese Dialektik bedenkt, wird einem klar, dass es nicht bedeutet, Entscheidungen zu treffen und Wege zu gehen, die nicht die ethischsten sind, um die eigene Karriere voranzutreiben.

http://nicolasastorga.com/

 http://christian-koelbl.de/

Talk mit Johannes Brückner: “ Für Higher Potential habe ich Coaches und Experten aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Business Skalierung und Achtsamkeit die Möglichkeit gegeben, im Rahmen der Ausstellung für ihre Produkte zu werben und nach dem Prinzip des Affiliate Marketings zu bezahlen. Dabei arbeitet der Werbende, in diesem Fall ich, selbstständig und bewirbt die Dienstleistungen über personalisierte Links, die bei Bestellung mit einer Provision vergütet werden. Die durch die Ausstellung erzeugte Aufmerksamkeit der Besucher*innen wird in der Arbeit als Produkt an die Coaches verkauft.“

Nicolás Astorga & Christian Kölbl

I’m not here to make Friends

Opening 13. May 2022 starts 7 p.m., exhibition 14. May – 4. June 2022

Talk with Johannes Büttner on 3. June 2022, 7 p.m.

The exhibition still can be visited on 26th of may and 2nd of june. This exhibition ends on 3rd of june with a talk by Johannes Büttner named „Higher Potential“. Starts at 7p.m.

– In order to become a great artist you have to be a bad person.

The premise of the exhibition is the goal of success in artistic career, and therefore the birth of a villain. Under this presumption the villain does not have to crash the table anymore. The neo villain sneaks around the old type of villain performance. Hiding in relationships and things, he sets up a system called a democratic „HATE with LOVE“ – machine. The real or old villain is only needed for not standing in the spot – not on the main stage but cruising through the backstage.

On the one hand art can be understood as an open democratic space for critical thought, but on the other, it can be perceived as a heavy capitalistic aspirational environment that allows the more privileged ones to flaunt their wealth. Artists are obligated to push their careers at any costs, taking decisions and following unscrupulous paths and choosing individualism as the bridge to get to their success: „narcissists willing to cash in their dignity for a shortcut to fame and notoriety“(*).

„A protagonist and his story can only be as intellectually fascinating and emotionally compelling as the forces of antagonism make them. We need our villains to be smart, we need them to be formidable, (…) we need them to have a defensible position.“(*) The old villain was introduced as a negative condition for seeking good. Considering these dialectics make one realize that it does not mean to take decisions and follow paths that are not the most ethical ones to push one’s career.

ttp://nicolasastorga.com/ 

 http://christian-koelbl.de/

Talk with Christian Brückner: „Coaches, experts and service providers in the field of business, mindfulness and personal development are given the opportunity to promote their products in the context of the exhibition, paying according to the principle of affiliate marketing. In affiliate marketing, the advertiser, in this case the artist, works independently and advertises services through personalized links. His work is remunerated with a commission. The attention of the visitors generated by the exhibition is in this case sold to the coaches as a product.“

Soft Porn

Juana Anzellini „Soft Porn“

Katalogvorstellung und Filmprojektion „Körperkontkate“

7. Mai 2022 ab 18 Uhr

Der Katalog bildet den Abschluss von Juana Anzellinis Ausstellung “PSSST..!”, die vom 10. bis zum 29. Juli 2021 im Raum für drastische Maßnahmen zu sehen war. Der Katalog wurde von Sven Lindhorst – Emme gestaltet.

Im Anschluss an die Katalogvorstellung findet die, an die Themen des Katalogs anknüpfende Filmprojektion “Körperkontakte” statt. Gezeigt werden Filme, die sich der Erotik, dem was Sex und Körperkontakt sein können, aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Die Filme sind von Juana Anzellini und Lawinia Rate ausgewählt worden.

Andrés Felipe, OMG!!!, 2002, 1 min.

Álvaro Santisteban Diéguez, Gemini, 2021, 15 min.

Nicky Miller & Electrosexual, Lèvres roses, 2021, 4 min.

Anna Valeska Pohl, Baby Paradise TV, 2021, 12 min.

Ana María Millán, Este viento Amor, 2019, 6 min.

Juana Anzellini „Soft Porn”

publication release and film projection „Körperkontakte“

7. May 2022 starts 6 p.m.

This publication is the conclusion of Juana Anzellini’s exhibition „PSSST..!“, which was on view from July 10. to 29. 2021 at Raum für drastische Maßnahmen. The publication was designed by Studio Linhorst-Emme-Hinrichs.

The presentation of the publication will be followed by the film projection „Body Contacts“ which ties in with the themes of Anzellini´s project. The films approach eroticism from different perspectives, what sex and physical contact could be.

Film selection done by Juana Anzellini and Lawinia Rate.

Andrés Felipe, OMG!!!, 2002, 1 min.

Álvaro Santisteban Diéguez, Gemini, 2021, 15 min.

Nicky Miller & Electrosexual, Lèvres roses, 2021, 4 min.

Anna Valeska Pohl, Baby Paradise TV, 2021, 12 min.

Ana María Millán, Este viento Amor, 2019, 6 min.

obscure

Ksenia Ravvina / Mihaela Dobreva / Alexandar Hadjiev

obscure

Opening: 16. April starts 7 p.m.

Exhibition: 17. – 30. April

obscure

“obscure” is a durational installation that combines tangible objects, sound and a virtual NFT representation of the concept. It lingers between the visible and the invisible, the real and the fictional.

It is a big room with three rows of desks, a portrait of the Leader on the wall behind the teacher’s chair, a map with two hemispheres, of which only one is legal. The little boy takes his seat, opens his briefcase, puts his pen and notebook on the desk, lifts his face, and prepares himself to hear drivel.  

Joseph Brodsky, Less Than One, 1976

Om Bori

Om Bori

woman – water – bodies

Eröffnung, 18. März 2022 ab 19 Uhr

Ausstellung: 19. März – 9. April 2022

Finissage: 9. April 17 – 20 Uhr

Om Boris Zyklus multimedialer Arbeiten beschäftigt sich mit der Wechselbeziehung zwischen weiblichen Körpern und Körpern des Wassers. Sie erzählen von der Verbindung zwischen weiblichen Migrationswegen und den mäandernden Wasserläufen der Donau; von der Einschreibung ungesagter Geschichten von Verlust in die Küstenlandschaft der Normandie; und von der Beziehung zwischen weiblichem Lebensunterhalt und Gesang in dem Trinkwasserhandel auf den Straßen Westafrikas.

https://www.instagram.com/om.bori/?hl=de

Fotos: Sedlar & Wolff

Om Bori

woman – water – bodies

Opening, 18. March 2022, 7 p.m.

Exhibition: 19. March – 9. April 2022

Om Bori’s cycle of multimedia works engages the interrelation of female bodies and bodies of water. They relate maternal migrations to the meandering qualities of Danube’s waterflows; re-inscribe untold stories of loss into the Normandy’s coastal landscapes; and capture the relationship between female livelihood and song in urban West Africa’s pure water street economy.

https://www.instagram.com/om.bori/?hl=de

Lena Schramm – Richtfest

Lena Schramms Soloausstellung „Richtfest“ verhandelte Malerei und Skulpturen im Kontext des
traditionellen Häuserbaus. In ihren Arbeiten lässt sie sich von gemeinen Alltagsgegenständen
inspirieren. Speziell das Streichholz ist hier zu nennen. Ein ambivalenter Gegenstand der in seiner
entzündlichen Natur sowohl destruktive (Feuer) als auch konstruktive (Kochen, Wärme)
Möglichkeiten vereint.
Im Zuge der Ausstellung fertigte Lena Schramm mehrere Modelle von Häusern und einer Kirche
aus besagten Streichhölzern an die somit ein kleines Dorf formten, welches zum Abschluss der
Aktion eingeäschert wurde. Diese performative Verbrennung unterstrich die divergenten Attribute
des Materials und ihrer gebäudeähnlichen Form.

Die Ausstellung verweist somit auf den Zyklus der Natur und des Lebens selbst. Durch gezieltes
Anbringen von Gefahrenquellen warnte Schramm gleichsam vor den Tücken des sich sicher
Fühlens in den eigenen vier Wänden. Der Mensch wird trotz seiner Auswüchse von Nesttrieb
immer wieder auf das nackte Dasein zurückgeworfen. Schramm stellt in ihren Arbeiten Fragen nach
dem existenziell Notwendigem und scheut dabei nicht das Überflüssige. Ziel der Ausstellung war es
auch das Bewusstsein für die Dualität des Lebens zu schaffen und die scheinbaren Gegensätze von
Werden und Vergehen aufzulösen.

In 2 geplanten Workshops wurde das Publikum mit Hilfe von Streichhölzern und Heißklebepistole eingeladen selbst konstruktiv tätig zu werden. Die formenreichen Ergebnisse konnten mit nach Hause genommen oder der abschließenden Einäscherung zum Ende der Aktion überlassen werden. Somit mussten die Teilnehmenden sich
selbst entscheiden was mit ihren Streichholzhäuschen passiert; Konservieren oder Teil einer
performativen Kunstaktion werden.

Aufgrund von Corona konnte leider nur einer der geplanten workshops durchgeführt werden.

© Studio Lindhorst – Emme – Hinrichs

© Studio Lindhorst – Emme – Hinrichs