Homesick for another world
Gruppenausstellung kuratiert von Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi
Vernissage: 20. Februar 2026 ab 19 Uhr
Ausstellung: 21. Februar bis 7. März 2026
Finissage: 7. März 2026 tba
Mit: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara
Für die Ausstellung „Homesick for another world“ lädt das Kurator*innenkollektiv Jardín Künstler*innen und Publikum dazu ein, über Gefühle des Wohnens, der Sehnsucht und ihrer Ursprünge nachzudenken und zu hinterfragen. Was es bedeutet, seine Heimat zu vermissen, und ob ein einzelner Ort wirklich das Verlangen nach Zugehörigkeit, Stabilität und Verwurzelung erfüllen kann. Die Ausstellung untersucht, wie Nostalgie und Bedauern Erinnerungen umgestalten und eine möglicherweise nicht mehr existierende Vergangenheit romantisieren können, und erkundet gleichzeitig Formen des Vermissens, die über den Ort hinausgehen und sich auf die Gemeinschaft, die Familie oder imaginäre Heimatländer erstrecken. Ausgehend von persönlichen Migrationserfahrungen bieten die teilnehmenden Künstler*innen unterschiedliche Perspektiven auf Verlust, Wiederverbindung und Heilung und fragen, wie wir Heimat und Gemeinschaft neu denken, uns mit den Lasten, die wir tragen, auseinandersetzen und Wege finden können, anderswo Wurzeln zu schlagen.
Das Kollektiv Jardín versteht sich als ideelles Treibhaus, in dem Pflege, Erhaltung und Beobachtung im Zentrum kollektiver künstlerischer Praxis stehen. Gegründet im April 2024, widmet sich Jardín dem Schaffen und Erhalten soziokultureller Organismen.
In Berlin, einer Stadt gelebter Plurikulturalität, entstand die Plattform aus dem Wunsch dreier Künstler*innen unterschiedlicher Hintergründe, einen Dialog zwischen lateinamerikanischen, osteuropäischen und der Berliner Kunstszene zu fördern. Jardín bietet Raum für gemeinsames Lernen, Austausch und Experimentieren und legt dabei besonderen Wert auf Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie auf das Knüpfen von Verbindungen zwischen sonst getrennten Szenen.
Ankica Jovanović (*1993 in Split, Kroatien) studierte Malerei an der Academy of Fine Arts in Split, Kroatien. In ihrer Praxis spezialisiert sich Ankica auf Malerei und Zeichnung, sie ist Mitglied des 101 Project Space, einem von Künstler*innen geführten Ausstellungsraum in Berlin. Sie beschäftigt sich mit emotionalen Erinnerungen, Landschaften sowie menschlichen Interaktionen und Beziehungen. Ihre Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Kunstraum Kreuzberg in Berlin, im estamos bien space in Amsterdam, beim Futur3 Festival in Kiel und in der Kosminen Gallery in Helsinki.
Juan Blanco (*1988 Bogotá, Kolumbien) Juan Blanco studierte Bildende Kunst an der Universidad de los Andes (2011) und absolvierte einen Master of Fine Arts in Malerei an der Muthesius Kunsthochschule unter der Leitung von Professor Antje Majewski. Seine künstlerischen Aktivitäten konzentrieren sich auf Malerei, Installation und Druckgrafik, wobei er sich mit den Schnittstellen zwischen Kunst und Bildung auseinandersetzt. Seine aktuellen Arbeiten reflektieren die Art und Weise, wie wir Naturphänomene wahrnehmen. In seinen Arbeiten untersucht er die Spannung zwischen dem menschlichen Auge und unserer Wahrnehmung von Natur, Landschaft, ökologischen und politischen Themen und wirft Fragen zu menschlichen Neigungen, Impulsivität und Verletzlichkeit auf. Er arbeit in Berlin, Kiel und Bogotá.
David Bianchi (*1998 in Guatemala-Stadt, Guatemala) ist ein bildender Künstler, der seit 2017 in Deutschland lebt, studiert und arbeitet. Er schloss sein Bachelorstudium in Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in die Kiel ab, bevor er 2022 nach Berlin zog, wo er derzeit an der Universität der Künste studiert. Seine Arbeit, bei der die Zeichnung das primäre Medium ist, konzentriert sich auf Themen der Identität und kulturellen Zugehörigkeit sowie auf die Poetik der physischen und emotionalen Distanz zwischen Hemisphären und Kontinenten. Seine Bilder sind voller persönlicher spiritueller Symbolik, durch die er versucht, sich mit den verblassenden Erinnerungen eines sich verändernden Landes wieder zu verbinden.
Ernstina Eitner (*1992, Rendsburg, Deutschland) ist eine interdisziplinär arbeitende bildende Künstlerin, die sich in ihrer Praxis kritisch mit gesellschaftlichen und kulturellen Phänomenen auseinandersetzt. Als Tochter schwarzmeerdeutscher Eltern aus Kasachstan spielen ihre Herkunft und (kollektive) Erinnerungen eine zentrale Rolle in ihrer oft recherchebasierten Arbeit, die sich verschiedener Techniken und Materialien bedient und vor allem Objekte, Installationen und Zeichnungen umfasst.
Joanna Skupinska oder Asia Skupinska (*1994 in Warschau, Polen) ist ein*e bildende Künstler*in, die mit Installation, Video und interaktiven Medien arbeitet. They lässt sich von digitalen Interaktionen und materiellen Komponenten der digitalen Welt inspirieren. They’re Fokusrichtungen sind die emotionalen Reaktionen und/oder die Wege, die flüchtigen Elemente des Alltagslebens zwischen der materiellen und digitalen Welt einzufangen.
Anna Raczyńska (*born 1990, Bielsko-Biała Poland, Lebt und arbeitet in Leipzig) ist bildende Künstlerin, Forscherin und Dozentin. Sie wurde in Bielsko-Biala, Polen, geboren und lebt und arbeitet derzeit in Leipzig, Deutschland. Ihr umfangreiches Werk umfasst eine Vielzahl künstlerischer Formen, darunter Objekte, Digitaldrucke, 3D-Animationen, Skulpturen und immersive Installationen. Raczyńska verfügt über die bemerkenswerte Fähigkeit, Alltagsgegenstände durch die Umgestaltung ihrer Form, Materialität und Größe in tiefgründige Ausdrucksformen zu verwandeln. In ihrem kreativen Prozess schafft sie einen meisterhaften Ausgleich zwischen ironischen Gesten und tiefgründigen Materialuntersuchungen und webt eine Erzählung, die den Betrachter immer wieder in ihren Bann zieht und herausfordert.
Carlos Vergara (*1989 in Barranquilla, Kolumbien, lebt und arbeitet in Wien, Österreich) Arbeit befindet sich in einem Zwischenraum. Seine Generation wurde in die Übergangsphase zwischen der analogen und der digitalen Welt hineingeboren und konfrontiert mit einer besonderen Vorstellung davon, was Realität ist. Diese Ausgangsposition ermöglicht es ihm, sich an der Peripherie verschiedener Szenarien zu positionieren, wo er eine Sprache entwickelt, die sich mit dem Selbst und dem Fremden, dem Hier und dem Dort, der Vergangenheit und der Zukunft auseinandersetzt. Dabei hinterfragt er Konzepte, die sich auf Identität und Erinnerung beziehen.















































Homesick for another world
Group exhibition curated by Jardín: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi
Opening: February 20th 2026, starting 7 p.m.
Exhibition: February 21th to March 7th 2026
Closing event: March 7th 2026 tba
With: Anči Jovanović, Juan Blanco, David Bianchi, Ernstina Eitner, Asia Skupinska, Anna Raczynska, Carlos Vergara
For the exhibition „Homesick for another world“, the curatorial collective Jardín invites artists and audiences to reflect on feelings of dwelling, longing, and their origins, questioning what it means to miss one’s home and whether a single place can truly fulfill desires for belonging, stability, and rootedness. The exhibition considers how nostalgia and regret can reshape memories, romanticise pasts that may no longer exist, while exploring forms of missing that extend beyond place to community, family, or imagined homes. Drawing from personal experiences of migration, the participating artists offer diverse perspectives on loss, reconnection, and healing, asking how we might reimagine home and community, confront the burdens we carry, and find ways to set roots elsewhere.
The Jardín collective sees itself as an ideal greenhouse in which care, preservation, and observation are at the heart of their artistic practice. Founded in April 2024, Jardín is dedicated to creating and preserving sociocultural organisms.
In Berlin, a city of lived pluriculturalism, the platform arose from the desire of three artists from different backgrounds to promote dialogue between the Latin American, Eastern European, and Berlin art scenes. Jardín offers space for joint learning, exchange, and experimentation, placing particular emphasis on diversity in artistic expression and on forging connections between otherwise separate scenes.



































